Grafschafter BoteIm Herbst 1949 vom Schulrat und Alois Bartsch und dem Geistlichen Rat Georg Goebel gegründetes Mitteilungs- und Informationsblatt für die vertriebenen Grafschafter und ihre Nachkommen. Darin werden aktuelle, historische und persönliche Nachrichten und Aufsätze veröffentlicht. Erscheint in Lüdenscheid.
GroawebieternDie Grab-Bitterin war meist eine ältere Frau, die mit einem Spruch oder einer gedruckten Todesanzeige von Haus zu Haus ging und die Nachbarn und Freunde des Verstorbenen zum Begräbnis einlud.
Glatzer KinderprozessionIm Jahr 1750 brach erneut die Pest aus. Glatzer Kinder veranstalteten Lichterprozessionen durch die Stadt mit dem Bild des Heiligen Franz, um das drohende Unheil abzuwenden.
GläserbergÖstlich von Mittelwalde, 795m
FriedhofsumgängeÜberdachte Umgänge an der Innenseite der Außenmauern von Friedhöfen. Besonderheit in Altwilmsdorf, Eisersdorf und Rengersdorf. An den Wänden waren Grabsteine, Bilder und Kreuzwegstationen u. ä. angebracht.
FinkenhübelKolonie bei Niedersteine
FichtigKolonie bei Ludwigsdorf
DreihöfeKolonie bei Mittelwalde
DonjonHauptturm einer Burg oder Festung (z. B. Glatz und Silberberg).
DohlenbergBerg und Kolonie bei Neuweistritz, 593m
Burggrabenbergnördlich von Neudeck, 730m
BlaseweyKolonie von Kudowa
BismarckturmAuf der Hohen Eule (1.014m). 24m hoch. Erbaut 1905.
Bismarckkoppeam linken Bieleufer bei Landeck, 534m
Bienenbergnördlich von Heudorf, 884m
Bielenkoppesüdlich von Bielendorf, 1.033m
Bielendorfer Steinkoppewestlich von Bielendorf, 890m
BaudenBezeichnung für die schlesischen Gebirgs-Gasthäuser, z. B. Annabaude, Bismarckbaude, Adlerbaude, Brandbaude, Müllermaxbaude, usw. Beliebte Ausflugsziele meist mit rustikaler Übernachtungsmöglichkeit.
Bärensteinzwischen Hoher Eule und Hausdorfer Kreuz, 918m
Bärbergsüdlich von Lauterbach, 702m
Schlickermilchin anderen Gegenden auch Schlottermilch. Die Milch wird, nachdem der Rahm abgeschöpft wurde, ohne die Zugabe von Hilfsmitteln sauer und eingedickt. Oft als Mahlzeit für Kinder und das Gesinde.
PateneLiturgisches Gefäß in Form einer flachen Schale, das bei der Feier der Eucharistie verwendet wird (Hostienschale).
Hagioskopvon gr. hagios=heilig und skopein= sehen, betrachten. Auch Lepraspalte, Pönitenzfenster oder Pestfenster genannt. Kleiner Mauerdurchbruch in einer Kirche. Durch dieses kleine Guckfenster konnten z. B. Leprakranke dem Gottesdienst bewohnen, ohne andere Gemeindemitglieder anzustecken. Durch die Öffnung konnte ihnen auch die geweihte Hostie hinausgereicht werden. Nach dem Ende der großen Lepra-Epidemien am Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Hagioskope meist zugemauert.
PyxisPlural: Pyxiden. Kleines liturgisches Gefäß, meist kostbar verziert, in dem konsekrierte Hostien im Tabernakel aufbewahrt werden. In ihnen werden auch durch den Priester oder Kommunionhelfer die Hostie für die Krankenkommunion und die Sterbekommunion (Viaticum) transportiert.
LeibzüchterHistorischer Begriff für einen Nutznießer auf Lebenszeit von z. B. Naturalien, Wohnraum oder Geldleistungen. Meist handelte es sich um eine Person, die sich auf ihr Altenteil zurückzog, aber weiterhin vom Nachfolger bzw. neuen Eigentümer des Bauernhofes versorgt wurde, in einem Nebengebäude wohnte und Gegenstände mitbenutzen durfte. Die Vereinbarung über die Bedingungen wurde oft schriftlich festgelegt.