LähmungGliederkrampf, Erstörung der Glieder
LandauerViersitzige, vierrädrige und an beiden Achsen gefederte Kutsche mit zwei vis-à-vis und parallel angeordneten Sitzbänken. Das Verdeck ist meist in der Mitte geteilt und klappbar, gelegentlich auch einteilig.
Landeckmundartl.: Landecke
LandpartieMeist eintägige Reise, Fahrt, Wanderung oder einen Spaziergang, oft mit einem Picknick verbunden.
LebzeltLebkuchen, Honigkuchen, Pfefferkuchen. Beruf: Lebzelter, Lebküchler, Lebküchner, Pfefferküchler, Pfefferküchner, Lebkuchenbäcker, lat.: lebetharius, dulciarius
legit(imus), legit(ima)ehelich
LehrlingAuszubildende(r), Stift, Lehrbub, Lehrjunge, Eleve weibl.: Lehrmädchen, Lehrmädel, Lehrtochter, Elevin
LeibeigeneDie Leibeigenschaft oder Eigenbehörigkeit bezeichnet eine vom Mittelalter bis in die Neuzeit verbreitete persönliche Verfügungsbefugnis eines Leibherrn über einen Leibeigenen. Leibeigene dienten einem Leibherrn, bewirtschafteten dessen Land und Gut und durften nicht vom Gutshof des Leibherrn wegziehen. Sie durften nur mit Genehmigung des Leibherrn heiraten und unterlagen seiner Gerichtsbarkeit. Andererseits hatten die Leibherren eine Fürsorgepflicht für ihre Leibeigenen.[
LeibzüchterHistorischer Begriff für einen Nutznießer auf Lebenszeit von z. B. Naturalien, Wohnraum oder Geldleistungen. Meist handelte es sich um eine Person, die sich auf ihr Altenteil zurückzog, aber weiterhin vom Nachfolger bzw. neuen Eigentümer des Bauernhofes versorgt wurde, in einem Nebengebäude wohnte und Gegenstände mitbenutzen durfte. Die Vereinbarung über die Bedingungen wurde oft schriftlich festgelegt.
LeichenbretterBretter, auf denen ein Toter gelegen hatte, wurden nicht mehr zu profanen Zwecken verwendet. Man legte sie entlang eines Weges oder nutzte sie als Brücke über einen Graben. Manchmal versah man sie mit einer Inschrift und einem Kreuz und stellte sie auf, um Vorübergehende zu einem Gebet für die Toten zu bitten.
LeuchtgasStadtgas oder Leuchtgas bezeichnet ein ab der Mitte des 19. Jahrhunderts weithin übliches Brenngas, das durch Kohlevergasung hergestellt wurde. Es diente zur Beleuchtung von Straßen und Wohnungen und dort auch zum Betreiben von Gasherden und Gasdurchlauferhitzern. Das Einatmen führt zu einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung Es kam daher zu zahlreichen Todesfällen, unter anderem durch suizidalen Missbrauch (Aufdrehen des Gashahns).
LevansDer erste Taufpate, der das Kind bei der Taufe hebt (lat. levare = erheben, aufrichten; trösten)
LevitenIn der katholischen Kirche heißen Leviten die Kleriker, welche die den Gottesdienst verrichtenden Priester am Altar bedienen müssen. Ihre Bekleidung, das Levitenkleid, ist die sogennannte Dalmatika oder Tunicella.
Im Mittelalter wurde das 26. Kapitel des 3. Buchs Moses, das auch Levitikus genannt wird, häufig als Grundlage für christliche Strafpredigten eingesetzt; aus dieser Zeit stammt auch die Redewendung: Jemandem die Leviten lesen.
Lewinmundartl.: der Leewien
liber babtizatorumTaufbuch
liber sepultorumBegräbnisbuch
LichtspielhausAufführungsbetrieb für Filme. Kino, Lichtspieltheater, Filmtheater, umgangsspr.: Kintopp
LiebestöterUnterhose mit langem Bein
LohntüteArbeitnehmer wurden per Barzahlung am Zahltag entlohnt. Das Arbeitsentgelt wurde am Ende des Monats, wöchentlich oder zweiwöchentlich aus Sicherheitsgründen in eine Tüte aus Papier verpackt, worauf oft die genaue Lohnabrechnung (Lohnzettel) mit Bruttolohn, Abzügen und Nettolohn abgedruckt war.
LungenkatarrhLungen, erfrorene, kalte
LyzeumEin Lyzeum/Lyceum/Oberlyzeum war eine Höhere Schule in dem ausschließlich Mädchen zugelassen waren.