1. AdventAd te levavi = zu Dir habe ich erhoben
1. FastensonntagInvocabit / Er hat hineingerufen (ein Sonntag im Kirchenjahr)
10berMonat Dezember, 10bris, Xber, Xbris
2. AdventPopulus Sion = Das Volk Zion
2. FastensonntagReminiscere / Gedenke (ein Sonntag im Kirchenjahr)
3. AdventGaudete = Freuet Euch
3. FastensonntagOculi / Augen (ein Sonntag im Kirchenjahr)
4. AdventRorate, coeli = Tauet, (ihr) Himmel
4. FastensonntagLaetare / Freue dich (ein Sonntag im Kirchenjahr)
7berSeptember, Septembris, 7bris
a. u. s.actum ut supra: geschehen wie oben verhandelt bzw. beschrieben
aasenVerschwenderisch mit etwas umgehen, schlecht wirtschaften (mit Geld, Lebensmitteln, Material, etc.).
AbbauerPächter mit kleinem Eigenbesitz, Neusiedler, zweiter Sohn, der vom Hofe abbaut
AbbitteDie Bitte um Vergebung eines begangenen Fehlers oder Unrechts. Abbitte leisten. Sich entschuldigen.
AbdeckerAbstreifer, Schinder, Wasenmeister, Nachrichter. Personen, die verendetes Vieh wegschaffen, abhäuten und einscharren mussten. Der Arbeitsplatz der Abdecker, meist auch ihre Wohnstelle, war die Abdeckerei oder Wasenmeisterei. Die Tierkörperverwertung lieferte Produkte wie Fette (zur Herstellung von Lampentalg und Seife), Leim, Knochen und Knochenmehl, Felle, Tierhäute zur Herstellung von Leder und Viehfutter.
AbdikationDie Abdikation (latein. abdicare: verzichten, zurücktreten, abdanken), auch Abdankung oder Renunziation genannt, ist der förmliche Verzicht auf ein öffentliches Amt durch den Inhaber, insbesondere der Thronverzicht eines Monarchen.
Abendland Der Begriff "Abendland" ergab sich aus der früheren Vorstellung von Europa als dem westlichsten, und damit der untergehenden Abendsonne am nächsten gelegenen Erdteil. Die Länder in der Richtung der Morgensonne, bzw. aufgehenden Sonne, wurden als Orient bezeichnet (von latein. oriens für aufgehend).
AbentürerHändler mit Luxuswaren, Juwelenhändler
AberredeGegenrede. Rede und Aberrede, also eine Verhandlung im Dialog.
AbervaterGroßvater (~ noch einmal Vater). Aberurahnherr = Ururgroßvater
aberwitzigabsurd, nicht bei Sinnen, unverständig, geisteskrank
AbheimischkeitAbwesenheit von der Heimat
abholdVeraltete für abgeneigt, wenig begeistert, lustlos, ungern, unwillig, oder widerstrebend. Das Gegenteil ist hold, jemandem hold sein, jemandem zugetan sein, ihn/sie mögen, gern haben.
AbkiesungRücktritt vom Amt
AblaßkrämerAblasshändler. Verkauf der Vergebung von Sünden gegen Geld. Ein vollkommener Ablass ist ein Erlass sämtlicher Sündenstrafen, was im Fall des Todes unmittelbar in den Himmel führt. Ein unvollkommener Ablass ist ein teilweiser Erlass der Sündenstrafen, die Zeit in der Hölle wird also verringert.
AbnahmemannAbschiedsmann; Altenteiler; Altsitzer; Bauer im Ausgedinge, nach Übergabe des Anwesens an seinen Sohn; Nutznießer des Altenteils
AbortAbtritt, Kommodität, Klosett, WC
AbrahamitenordenEin am 30.09.1861 von Grafschafter Pfarrern im Alter von über 50 Jahren gegründeter Geselligkeitsverein. Die letzte Sitzung fand am 15.02.1945 statt. Die Protokolle der Sitzungen wurden in einem dicken Buch gesammelt. Ein neuer Kandidat musste sich vor der Aufnahme einer theologischen Prüfung unterziehen. Anschließend erhielt er bei einem guten Mittagessen einen Stab, ein Ordensband und ein Bild Abrahams vom zuletzt aufgenommenen Mitglied überreicht.
Der Vorläufer dieses "Ordens" war der "Maarsog-Orden" (Mär-Sack, von maaren = flunkern).
AcciseAkzise, Accise (französisch) oder Accis (lateinisch). Indirekte Steuer, in der Regel eine Verbrauchssteuer beziehungsweise ein Binnenzoll. Akzisen wurden auf Grundnahrungsmittel (z. B. Roggen, Weizen, Hopfen oder anderes Getreide beziehungsweise Mehl), auf Lebensmittel (Zucker, Salz, Fett, Fleisch), Genussmittel (Tabak, Kaffee, Tee, Bier, Sekt), auf Vieh o. ä. erhoben.
AchillesfelsenAussichtspunkt. 580m bei Bad Landeck, Kreis Habelschwerdt, auf dem Weg nach dem Schollenstein.
Acht SeligkeitenKolonie in der Nähe von Pohldorf aus einzelnen, hintereinander stehenden Häusern bestehend.
AchthäuserKolonie am Kammweg zum Königswalder Spitzberg (755m), Kreis Neurode.
AchtmannAchtsmann"
1) gerichtlicher Taxator, 2) Wahlherr
ad actalateinische Phrase aus der Amtsprache, etwas "zu den Akten legen", eine Sache ist erledigt
AdelheidquelleRadiumhaltige Quelle. Am Großen Schneeberg in unmittelbarer Nähe der Quarklöcher und des Liechtensteinschutzhauses.
AdjunktEin Adjunkt (von lateinisch adiunctus „angebunden“) ist ein beigeordneter Gehilfe oder Assistent, besonders im Verwaltungs-, Forst- oder Kirchendienst.
AdlatusEin Gehilfe, ein Helfer oder ein Beistand. Er ist vergleichbar mit dem Adjutanten im militärischen Sprachgebrauch.
AdlergebirgeAuch Böhmischer Kamm genannt. Verlauf westlich parallel zum Habelschwerdter Gebirge. Der nördliche Teil (Hohe Mense, 1084m) liegt innerhalb der Grafschaft Glatz. Der überwiegende Teil (40km) liegt jenseits der Landesgrenze.
AdlerkoppeWestlich von Altheide gelegener Berg (533m).
adm. D.admirabilis Dominuus = Bewundernswerter Herr
Adorate Adorate I / Betet an I: 3. Sonntag nach Epiphanias,
Adorate II / Betet an II: 4. Sonntag nach Epiphanias,
Adorate III / Betet an III: 5. Sonntag nach Epiphanias,
Adorate IV / Betet an IV: 6. Sonntag nach Epiphanias,
adulescentulusJüngling, junger Mann
Aelurius, GeorgiusEin aus Frankenstein stammender Chronist (1596 – 1627). Georgius Aelurius hieß eigentlich Georg Katschker. Er latinisierte, wie es damals üblich war, seinen Nachnamen und legte dabei das altgriechische Wort für Katze (Ailouros) zugrunde, die er als den Ursprung seines Namens vermutete. Er war ein Prediger der Reformation in Glatz und in seinen beiden letzten Lebensjahren Rektor der Stadtschule in Frankenstein. Autor der "Glaciographia oder Glätzische Chronica".
aetatis suaeseines Alters
dierum ... : ... Tage
mensium ... : ... Monate
annorum ... : ... Jahre
AffengießerGießer von Handwasserfässern, Bütten, Taufbecken, Weihrauchgefäßen, auch kleinerer Glocken, u. ä.
AgendeEine Agende (von lat. agere = handeln) ist ein liturgisches Buch im evangelischen Bereich, das die Gottesdienstordnung, Riten, Gebete und Texte für den Hauptgottesdienst sowie für Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Bestattung enthält. Sie beschreibt, was Liturg und Gemeinde tun, z. B. aufstehen, beten oder singen.
AgentKonsul, diplomatischer Vertreter
Agent, öffentlicherRechtsgelehrter mit beschränkten Befugnissen, zwischen Notar und Anwalt stehen (in Österreich)
AgnatEin Agnat (von lateinisch agnatus „der Hinzu-/Nachgeborene“) ist ein männlicher Verwandter, der ausschließlich über die männliche Linie (Vater, Großvater) mit einer anderen Person verwandt ist. Diese Form der Verwandtschaft, die Agnation, war besonders im römischen Recht und im historischen Adels-Erbrecht entscheidend.
AgnesfeldAgnesfeld, kleines Dorf bei Stolzenau, entstanden aus dem Vorwerk ,Zimmerei’, das 1789 angelegt, 1795 vom Besitzer Reichsgraf von Schönaich aufgeteilt, ausgebaut und nach seiner Tochter Agnes benannt wurde.
AgtfischerBernsteinfischer
AhleEine Ahle, oder Pfriem ist ein einfaches Werkzeug mit dessen Hilfe Löcher in verschiedene Materialien gestochen werden können. Es wird beispielsweise von einem Schuster genutzt, um Löcher in Leder zu machen, um anschließend mehrere Schichten zusammennähen zu können.
AhnenpassBezeichnung für ein Heft mit Vordrucken für Abschriften von Geburts-, Tauf- und Heiratsurkunden der Eltern, Großeltern, und weiterer Vorfahren, das jeder im Dritten Reich erstellen musste, um den sogenannten »Arier-Nachweis« zu erbringen. Meist eine ergiebige Quelle für den Familienforscher.
AktriceIm Alltagsgebrauch wird manchmal ein Bühnenschauspieler als Akteur bezeichnet. Die veraltete weibliche Form ist Aktrice. Der Begriff wird heute meist abwertend verwendet und der Schauspielerin mangelndes Talent unterstellt.
AlbaquelleSie entspringt auf dem Kamm des Adlergebirges am Südhang der Hohen Mense in 1.048 m ü. M. dicht an der polnischen Grenze und fließt an der Schierlichmühle vorbei und durch Deschnei nach Böhmen. Die Bělá (deutsch Alba, auch Albabach) ist ein rechter Zufluss der Wilden Adler (tschechisch Divoká Orlice) in Tschechien.
AllgäuerFrachtfuhrmann, nach den bekannten Gutfertigern aus dem Allgäu benannt
AllmendeGemeindegut. Die Allmenden (auch Allmanden aus dem Mittelhochdeutschen "was allen gemein ist") waren ein Grundstück oder Land, das von den Bewohnern einer Gemeinde gemeinschaftlich genutzt werden durfte, in der Regel auf Weide, Forstwirtschaft oder Ackerbau beschränkt.
AllmendherrAllmendpfleger,
Ratsherr, dem die Aufsicht über die Allmende obliegt
AllodAls Allod oder Allodium bezeichnete man im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Recht ein Eigentum (fast immer Land oder ein Stadtgrundstück oder -anwesen), über das der Eigentümer frei verfügen konnte. Eigentümer konnten sowohl freie Bauern als auch Adelige oder Fürsten sein.
Allode waren frei vererbbar, auch an Töchter, während Lehen beim Aussterben einer Familie im Mannesstamm an den Lehnsherrn zurückfielen.
Alma MaterAlma Mater (von lateinisch alma nährend, gütig und mater Mutter) ist eine Bezeichnung für Universitäten.
AlmanachEin Almanach ist ein jährlich erscheinendes Nachschlagewerk, das Kalenderdaten mit astronomischen Informationen, Wetterberichten, Statistiken oder literarischen Texten verbindet.
Almanach (mittelniederländisch almanag aus mittellateinisch almanachus = „Kalender mit astronomischen und meteorologischen Texten“).
Ursprünglich war es ein Kalender mit praktischen Ratschlägen (ab 15. Jh.), er entwickelte sich aber zu illustrierten Jahrbüchern, literarischen Anthologien oder Verlagsverzeichnissen.
AlpAngstzustand, Alpdruck, Nachschaden
AltaristEin Altarist ist ein katholischer Priester, der eine Pfründe (einen festen Einkommensposten) hat, die mit einem bestimmten Altar verbunden ist. Er liest nur die heilige Messe, meist zum Seelenheil Verstorbener, ist aber nicht mit weiteren seelsorgerischen Aufgaben betraut. Sein Einkommen wurde durch die Erlöse der Altarstiftungen gedeckt oder von einer Privatperson, meist einem Adligen, garantiert.
Alte HackeEin Freundschaftsbund älterer Akademiker aller Fakultäten. Die bei den Zusammenkünften verwendeten Trinkgläser hatten die Form einer Hacke. Da man sie nicht abstellen konnte, mussten sie sofort ausgetrunken werden. Eines der Gläser wurde im Glatzer Heimatmuseum aufbewahrt.
AltermannVorsteher einer Zunft oder Gilde
AltersschwächeEntkräftung, Schwäche, Alter, Marasmus senilis, Verfall, Debilitas, Abzehrung
Ältesterin einigen protestantischen Gemeinden: Pfarrer
AltfürerAltgeselle, Ältester der Gesellschaft
AltgewanderFlickschneider, Altwender, auch: Altkleiderhändler
AltruismusAltruismus (lateinisch alter ‚der andere‘) bedeutet im Allgemeinen Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit, durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise. Der Begriff kann als ein Gegenbegriff zu Egoismus verwendet werden.
AltvordereAhnen, Vorfahren
AltwalkerAlthändler, der altes Tuch walkt
AlumnatAlumnat oder Alumneum (von lateinisch alumnus‚ Schüler, Zögling) ist eine historische Bezeichnung für Schulen mit Unterbringungsmöglichkeiten, vor allem an Gymnasien und höheren Schulen. Heute wird der Begriff Internat verwendet. In Österreich wird eine Einrichtung zur Ausbildung von Geistlichen als Alumnat bezeichnet.
Ammelat.: nutrix. Nährmutter. Eine Frauensperson, die, selbst Mutter, sich verdingt, um an ihrer Brust ein fremdes Kind zu nähren. Manchmal wurde die Amme nach dem Abstillen des Kindes als Kindermädchen weiter beschäftigt.
AngerAnger oder Dorfanger bezeichnet ein meist grasbewachsenes Land oder einen Dorfplatz in Gemeinbesitz, der von allen Bewohnern der Stadt oder des Dorfes genutzt werden konnte (Allmende). Ort für Feste (z. B. Osterfeuer), für gemeinschaftliche Aktivitäten (Dorfbackofen, gemeinschaftliches Schlachten), Ratsversammlungen (Thing) oder Richtplatz.
Angstals Krankheit: Beengung, Schmerz
AngsthäuserKolonie bei Mittelwalde
Anna SelbdrittDarstellungen der heiligen Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind (Andachtsbilder). Selbdritt ist ein altes Wort für „als Teil einer Dreiergruppe“ oder auch „zu dritt“
AnnexionAnknüpfung, Annektierung, Anhängen. Zwangsweise Verbindung eines bisher fremden Gebietes mit dem eigenen Staatsgebiet. Die Okkupation (Besetzung) geht der Annexion in der Regel voraus.
anno currenteim laufenden Jahr
anno domini(lat.) im Jahre des Herrn
AntependiumEin Antependium (von lat. ante „vor“ und pendere „hängen“) ist ein meist reich bestickter und verzierter Altarvorsatz oder Kanzelbehang, der als textiles Parament oder feste Verkleidung die Vorderseite des Altars schmückt. Es ist Teil der liturgischen Ausstattung, zeigt durch wechselnde Farben die Zeit des Kirchenjahres an und meistens mit zur Kirchenjahreszeit passenden Symbolen versehen.
Antependien sind sowohl in der evangelischen als auch in der römisch-katholischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirche gebräuchlich.
Es gibt auch Altarvorsätze aus Holz oder Metall.
ApanageEine Apanage ist eine regelmäßige finanzielle Zuwendung, Einkünfte aus Liegenschaften oder Übertragung von Landbesitz an nicht regierende Mitglieder eines Fürstenhauses. Sie sichert den angemessenen Lebensunterhalt für nachgeborene Kinder, die nicht direkt erben. Der Begriff stammt vom französischen appanage („mit Brot versorgen“).
ApprobatumBilligung, Genehmigung (lat.)
ArztMedicus, Bader, Physicus, Feldscher (Militär)
Ascensio DominiChristi Himmelfahrt
ÄschererBrenner von Holzasche (für Glashütten)
Asthma (bronchiale)Atembeschwerden, Engbrüstigkeit, Dampf, böser Bradem (Brodem), Brustkiste, Keist, Kister, Stickfluß, Brustwassersucht
ÄtzeÄtzmaler, Eisenätzer (z. B. für Rüstungen)
Ausgedinger / AuszüglerLebt im Ausgedinge (Altenteil)
AussatzElephanten-Krankheit, Lepra, St. Jobst-Krankheit, Knollsucht, Masel- oder Miselsucht, Morve
babtisatus, babtisatagetauft
Bähschnittengeröstete Brotscheiben
BakelRohrstock, latein.: baculum = Stock, Stab. Im 19. Jhd. meist in der Schule verwendetes Züchtigungsinstrument. Mit dem Stock wurden Schläge auf die ausgestreckten Hände oder das Gesäß verabreicht.
Ballei(historisch auch Balley) bezeichnete etwa ab dem 13. Jahrhundert einen Verwaltungsbezirk oder eine Ordensprovinz eines Ritterordens, mit meist mehreren Komtureien bzw. Kommenden.
Eine Komturei (auch Kommende) ist die regionale Niederlassung und Verwaltungseinheit eines geistlichen Ritterordens (z. B. Johanniter, Deutscher Orden, Templer), geleitet von einem Komtur. Historisch dienten sie als wirtschaftliche Basis und Stützpunkt, oft mit Kirche und Krankenhaus. Heute bestehen Komtureien als Gliederungen ritterlicher Orden weiter.
BanatDas Banat ist eine historische Region in Südosteuropa, die heute in den Staaten Rumänien, Serbien und Ungarn liegt. Sie liegt zwischen Donau, Theiß und Marosch. Der Begriff Banat leitet sich vom Herrschaftsbereich eines Ban (serbisch/kroatisch/ungarisch für Graf/Markgraf) ab. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war es das Siedlungsgebiet einer deutschen Minderheit, den sogenannten Donauschwaben.
Bärbergsüdlich von Lauterbach, 702m
Bärensteinzwischen Hoher Eule und Hausdorfer Kreuz, 918m
BartbindeEine Bartbinde ist ein Band aus Stoff bzw. Gaze, das dazu dient, den Schnurrbart während dem Schlafen in der Nacht in Form zu halten. In der Mitte ist eine Einkerbung für die Nase. Das Band wird entweder mit Schlaufen an den Ohren befestigt oder am Hinterkopf/Nacken gebunden.
Gebräuchlich waren auch Haarnetze um die Frisur in Form zu halten.
BauchladenEin Bauchladen ist ein Brett, ein Kasten oder eine andere Konstruktion, die vor dem Körper an einem Gurt getragen wird, um darauf oder darin Waren anzubieten. Sie kann auch verschiedene Fächer und Schubladen enthalten, in denen Waren und Geld gelagert werden können. Seitlich am Bauchladen können noch Ringe oder Haken angebracht sein, an denen weitere Waren aufgehängt werden.
Im Straßenverkauf, bei Veranstaltungen oder beim Von-Haus zu-Haus-Verkauf wurden z. B. Kurzwaren von Hausierern feilgeboten.
BaudenBezeichnung für die schlesischen Gebirgs-Gasthäuser, z. B. Annabaude, Bismarckbaude, Adlerbaude, Brandbaude, Müllermaxbaude, usw. Beliebte Ausflugsziele meist mit rustikaler Übernachtungsmöglichkeit.
Bauer / PauerAckerwirt, Landwirt, Landmann, lat: agricola oder rusticus
BauerngutsbesitzerBesitzer eines Gutes mit Landwirtschaft und anderen Erwerbszweigen von bäuerlichen Produkten
Bauernschock, GroßschockAlte preußische Zähl- bzw. Stückmaße: Ein Bauernschock oder auch Großschock entspricht 64 Stück, oder 4 Bauernmandel. Ein Großmandel oder Bauernmandel entspricht 16 Stück. Ein Schock besteht aus 5 Dutzend = 60 Stück, oder 4 Mandel. Ein Dutzend entsprechen 12 Stück, ein Mandel entspricht 15 Stück.
BaumölbierDünnbier mit dem Zugabe von Olivenöl (Baumöl), Zitronensaft und Gewürzen.
Behufmittelhochdeutsch behuof: Nutzen, Zweck
BeuleBlutgeschwulst, Knüttel
Bielendorfer Steinkoppewestlich von Bielendorf, 890m
Bielenkoppesüdlich von Bielendorf, 1.033m
Bienenbergnördlich von Heudorf, 884m
Bismarckkoppeam linken Bieleufer bei Landeck, 534m
BismarckturmAuf der Hohen Eule (1.014m). 24m hoch. Erbaut 1905.
BlaseweyKolonie von Kudowa
BlatterHautausschlag, Masern, Pocken
BleichhäuserKolonie südlich von Neundorf
BleuelEin Bleuel (auch Wäschebleuel) ist ein Schlagholz (auch Schlägel) und wurde bis zur Erfindung der Waschmaschine zum Wäschewaschen verwendet. Der Bleuel besteht aus einer flachen, breiten Schlagfläche und einem Handgriff. Das Wort hat sich bis heute in den Begriffen „einbläuen“ und „verbläuen“ erhalten (wird seit der Rechtschreibreform mit ä geschrieben) und legt die Vermutung nahe, dass der Bleuel auch als Züchtigungsinstrument zweckentfremdet wurde.
Als Bleuel wird auch der Holzbalken bezeichnet, der durch die Kraft einer Wassermühle angehoben und fallen gelassen wird. So wurde u. a. Flachs gebrochen.
BlödigkeitKränklichkeit, Krankheit
blümerantUmgangssprachlicher Ausdruck für ein flaues, schwindeliges oder leicht übles Gefühl. Es beschreibt körperliches Unwohlsein, bei dem einem "schwarz vor Augen" wird. Der Begriff soll vom französischen bleu mourant ("sterbendes/blasses Blau") stammen, das ursprünglich eine Farbe bezeichnete.
Böhmischer WinkelBezirk nordwestlich von Reinerz, identisch mit dem "Hummelbezirk" bzw. dem "Lewiner Ländchen".
BornBrunnen, Quelle oder Wasserstelle, mundart: Bärnla
BratenrockVeraltet, scherzhaft für ein festliches Herrenkleidungsstück, den Gehrock, veraltet auch Leibrock. Der Begriff entstand, da das Kleidungsstück häufig zu feierlichen Anlässen wie dem Sonntagsbraten-Essen getragen wurde. Er ist eine Spätform des Herrenrocks, eine doppelreihige Jacke mit knielangem, angesetztem Schoß aus meist dunklem Tuch, die besonders im 19. Jahrhundert zu festlichen Anlässen getragen wurde. Üblich bei Ärzten, Geschäftsleuten und Beamten.
BrennschereDie Brennschere oder auch Brennzange oder Perückeneisen ist ein Werkzeug zur Ondulation des menschlichen Haupthaares. Die Brennschere funktioniert nach dem Prinzip einer Schere, allerdings wird damit nicht geschnitten, sondern lediglich eingeklemmt. Anstatt der Schneideflächen sind zwei runde etwa 20 cm lange Röhren mit einem Durchmesser von 1 - 3cm angebracht (je nach gewünschter Lockengröße). Das Instrument wurde auf dem Herd oder über dem Feuer erhitzt. Anschließend klemmte man die Spitze einer Haarsträhne zwischen die beiden Röhren und drehte damit die Haare auf. Auf diese Weise bearbeitete man je nach Wunsch mehrere oder alle Haarsträhnen.
BrotbeutelEin Brotbeutel ist ursprünglich ein militärischer Ausrüstungsgegenstand. Dabei handelt es sich um eine Tasche, zur Aufbewahrung von Proviant, Tabak, Feldpost usw.
BrummtopfVolkstümliches Musikinstrument. Ein altes Fass ohne Deckel und Boden wurde mit Ziegenfellen bespannt und bunt bemalt. Durch Löcher in der Mitte der Felle wurde ein Seil gezogen. Durch das Hin- und Herziehen entstand ein brummendes Geräusch. Wurde bei "Umgängen" mitgeführt.
BrustwassersuchtHydrothorax
BüchsenmacherBüchsenschmied, lat.: bombardarum faber
Burggrabenbergnördlich von Neudeck, 730m
CafetierBesitzer eines Cafés, der Wirt eines Kaffeehauses.
CantateSingt, 4. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)
cellerarius Kellerer, Kellermeister, Kellereiamtmann
Chaiselongue(frz. chaise longue: langer Stuhl) Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung für ein niedriges, gepolstertes kombiniertes Sitz- und Liegemöbel für eine Person. Es kann auch zum kurzen Mittagsschlaf oder gelegentlich als Gästebett genutzt werden.
Chapeau ClaqueKlapp- oder Faltzylinder. Zylinderförmiger Hut, der platzsparend zusammengefaltet werden konnte und sich durch einen kräftigen Handgelenksschwung oder Klaps wieder entfaltete.
ChaperoneVeraltet für eine meist ältere Dame, die ein junges Mädchen oder unverheiratete junge Frau als Beschützerin begleitet. Ihre Aufgabe war es, bei Treffen mit jungen Männern als moralische Aufsicht zu fungieren. Auch Anstandsdame oder scherzhaft "Anstandswauwau" genannt.
ChausseeChaussee ist die veraltete Bezeichnung für eine befestigte, künstlich angelegte Landstraße. Früher wurden damit Straßen bezeichnet, die im Gegensatz zu Naturwegen ingenieurmäßig geplant, begradigt und mit einem konstruierten Unterbau sowie einer festen Fahrbahndecke versehen waren. Kunststraße war der deutsche Ausdruck für Chaussee. Beispiel: Preußens zweithöchste Kunststraße bei Brand, Kreis Habelschwerdt.
cj.conjuges, conjugum = Ehegatten, Eheleute
claustrarius Schlosser, Riegelmacher
CommisKommis (von frz. commis = „Gehilfe" oder „Beauftragter“) ist eine veraltete Bezeichnung für einen Kontoristen, Handlungsgehilfen oder kaufmännischen Angestellten. Heute würde man die Tätigkeit mit Sachbearbeiter bezeichnen.
commorantes in ...wohnhaft in ...
contraxit matrimonium cumschloss die Ehe mit
Corpus Christi(1) Fronleichnam, (2) (at. Leib Christi
cubicularius Kammerdiener
culinariusKoch, Küchenbediensteter
Cum clamaremAls ich rief. 10. Sonntag nach Pfingsten
curatorKurator, Vormund, Verwalter, Aufseher, Leiter
D.dominus – als Namensvorsatz bei Pfarrern
Da pacemGib Frieden. 18. Sonntag nach Pfingsten
Dämlackauch Dämellack. Grobes Schimpfwort für eine ungeschickte und dumme Person. Dämelei: nachlässiges, gleichgültiges, gedankenloses Wesen.
DarreEinrichtung zum Dörren, also dem Trocknen von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern mit Hilfe von trockener Hitze. Darren gibt es für verschiedene zu trocknende Güter, z.B. für Getreide, Malz, Hopfen, Tabak, Dörrobst.
DefraudantEin Defraudant (lat. defraudans „betrügend“) ist eine veraltete Bezeichnung für einen Betrüger, Unterschläger oder eine Person, die Abgaben hinterzieht.
Delinquent(lateinisch: delinquere sich vergehen, einen Fehltritt begehen) eine insbesondere in der Kriminologie verwendete Bezeichnung für einen Straftäter oder jemanden, der eine Ordnungswidrigkeit begeht.
DepescheEilbotschaft, Telegramm. Entlehnung (Mitte 17. Jh.) aus frz. dépêcher ‘beschleunigen, (einen Eilboten, eine Eilnachricht) absenden
DepositiumAnvertrautes Gut, Verwahrgut
DepressionenMelancholie, Trübsinn, Schwermut, verstopfte Milz, Milzsucht, Galle, schwarze, Schwarzgalligkeit
Deus in adiutoriumOh Herr, komm mir zu Hilfe. 12. Sonntag nach Pfingsten
Deus in loco sanctoGott an heiligem Ort. 11. Sonntag nach Pfingsten
DezemAbgabe, Steuer, "der Zehnte" oder "Zehnt". Der Begriff (von lat. decem zehn) bezeichnet eine etwa zehnprozentige Steuer des Einkommens, der Ernte oder des Viehbestands in Form von Geld oder Naturalien an eine geistliche oder eine weltliche Institution (Kirche oder Grundherr).
Diarium(lat.), bildungssprachlich für ein Tagebuch, ein besonders dickes Schreibheft mit festem Deckel
Diarium EuropaeumVorläufer der modernen Zeitung, worin die politischen Zeitereignisse erzählt und zahlreiche Aktenstücke mitgeteilt wurden. Herausgegeben von »Martin Meyer vom Hayn in Schlesien« (Pseudonym Philemerus Irenicus Elisius, Martin Meyer Hainoviensis Silesius). Der erste Band, die Jahre 1657 und 1658 umfassend, erschien 1659, der letzte (45.) Band (41. Fortsetzung) berichtet die Ereignisse bis 1681 und wurde 1683 ausgegeben.
Dicit Dominus IDer Herr sagte I, 23. Sonntag nach Pfingsten
Dicit Dominus IIDer Herr sagte II, 24. Sonntag nach Pfingsten
dimittieren(Aus dem Dienst) entlassen: einem Brautpaar, das in einem anderen Pfarrbezirk heiraten will, die Zustimmung erteilen. Es erhält ein „Dimissoriale“ (ein „Attest“, einen „Losbrief“ oder "Erlaubnisschein") des örtlich zuständigen Pfarrers, worin dieser sein Einverständnis zur Vornahme der Trauung durch einen anderen Geistlichen erklärt.
DiphterieBräune,
Halsbräune (wegen der lederartigen braunen Beläge im Kehlkopf und in der Luftröhre aus abgestorbener Schleimhaut und Blutbestandteilen), Halsenge, Krupp, Halsgichter, Hundswürger, "Würgeengel der Kinder". Infektionskrankheit der oberen Atemwege.
DisklamationAbleugnung, Nichtanerkennung; disklamieren (lat. disclamare = ablehnen), ableugnen, nicht anerkennen. Auch: Verzicht auf ein Erbe oder Eigentum sowie die Verweigerung der Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung oder eines Besitzverhältnisses.
disparitas cultusEhe mit einem Ungetauften z. B. Juden
DohlenbergBerg und Kolonie bei Neuweistritz, 593m
Dom.Dominica = Tag des Herrn, Sonntag
dominica (latein.)Sonntag
Dominica TrinitatisSonntag der Dreieinigkeit, 1. Sonntag nach Pfingsten
DominiumHerrschaft, Eigentum, Gut. Die Grundherrschaft und das Rittergut wurden 'Dominium' genannt. Es hatte die Oberaufsicht und das Verfügungsrecht über den Dorfanger mit Dorfstraße und Dorfteich, über die Grenzraine, Wege, Stege, Bäche, Flüsse und die sonstigen unbebauten Flecken der Dorfgemarkung nebst besonderen Rechten, deren wichtigste das Jagdrecht, das Fischereirecht und das Bier- und Branntweinmonopol waren.
Dem Dominium gehörten innerhalb der Gemarkung umfangreiche Ländereien, die mit Hilfe dienstpflichtiger Knechte und Mägde und sonstiger Dienstleute sowie mit Hilfe der zu bestimmten Diensten verpflichteten Stellenbesitzer bewirtschaftet wurden.
Dominus fortitudoDer Herr ist Kraft/Stärke. 6. Sonntag nach Pfingsten
Dominus illuminatio meaDer Herr ist meine Erleuchtung, 4. Sonntag nach Pfingsten
DonauschwabenDonauschwaben (auch Donaudeutsche) ist ein Sammelbegriff für die von der Habsburgermonarchie nach den Türkenkriegen entlang der Südflanke des damaligen Habsburgerreiches angesiedelten Deutschen, aber auch einige Franzosen, Spanier und Italiener, längs des Mittellaufs der Donau in der Pannonischen Tiefebene. Zum Kernstück dieser Besiedlung wurde die unter Karl VI., Maria Theresia und Joseph II. (als Könige von Ungarn) im 18. Jahrhundert planmäßig durchgeführte Ansiedlung von deutschsprachigen Bauern und Handwerkern sowie österreichischen und böhmischen Bergleuten.
DonjonHauptturm einer Burg oder Festung (z. B. Glatz und Silberberg).
DotationDotation (von lateinisch dotatus reichlich ausgestattet oder dotalis zur Mitgift gehörig) Ausstattung mit Einkünften und Gütern, z. B. einer Stelle, einer Kasse, einer Stiftung, Anstalt, besonders einer kirchlichen Anstalt durch den Gründer, eines Feldherrn oder Staatsmannes zur Belohnung für besondere Verdienste. Gut dotiert heißt also: Gut bezahlt; einbringlich, einträglich, lohnend, profitabel, rentabel, lukrativ
DreihöfeKolonie bei Mittelwalde
Drescheumgangssprachlich für Schläge, Prügel, oft mit einem "Hilfsmittel" wie einem Gürtel, Rohrstock oder Teppichklopfer. "Jemanden verdreschen" = körperliche Züchtigung meist durch Eltern oder Lehrer
DrohtbenderDrahtbinder, der in den Dörfern Drahtzäune und Drahtkörbe flickte
DruschmaDruschmer, Hochzeitsbitter, Hochzeitslader, Brautbitter, Huxtpeter, Oanwalt. Acht Tage vor der Hochzeit lud er Bekannte und Freunde des Brautpaares zur Hochzeit ein. Er trug einen schwarzen Anzug mit Zylinder, lange rote Seidenbänder schmückten Hut und Rock und einen Stab. Er war der Leiter der gesamten Feierlichkeiten und hielt Ansprachen beim Brautmahl.
Drüsen (Krankheit)eiternde Geschwülste, Pestbeulen
DubsIn Preußen, besonders in Oberschlesien: Das menschliche Gesäß. Aber auch das "Hinterteil" eines Gänsebratens.
Dum mediumSonntag nach Weihnachten
DünkelDer Begriff Dünkel beschreibt eine übertriebene, eingebildete Arroganz oder einen Hochmut, der auf der vermeintlichen Überlegenheit der eigenen Person oder sozialen Gruppe basiert (Standesdünkel).
Dusel, Düsel (Krankheit)Pest, Typhus, Grippe
Dutzend12 Stück von etwas z. B. Eier
ebenda(lat.:) ibidem, daselbst, an demselben Ort
Ecce, deus adiuvetSiehe, Gott hilft. 9. Sonntag nach Pfingsten
Edikt(von lat. edictum Anordnung/Bekanntmachung) Ein Edikt ist ein feierlicher, öffentlich bekannt gemachter Erlass oder eine Verordnung einer staatlichen (z. B. Kaiser oder König) oder geistlichen Obrigkeit.
EffektenIm historischen Kontext sind Effekten (franz. effets) Habseligkeiten, der Besitz an beweglichen Gütern, oder was jemand auf einer Reise zum persönlichen Gebrauch mit sich führt (Reiseeffekten).
EheliebsteEhefrau, Ehewirtin
Einjährig FreiwilligeEinjährig-Freiwillige (EF) waren in preußische Wehrpflichtige mit höherem Schulabschluss), die nach freiwilliger Meldung einen Wehrdienst in einem Truppenteil ihrer Wahl als Präsenzdienst ableisteten. Sie konnten so ihre Dienstzeit um zwei Jahre verkürzen und damit einen entscheidenden Vorteil für ihre spätere Karriere erzielen. Nach Abschluss der Grundausbildung konnten sie Offizier der Reserve werden.
ejusdem huiusdesselben Monats
Eleve, Elevinvon franz. élève: Schüler bzw. Schülerin. Zögling
emisit spiritumgab den Geist auf
EngelhäuserKolonie bei Albendorf
EngelmacherinMeist Frauen, die illegale Abteibungen bei ungewollt Schwangeren vornahmen.
eodemeodem anno = in selben Jahr, eodem mense = in selben Monat, eodem die = am selben Tag
Epaulette(frz. épaulette, zu épaule Schulter) Schmückender Schulterbesatz einer Uniform. Ursprünglich waren die Epauletten ein Schulterschutz gegen Säbelhiebe, verhinderten jedoch auch ein Abrutschen der Schulterriemen. Später dienten Epauletten als Rangabzeichen der Offiziere, wurden aber auch Bestandteil der Gala-Uniform mancher höheren Zivilbeamten.
EpilepsieJammer, Fallsucht, Fallübel, fallende Sucht, fallende Krankheit, schwere Not, Veitstanz, St. Valentins-Krankheit, Elend
EpiphaniasFest der Erscheinung des Herrn, kath.: Heilige drei Könige
EstradeEine Estrade (aus dem Französischen für Podium oder Tribüne) bezeichnet einen um mindestens eine Stufe erhöhten Teil des Fußbodens. Typischerweise dient sie dazu, Personen oder Gegenstände (wie Throne, Rednerpulte, Altäre oder Musikinstrumente) optisch hervorzuheben.
EttichSchwindsucht, Asthma
Eulengebirge36 km langer, vorwiegend bewaldeter Gneisrücken vom Tal der Schweidnitzer Weistritz (Bystrzyca) bis zum Durchbruchstal der Glatzer Neiße (Nysa Kłodzka). Das Gebirge ist ein Bindeglied in der Sudetenkette vom Waldenburger zum Glatzer Bergland. Höchste Erhebung im Nordwesten, die Hohen Eule (Wielka Sowa), 1015 m. Haupterhebungen: Sonnenkoppe (Słoneczna), 952 m, Ascherkoppe (Popielak), 856 m, der Hohe Stein (Wysokie Skałki), 815 m, Strohhaube (Chochoł Wielki), 740 m, der "Donjon" der Festung Silberberg (Fort Rogowy), 686 m, und die Hügel von Wartha (Góry Bardzkie). Von der Hohen Eule bis nach Silberberg verläuft der Hauptwanderweg.
EuletalQuertal von Ludwigsdorf ins Eulengebirge
ex cathedraEx cathedra (lateinisch für „vom Lehrstuhl [Petri] aus“) ist ein theologischer Fachbegriff der katholischen Kirche. Er bezeichnet eine unfehlbare, endgültige Lehrentscheidung des Papstes in Glaubens- oder Sittenfragen. Im übertragenen, oft abwertenden Sprachgebrauch meint es das autoritäre, keinen Widerspruch duldende Auftreten einer Person.
ex improvisounvorhergesehen, unvermutet. . Das plötzliche, unvorbereitete Eintreten eines Ereignisses oder das spontane Handeln ohne vorherige Planung.
ExaudiErhöre, 6. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)
Exaudi, DomineErhöre, Herr. 5. Sonntag nach Pfingsten
ExtemporaleVon lat. ex tempore: „aus dem Stegreif“ oder „aus dem Augenblick [heraus]“. Eine Prüfung aus dem Stegreif, also unvorbereitet, ex-temporiert. Aus dem Stegreif bedeutet wörtlich: ohne vom Pferd zu steigen.
Factus est DominusDer Herr ist gemacht, 2. Sonntag nach Pfingsten
FaksimileFaksimĭle (lat. fac simile, mache ähnlich!), eine dem Original vollkommen ähnliche Reproduktion, z. B. alter Manuskripte, der Handschrift berühmter Personen, Miniaturen, Handzeichnungen etc. Ein gutes Faksimile entspricht der Vorlage in Größe, Farbe und Erhaltungszustand.
FaktotumFaktotum (lateinisch fac totum: Mache alles!) ist ein im 17. Jahrhundert aufgekommenes Fremdwort zur Bezeichnung einer Person, die in einem Haushalt, Betrieb oder einer sonstigen Organisation (z. B. Kloster, Schule) eine Vielzahl von Aufgaben wahrnimmt. Eine solche Person wird umgangssprachlich auch zuweilen (unabhängig vom Geschlecht) "Mädchen für alles" genannt.
Als Faktotum kann je nach Kontext und Organisationstyp eine unentbehrliche Hilfskraft in einer gehobenen Vertrauensstellung bezeichnet werden oder ein Mitglied des Hauspersonals, das alle diejenigen Arbeiten übernimmt, für die keine besondere hauswirtschaftliche Qualifikation vorausgesetzt wird.
FallgutGut, welches bei jedem Todesfall des Besitzers dem Gutsherrn wieder anheimfällt, wenn er nicht die Erben aufs neue damit belehnt. Auch: Falllehen, leibfälliges Lehen, Feudum mobile.
Familienname von FrauenBei Familiennamen von Frauen wird die Endung -in oder -en angehängt: z.B. Wagner -> die Wagnerin
Famulusweiblich: Famula. Lat. „Gehilfe“, „Diener“, „Knecht“, Plural famuli, eigentlich Familienangehöriger. Heute oft eine studentische Hilfskraft oder jemand, der eine Praktikum absolviert (z. B. Medizin-, Jura- oder Pharmaziestudenten)
FatschenFatschen, oder Faschen, (von lat. fascia Bündel, Wickelband), oder Wickeln bezeichnet man eine jahrtausendealte Praxis der Säuglingspflege. Dabei wird das Baby fest mit Stoffbinden umwickelt, so dass es sich nicht mehr bewegen kann. Es wird dann als Fatschen- oder Wickelkind bezeichnet.
Ein Fatschenkind, auch Fatschenkindl, Fatsche, Windelpaket, Büschel (Sudetenland), „Spielzeug“ (in Südtirol), ist ein Andachtsbild oder auch ein Gebildvotiv des Jesuskindes, das vor allem in Süddeutschland und Österreich verbreitet war. Die mit Bändern gewickelten („gefatschten“) Bildnisse bestehen zumeist aus Wachs, es sind jedoch auch Fatschenkinder aus Schmiedeeisen oder bemaltem Holz erhalten.
Fäule (Krankheit)Geschwürbildung, Krebsgeschwür, Kaat
Fauteuilvon französisch: fauteuil. Lehnstuhl, Lehnsessel oder Armsessel, ist ein gepolstertes Sitzmöbel mit Armlehnen, das besonders im 17. bzw. 18. Jahrhundert in Mode war.
Fauxpasfranzösisch: le faux pas, aus faux „falsch“ und le pas „der Schritt“. Ein Fehltritt im übertragenen Sinne, also ein unbeabsichtigter Verstoß gegen ungeschriebene Umgangsformen. Im 18. Jahrhundert fand der Begriff Eingang in den gehobenen Sprachgebrauch.
FegemehlAbfallmehl in Backstuben oder Mühlen. Mit dem Besen zusammengefegt.
FeinsliebchenVeraltet: Geliebte, Liebste
FeldscherDer Feldscher (Mehrzahl: Feldschere) ist ein Heilkundiger, der früher Verwundungen von Soldaten chirurgisch versorgte. Ab dem 18. Jahrhundert durchlief er teilweise eine akademische Ausbildung.
Die Ausbildung erfolgte bei halbprofessionellen Laien: dem Bartscherer, Barbier, Bader, dem Hufschmied und, selten, dem sozial geächteten Scharfrichter (der seine anatomischen Kenntnisse z. B. an der Folterbank erlangte). Auch: Feldchirurg oder Wundarzt.
FelleisenEin Felleisen ist ein meist lederner Rucksack, wie er früher von wandernden Handwerksburschen getragen wurde. Möglicherweise hergeleitet von franz. Valise, im Altfranz. Fouillouse für Koffer.
FemeFeme (auch veme von mittelniederdeutsch veime = Strafe) steht für die Gerichtsbarkeit von Femegerichten, einer Form der mittelalterlichen Strafjustiz, und auch für die von diesen verhängten Strafen. Es bedeutete auch „Vereinigung, Bund der zum gleichen Gericht gehörenden Freien“. Zugleich wurde es auch als Bezeichnung für den Landfrieden verwendet.
Im späten Mittelalter entwickelten sich Begriffe mit Bezug auf Strafvollstreckung: Vememeister als Umschreibung für den Nachrichter oder Henker, vemen für verurteilen, strafen, Vemestat für Richtstätte. Weitere Bezeichnungen der Gerichte sind z. B. Femgericht, Femegericht, Vehmgericht, sowie „Freigericht“ oder „Freistuhl“.
FersengeldFersengeld geben (ugs. scherzhaft) für davonlaufen, fliehen. Die genaue Herkunft ist unklar. Die Redewendung wurde schon im Mittelalter als Bezahlung mit der Ferse, d.h. als Zuwendung mit der Ferse statt Begleichung einer Schuld - beim heimlichen Verlassen einer Herberge aufgefasst. Ursprünglich kann Fersengeld auch das Bußgeld eines Flüchtigen gewesen sein. Sie könnte auf den alemannischen Rechtsbrauch des Strafgeldes für Flüchtlinge aus der Schlacht zurückgehen, da man von diesen nur noch die Fersen zu sehen bekam.
Feuer (Krankheit)Entzündung, Pocken, Scharlach
FibelFrüher das erste Lesebuch für Kinder, Anfänger, ein ABCbuch. Auch ein bebildertes Handbuch oder Nachschlagewerk zu einem bestimmten Thema. wurde als Fibel bezeichnet. Fibel von lat. Fibula bezeichnete auch eine metallene, dem Prinzip der Sicherheitsnadel entsprechende Gewandnadel.
FichtigKolonie bei Ludwigsdorf
Fideikommisslateinisch fidei commissum ‚zu treuen [Händen] belassen‘ ist eine Einrichtung des Erb- und Sachenrechts, wonach durch Stiftung das Vermögen einer Familie, meist Grundbesitz, auf ewig geschlossen erhalten werden sollte und immer nur ein Familienmitglied allein, der Fideikommissbesitzer, das Nießbrauchsrecht innehatte.
FidibusEin harzreicher Holzspan oder ein gefalteter Papierstreifen, der als Hilfe zum Feuermachen diente, auch zum Anzünden von Pfeifentabak.
FiliaTochter. filiola = Töchterchen
FiliusSohn (latein.). filiolus = Söhnchen
FinkenhübelKolonie bei Niedersteine
FleckfieberFleckfieber, Kriegspest, Läusefieber, Läusefleckfieber, Lazarettfieber, ungarische Krankheit, Faulfieber. Infektion mit Bakterien, die durch Läuse übertragen wird.
FlickschusterAltbüßer, Altbutzer, Altlapper, Altmacher, Altplacker, Altreis, Altreusz, Altflicker, später auch: Altwarenhändler
FlorianbergBerg bei Habelschwerdt. Um 1646 wurde auf dem Hopfenberg eine Florian(s)kapelle errichtet. Seitdem hieß der Berg Florian(s)berg. Der hl. Florian ist der Patron der Stadt. Der Holzbau wurde von 1724 bis 1725 durch eine neue Kapelle aus Stein ersetzt. Beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänge der Habelschwerdter Stadtbewohner.
FourageAuch Furage oder Fourragierung (frz. fourrage), ist eine veraltete militärische Bezeichnung für Pferdefutter: Hafer, Heu und Stroh; daher furagieren, Pferdefutter bzw. Verpflegung für die Truppe herbeischaffen.
FraisFraisen, Fraiß. Ein historischer, volksmedizinischer Begriff für schwere Krankheiten, die sich durch heftige Anfälle, Krämpfe, Fieber, Tobsucht und Zittern äußerten. Häufige Todesursache in Kirchenbüchern bei Kleinkindern.
Die Ursachen wurden im Volksglauben oft in Angst, Schrecken oder dämonischen Kräften vermutet (abgeleitet von mittelhochdeutsch "vreise" für Not/Angst), während die medizinischen Gründe Infektionskrankheiten, Rachitis oder Mangelernährung waren, die zu Fieberkrämpfen führten. Schutzmaßnahmen waren "Fraisenketten" und "Frais-Briefe", die vor dem bösen Blick oder Dämonen schützen sollten.
frankoMit franko oder franco werden in der Kaufmannssprache Lieferungen bezeichnet, bei denen der Versender die Frachtkosten trägt und dem Empfänger kein Porto beziehungsweise keine Transportkosten in Rechnung gestellt werden
frappantverblüffend, überraschend
FreigärtnerBesitzer einer Kleinbauernstelle mit landwirtschaftlichem Besitz, ohne Dienstpflichten (Robot) bei der Herrschaft
Freirichter / FreyrichterPrivilegierte Klasse von Grundbesitzern, die als Dritter Stand dem Glatzer Landtag angehörten
FriedhofsumgängeÜberdachte Umgänge an der Innenseite der Außenmauern von Friedhöfen. Besonderheit in Altwilmsdorf, Eisersdorf und Rengersdorf. An den Wänden waren Grabsteine, Bilder und Kreuzwegstationen u. ä. angebracht.
FundationEine Stiftung, welche mit Hilfe eines Vermögens einen vom Stifter festgelegten Zweck verfolgt
fürbassaus dem Mittelhochdeutschen vüerbaz für vorwärts, weiter.
GalanteriewarenModische Accessoires. Zu den Galanteriewaren zählen Modeschmuck (Bijouterie) und kleinere modische Gebrauchsgegenstände wie Parfümfläschchen, Riechfläschchen, Puderdosen, auffällige Knöpfe, Armbänder, Schnallen, Tücher, Schals, Bänder, Fächer usw.
GaloschenÜberschuhe, die zum Schutz der eigentlichen Schuhe bei Bedarf (z. B. Schneematsch) über diese gestreift werden. Sie bestehen meist aus Gummi. Filzüberschuhe, auch Schloss- oder Museumspantoffeln genannt, sind weite Pantoffeln, die bei Schlossbesichtigungen und ähnlichem zum Schutz der Fußböden über den Straßenschuhen getragen werden.
GaneffAus dem Rotwelschen: Ausdruck für einen Dieb, Betrüger oder Gauner. Das Wort entstammt dem Jiddischen ganef = „Dieb“ und dasselbe Wort ergibt aus seiner Pluralform ganovim das deutsche Wort „Ganove“.
Gang nach CanossaDie Redewendung bedeutet, dass jemand einen demütigenden, schweren Weg auf sich nehmen muss, um öffentlich Reue zu zeigen, einen Fehler einzugestehen oder um Verzeihung zu bitten.
Damit wird auf den Bußgang von Heinrich IV. auf die Burg Canossa im italienischen Apenningebirge im Jahre 1077 Bezug genommen. Im Machtstreit zwischen Kaiser und Papst hatte sich die Situation so zugespitzt, dass im Jahr 1076 Reichstag und Synode in Worms Papst Gregor VII. für abgesetzt erklärten. Gregor verhängte daraufhin über König Heinrich IV. den Kirchenbann. Um von diesem Bann freigesprochen zu werden, wovon die Fürsten es abhängig machten, ob Heinrich den Thron behalten könne, pilgerte der König als Büßer unter schwierigsten Bedingungen nach Italien. Drei Tage ließ der Papst den König, der ohne königlichen Schmuck, barfuß und mit einem wollenen Hemd bekleidet war, vor dem Tor warten. Dann erst empfing er ihn und löste den Bann unter der Bedingung, dass Heinrich im Streit mit den deutschen Fürsten die Entscheidung des Papstes anerkenne.
GärtnerBesitzer einer Kleinbauernstelle mit landwirtschaftlichem Besitz, meist hatten sie noch eine andere Tätigkeit (z.B. Handwerk).
Es gab auch Robot- und Dreschgärtner, die zum Dienst bei ihrem Grundherrn verpflichtet waren.
GauklerSchausteller und andere Unterhaltungskünstler. Meist fanden die Vorstellungen auf offener Straße, auf Märkten oder Festen statt. Öfter fahrendes Volk. Besonders Magier, oder Zauberkünstler wurden als Gaukler bezeichnet, weil sie dem Volk etwas vorgaukelten.
GautschenGautschen ist ein bis ins 16. Jahrhundert rückverfolgbarer Buchdruckerbrauch, bei dem ein Lehrling nach bestandener Abschlussprüfung im Rahmen einer Freisprechungszeremonie in einer Bütte untergetaucht und/oder auf einen nassen Schwamm gesetzt wird. Dieser Brauch wird auch heute noch fortgeführt.
In seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet der Begriff „Gautschen“ den ersten Entwässerungsschritt nach dem Schöpfen des Papiers, das Ablegen des frisch geschöpften Papierbogens vom Sieb auf eine Filzunterlage.
GazetteZeitung, Tageblatt, Journal
GelbgießerHandwerker, der spezialisiert ist auf den Messingguss kleinerer Gegenstände
GelöbnistageDanktag von vielen Ortschaften für zurückliegende Ereignisse wie z. B. Bewahrung vor der Pest, Hochwasser, Feuer, usw. Gelöbnisprozessionen gingen unter anderem nach Albendorf, Neundorf, Freiwalde oder Wartha, sowie Glatz (zur Mariensäule auf dem Ring). Habelschwerdt hatte eine Floriangelöbnisprozession.
Gemmariusvon lat. gemma „Edelstein, Juwel“, Juwelier
GerechtsameDie Gerechtsame ist eine veraltete Bezeichnung für eine Berechtigung, ein Nutzungsrecht, Privileg oder Vorrecht an etwas.
GerichtsgeschworenerSchöffe, Mitglied des Orts-/Dorfgerichtes
Gerinn (Krankheit)Steinschmerzen, Gries
GeschwulstGeschwür, Blärr, Blarre, Eiß, Kaule, Knoten
GichtSt. Andreas-Krankheit, Rheuma, Podagra, Zipperlein, Schlagfluss, Fluss
Gichter (Krankheit)Krämpfe, Pestanfall
GläserbergÖstlich von Mittelwalde, 795m
Glatzer KinderprozessionIm Jahr 1750 brach erneut die Pest aus. Glatzer Kinder veranstalteten Lichterprozessionen durch die Stadt mit dem Bild des Heiligen Franz, um das drohende Unheil abzuwenden.
GliederkälteGelenkrheumatismus
GoldeimerGoldeimer ist eine umgangssprachliche Bezeichnung großvolumiger Eimer oder Fässer, die man zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Fäkaliensammlung unter Plumpstoiletten schob und die durch meist ungelernte Kräfte in einem festgelegten Turnus gegen leere Behältnisse ausgetauscht wurden.
GosseUrsprünglich die gemauerte, gemuldete Abwasserrinne in der Straßenmitte von mittelalterlichen Städten. Durch sie wurden alle Formen von Abwasser aus der Stadt herausgespült. Diese Abwässer verursachten Geruchsbelästigungen. Mit dem Aufkommen von unterirdischen Kanalisationen (Anfang des 20. Jahrhunderts) wurden die Gossen entfernt. Umgangssprachlich ist die Gosse der Ort in welchem Verwahrlosung und Kriminalität vorherrschen. Jemand ist in der Gosse zuhause oder kommt aus der Gosse.
GottesgnadentumDas Gottesgnadentum ist eine Begründung für monarchische Herrschaftsansprüche. Der Begriff entwickelte sich aus dem lateinischen Titelzusatz "Dei gratia" (von Gottes Gnaden).
gottseligfromm, gottesfürchtig
Grafschafter BoteIm Herbst 1949 vom Schulrat und Alois Bartsch und dem Geistlichen Rat Georg Goebel gegründetes Mitteilungs- und Informationsblatt für die vertriebenen Grafschafter und ihre Nachkommen. Darin werden aktuelle, historische und persönliche Nachrichten und Aufsätze veröffentlicht. Erscheint in Lüdenscheid.
Graue Eminenz(französisch: éminence grise) eine einflussreiche Person, die nach außen nicht oder kaum in Erscheinung tritt und im Hintergrund die Fäden zieht
Graupen(vermutlich aus dem slawischen krupa für Graupe, Grütze, Hagelkorn) Nährmittel aus geschälten, polierten Gersten- oder Weizenkörnern von runder, halb- oder länglich-runder Form. Besonders grobe Graupen werden auch als Kälberzähne bezeichnet.
GriffelEin Griffel (griech.: grapheion, Schreibgerät) ist ein Stift zur Beschriftung einer Schiefer- oder Wachstafel.
GroawebieternDie Grab-Bitterin war meist eine ältere Frau, die mit einem Spruch oder einer gedruckten Todesanzeige von Haus zu Haus ging und die Nachbarn und Freunde des Verstorbenen zum Begräbnis einlud.
Gros12 Dutzend = 144 Stück von z. B. Eiern. Dagegen bedeutet "en gros" (französisch für „im Großen“ oder „in großen Mengen“) eine unbestimmte große Stückzahl einer Ware, als Gesamtpaket oder im Großen und Ganzen zu betrachten, ohne auf Details einzugehen.
Hagioskopvon gr. hagios=heilig und skopein= sehen, betrachten. Auch Lepraspalte, Pönitenzfenster oder Pestfenster genannt. Kleiner Mauerdurchbruch in einer Kirche. Durch dieses kleine Guckfenster konnten z. B. Leprakranke dem Gottesdienst bewohnen, ohne andere Gemeindemitglieder anzustecken. Durch die Öffnung konnte ihnen auch die geweihte Hostie hinausgereicht werden. Nach dem Ende der großen Lepra-Epidemien am Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Hagioskope meist zugemauert.
Härte (Krankheit)Anschwellung, Geschwulst
Hauptfluß (Krankheit)Nasenkatarrh, Stirnhöhleneiterung
HausgenoßOhne Grundbesitz
HäuslerHausbesitzer mit wenig Grund, meist nur mit einem Gemüsegarten (auch Chalupner, Kalupner genannt)
HautausschlagRäudigkeit, Raude, Aussatz, Krätze, Wassergalle
HenkerScharfrichter, Abpeitscher, Abkürzer, Angstmann. Seit dem Mittelalter bezahlter berufsmäßiger Vollstrecker der Todesstrafe und anderer Gerichtsstrafen, sowie von Folterungen zur Erlangung von Geständnissen.
Herznot (Krankheit)Herzkrampf
heuntiggegenwärtig, heutzutage
Hortulanusvon lat. hortus „Garten“, Gärtner
Husten, blauerKeuchhusten, Pertussis, Stickhusten
impedimentum consanguinitatisEhehindernis der Blutsverwandtschaft.
impudica, praegnansunehrenhaft, schwanger. Eheschließung, wenn die Braut bereits schwanger war.
in ecclesia parochialiin der Pfarrkirche
In excelsioIn der Höhe, 1. Sonntag nach Epiphanias
in facie ecclesiaim Angesicht der Kirche
In nomine JesuIm Namen Jesu, Sonntag zwischen Neujahr und Epiphanias
in periculo mortisob mortis periculum, bei/wegen Lebensgefahr (bei einer Nottaufe)
in praesentein Gegenwart von, in praesentibus (Plural)
In voluntate tuaDurch Deinen Willen. 21. Sonntag nach Pfingsten
Inclina, DomineNeige, Herr. 15. Sonntag nach Pfingsten
Infirmariusvon lat. infirmus „krank, schwach“, Krankenmeister, Spitalmeister
InfluenzaGrippe, Pips, Zips, Bürzel, Flußfieber, Kehlfluß, Kopfwüstigkeit, Krips, Tannwäschel
InwohnerMieter in einer Wohnung oder in einem Haus
iuramentum caelibatuslat.: "Ehelosigkeits-Eid"
Iustus es, DomineDu bist gerecht, Herr. 17. Sonntag nach Pfingsten
iuvenculi conj.iuvenculi conjuges = versprochener Ehemann (Aufgebot erfolgt)
JubilateJubelt, 3. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)
judex, iudexvon lat. ius und dico „Recht sprechen“, Richter
KaplanSacellanus, Capellan, Kaplan, Hilfspriester, capellanus
KaschemmeAus dem Rotwelchen übernommene Bezeichnung für ein Wirtshaus, heutzutage wird es als eines mit einem verrufenen Charakter verstanden (Spelunke). Die Herkunft des Wortes leitet sich aus der slawischen Sprachgruppe ab, z. B. von polnisch karczma und sorbisch korčma. Etymologisch ist es identisch mit dem in der Grafschaft Glatz gebräuchlichen Kretscham.
KinderpockenBarpel, Berpel
KirchspielDer geografische Einzugsbereich einer Kirchengemeinde. Pfarrsprengel, Kirchsprengel
KirchvaterKirchenältester
KolikBauchschmerzen, Bauchgrimmen, Leibschmerz, Kneif, Koolke
Kolonist /ColonistSiedler, der in einer Kolonie wohnt, hat auch ggf. seinen Grund urbar gemacht hat
Kontorauch Contor, Comtoir oder Comptoir ( (von französisch comptoir „Zahltisch“). Bezeichnung für Büro sowie die Zweigstellen von Banken.
KopfschmerzHauptnagel, Hirnfluß = neuralgischer Kopfschmerz
Krankheit (allg.)Leid, Letze
KrebsWurm, Busse, faules Fleisch, Gefreisch. Knochenkrebs: Knochenfraß, Gallfluß, Kancer, Geschwür, schlechte Krankheit, Noli me tangere = Rühr mich nicht an
KretschamGastwirtschaft, Dorfgasthaus, manchmal auch Sitz des Ortsgerichtes (Gerichtskretscham)
Kretschmer Gastwirt / Schänker / Schenker
KropfBalbina, Kruphals, Struma, Kelch
LähmungGliederkrampf, Erstörung der Glieder
legit(imus), legit(ima)ehelich
LeibzüchterHistorischer Begriff für einen Nutznießer auf Lebenszeit von z. B. Naturalien, Wohnraum oder Geldleistungen. Meist handelte es sich um eine Person, die sich auf ihr Altenteil zurückzog, aber weiterhin vom Nachfolger bzw. neuen Eigentümer des Bauernhofes versorgt wurde, in einem Nebengebäude wohnte und Gegenstände mitbenutzen durfte. Die Vereinbarung über die Bedingungen wurde oft schriftlich festgelegt.
LevansDer erste Taufpate, der das Kind bei der Taufe hebt (lat. levare = erheben, aufrichten; trösten)
liber babtizatorumTaufbuch
liber sepultorumBegräbnisbuch
LungenkatarrhLungen, erfrorene, kalte
MagenkatarrhMagen, hitziger, kalter
maritus, maritaGatte, Gattin
MasernKinderblattern, Kinderflecken, rote Flecken
Mechanische GeburtDie Albendorfer "Mechanische Geburt", eine Krippenlandschaft, wurde von Longinus Wittig (1824 - 1895) erschaffen. Sie war 2,30m breit und 1,50m hoch. In der Mitte befand sich der Stall mit dem heiligen Paar, versunken in den Anblick des Kindes, das von zwei Engeln gewiegt wurde. Hunderte von Figuren belebten die Landschaft und die Stadt Bethlehem, darunter Hirten, Musikanten, Könige, Elefanten, Kamele, aber auch viele heimische Elemente. Viele davon wurden mechanisch bewegt. Dazu wurde ein schweres Gewicht mit einer Kurbel nach oben gezogen und setzte dann die mit Bändern und Schnüren verbundenen Figuren in Bewegung. Es war ein beliebter Anlaufpunkt während der Wallfahrt.
mense currenteim laufenden Monat
MercatorKaufmann, Händler
Miserere mihiErbarme Dich meiner. 16. Sonntag nach Pfingsten
Misericordia DominiBarmherzigkeit des Herrn, 2. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)
mixta religioEhe mit Andersgläubigen
Mohkucha, MohbabeMohnkuchen
MüllerMolitor, Molinarius
MutterkornvergiftungKriebelkrankheit, Krampfsucht
Die Mutterkornvergiftung (Ergotismus) ist eine seltene, durch den Pilz Claviceps purpurea verursachte Intoxikation, die hauptsächlich über befallenes Getreide (Roggen) durch Mutterkornalkaloide ausgelöst wird. Sie führt zu schweren Krämpfen, Durchblutungsstörungen, Gangrän (Absterben von Gliedmaßen) und Halluzinationen, historisch bekannt als „Antoniusfeuer“
Mutuo eorum habito consensunach Erklärung des beiderseitigen Ehewillens
natusgeboren. renatus = wiedergeboren, getauft (daher stammt der Vorname Renate, ein getauftes Mädchen), denatus = gestorben
Neujahrcircumcisio Domini = Beschneidung des Herrn (Kirchenjahr)
Neustückner / NeustückerKolonist/Siedler, der ein neues Stück Land gerodet und bebaut hat
ObstetrixHebamme, Geburtshelferin
obtenta dispensationenach erlangtem Dispens. Erforderliche Erlaubnis bei Eheschließungen, bei denen die Ehepartner eng miteinander verwandt waren.
Omnes gentesAlle Völker. 7. Sonntag nach Pfingsten
Omnia quae fecistiAlles, was du getan hast. 20. Sonntag nach Pfingsten
Omnis terraDie ganze Welt, 2. Sonntag nach Epiphanias
OstersonntagPascha oder Dominica Resurrectionis / Tag der Auferstehung des Herrn (ein Sonntag im Kirchenjahr)
p. m.piae memoriae = frommen Angedenkens (für eine verstorbene Person)
p. t.pro tempore = zeitweilig
PalmarumPalmsonntag, 1. Sonntag vor Ostern. Domine ne longe / Herr, nicht lange
PascherSchmuggler, Verb: paschen
PassionssonntagJudica / Richte (ein Sonntag im Kirchenjahr)
PateneLiturgisches Gefäß in Form einer flachen Schale, das bei der Feier der Eucharistie verwendet wird (Hostienschale).
PentecostePfingsten, lat. Dominica Pentecostes. Christliches Fest. Aussendung des Heiligen Geistes oder auch Ausgießung des Heiligen Geistes. Der Pfingstsonntag ist der 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, und kann zwischen dem 10. Mai (frühester Termin) und dem 13. Juni (spätester Termin) liegen.
per pedes apostolorumAus der Umgangssprache der Studenten des 18. Jahrhunderts. Latein. für "zu Fuß wie die Apostel", gleichbedeutend mit "auf Schusters Rappen". Es ist eine Anspielung auf die Apostel Jesu, die zu Fuß reisten. Apostelpferde ist eine scherzhafte Bezeichnung für Füße. Dieser Begriff ist noch älter und führte zu Redewendungen wie "die Apostelpferde anspannen" oder "auf dem Apostelpferd reiten".
PestSchwarzer Tod, Würgeengel, Beulenpest, Hünsch, Kog(e), Seuche, Kontagion
PetschirstecherEin Beruf - man fertigte Petschaften/Siegelstempel um z. B. Briefe zu siegeln
PfarrerParochus, rector ecclesiae
PlagePest, Syphilis, Wechselfieber
postmodum ligitimatusbald darauf legitimiert
Protector nosterUnser Beschützer. 14. Sonntag nach Pfingsten
PyxisPlural: Pyxiden. Kleines liturgisches Gefäß, meist kostbar verziert, in dem konsekrierte Hostien im Tabernakel aufbewahrt werden. In ihnen werden auch durch den Priester oder Kommunionhelfer die Hostie für die Krankenkommunion und die Sterbekommunion (Viaticum) transportiert.
QuinquagesimaEsto mihi / Sei mir (ein Sonntag im Kirchenjahr)
R. D.Reverendi Domini = Hochwürdiger Herr
Respice in meSieh auf mich, 3. Sonntag nach Pfingsten
Respice, DomineSieh, Herr. 13. Sonntag nach Pfingsten
ResurrectioOstern, latein. für Auferstehung
RogateBetet, 5. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)
RuhrBlutfluß, Blutlauf, Blutgang, Durchlauf, flechtende Krankheit, Ruhrepidemie = Landlauf
Salus populiDas Heil des Volkes. 19. Sonntag nach Pfingsten
SalzversilbererEin kaiserlicher Beamter, der den Salzhandel verwaltete, ferner verstand man darunter auch einen im Salzhandel tätigen Einzelhändler
Schenker, Schänker, SchankwirtEin Gastwirt, der für das Ausschenken von Getränken, insbesondere Wein oder Bier, zuständig war.
ScherfleinDie Redewendung "Sein Scherflein zu etwas beitragen" geht auf Luthers Bibelübersetzung zurück. Damit gemeint ist die Leistung eines kleinen, aber anerkennenswerten Beitrags gemeint. Ein Scherf war eine kleine, vom Mittelalter bis ins 18. Jhd. z. B. in Erfurt gebräuchliche Münze im Wert von ca. 1/2 Pfennig.
Schlickermilchin anderen Gegenden auch Schlottermilch. Die Milch wird, nachdem der Rahm abgeschöpft wurde, ohne die Zugabe von Hilfsmitteln sauer und eingedickt. Oft als Mahlzeit für Kinder und das Gesinde.
Schock5 Dutzend = 60 Stück von z. B. Eiern
Schol(t)ze / Gerichtsschol(t)zeOrtsvorsteher
SchüttelfrostFieber, Beutelmann, Wechselfieber, Kalte, Kaltweh, Kartanie
Schwindel (Krankheit)Trumsel
SeptuagesimaCircumdederunt / sie haben umgeben (ein Sonntag im Kirchenjahr)
sepultus estist begraben worden
SexagesimaEx surge / Erhebe Dich (ein Sonntag im Kirchenjahr)
Si iniquitatesWenn Sünden. 22. Sonntag nach Pfingsten. Aus dem bekannten Psalm 130 (De profundis), Vers 3 (in der Vulgata Psalm 129, 3): "Si iniquitates observaveris, Domine, Domine, quis sustinebit?" Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten, / Herr, wer könnte bestehen?
Silberschmiedlat.: argentifaber
SkorbutSkorbut ist eine schwere Mangelerkrankung, die durch langfristigen Vitamin-C-Mangel (Ascorbinsäure) entsteht. Sie führt zu gestörter Kollagenbildung, was sich durch Zahnfleischbluten, Zahnverlust, Müdigkeit, Hautblutungen und schlechte Wundheilung äußert. Die Krankheit tritt meist nach 2–4 Monaten ohne frische Vitamin-C-Zufuhr auf und ist durch eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse gut heilbar. Mundfäule, Scharbock
SonnenstichSonnenschuß, Hauptschuß
Sonntag, weißer1. Sonntag nach Ostern, im allgemeinen der Tag, an dem die katholischen Kinder im Alter von 9 Jahren zur Erstkommunion gehen. Quasi modo geniti / Wie Kinder (ein Sonntag im Kirchenjahr)
SpeilhoblerHandwerker, der aus Holz Wurstspeile herstellte, die man zum Verschließen des Wurstzipfels benötigte. Eine verbreitete Heimarbeit, bei der oft die ganze Familie einbezogen wurde..
sponsa(lat.), Braut, Gattin
sponsus(lat.), Bräutigam, Gatte
St.-Antoni-RachePestbeule, Rotlauf, böse Flecken
StellenbesitzerHat Grundbesitz, kann Bauer, Gärtner oder Häusler sein
StottererStammler, Balbus
StückmannEin Bauer, dessen Grundbesitz in einzelnen Stücken im Ort verstreut ist (kein zusammenhängender Besitz), insbesondere im Raum Habelschwerdt zu finden.
subito mortuus estplötzlich verstorben (ohne priesterlichen Beistand)
SummersunntichSommersingen am vierten Fasten- und Passionssonntag im Frühjahr, auch Sonntag Laetare genannt
SuscepimusWir erdulden. 8. Sonntag nach Pfingsten
SyphilisFranzosenkrankheit. Infektionskrankheit, die meist nach dem Durchzug von Soldaten in einem Ort auftrat.
Tabakspinnerauch Tobackspinner (Beruf). Die Tabakblätter werden zu einem langen Strang zusammengedreht und für den Verkauf zu einer Rolle aufgewickelt.
Taufpaten(lat.:) levantes, patrinus=Pate, matrinus=Patin
TaverneGasthaus, Weinschenke, auch: Taberne
TobsuchtWutanfall, Zornkrankheit
Toopstrickerauch Topfstricker genannt. In der Gegend um Altweistritz war das "Kittmannla" bekannt. Ein Männchen mit langem Bart. Zerschlagene Bunzeltöpfe umstrickte man mit einem Drahtgeflecht, wobei ein haltbarer Kitt verwendet wurde. Der Gewerbetreibende dieser Art war der "Toopstricker".
Tormentjede zum Tode führende Kinderkrankheit
tribus proclamationibusnach dreimaliger Aufbietung/Verkündigung
TuberkuloseSchwindsucht, Auszehrung, Dörrsucht, Dürre, zehrendes Fieber, Abmagerung
TyphusBrand, Faulfieber, hitziges Fieber, Gallenfieber, hitzige Krankheit, Schleimfieber, Blutstuhl
UxorEhefrau, Gattin (latein.)
VasIm Kirchenbuch: Bürge, Gewährsmann (weitere latein. Bedeutungen: Gefäß, Behälter, Geschirr, Werkzeug)
verstorben(lat.:) defunctus /defuncta est, obiit, mortuus /mortua est
Viatikumlat.: Reise- bzw. Zehrgeld, Wegzehrung
1) Dem Sterbenden gereichte letzte Kommunion
2) Reisegeld für einen Soldaten oder fahrenden Handwerker
vilicusGärtner, Verwalter
virgoJungfrau, junge Frau
VorwerkerWohnte am Außenwerk einer Festung, oder auf einem abseits liegenden Hof oder Bauerngut
WeihnachtenChristfest, 25. Dezember, Navitas Domini = Geburt des Herrn
weilandPerson lebt nicht mehr, bereits verstorben (Abkürzung weil. oder weyl.)
WinzerVinitor, von lat. vīnum „Wein“
Wittib / WittiberWitwe / Witwer (Abkürzung Wwe., Wwr.). Lat.: viduus, vidua
WüstungOrt einer verlassenen Siedlung oder Wirtschaftsfläche. Manche Ortschaften wurden nach der Zerstörung in Kriegszeiten oder Entvölkerung durch Krankheiten (Pest) nicht wieder aufgebaut.
XbrisDecembris - Monat Dezember
ZungenlähmungZeichen für leichten Schlaganfall