Grafschafter Wiki

Infos zum Grafschafter Wiki

In der Familienforschung stößt man immer wieder auf unbekannte Begriffe, die in Kirchenbüchern, Personenstandsdaten, Urkunden und anderen Unterlagen verwendet werden.
Mit dem Grafschafter Wiki entsteht nun ein “Werkzeug”, das Ihnen schnell Informationen zu eben diesen Begriffen verschaffen soll.
Dieses “neue Werkzeug” lebt und wächst mit unbekannten Begriffen, die Ihnen auffallen. Sie helfen uns, dieses Wiki weiter auszubauen, indem Sie unbekannte Begriffe und vielleicht auch eine mögliche Beschreibung dazu einfügen.
Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

Nutzungshilfe

Zunächst erscheinen die zuletzt eingegebenen Begriff mit Erläuterungen.
Das gesamte Wiki ist durchsuchbar. Dazu geben Sie in das Suchfeld eine Zeichenfolge ein. Sie wollen nach dem Begriff “Bauer” suchen und sind sich hinsichtlich der genutzten Schreibweise nicht sicher: sie geben also nur einen Teil der Zeichenfolge ein, bspw. aue in das Suchfeld ein und starten die Suche.
Als Ergebnis erhalten Sie in einer Übersicht alle Ergebnisse, die die Zeichenfolge aue – gelb hinterlegt – enthalten.

Nutzungshilfe “Einfügen eines neuen Begriffs”

Klicken Sie bitte auf den Link “Übermittle einen Begriff”.
Danach geben Sie den Begriff (Pflichtfeld) und die Beschreibung (optional) ein. In das dritte Feld von oben bitte Ihren Namen eingeben, der nicht veröffentlicht wird. Nachdem Sie ein Häkchen im reCAPTCHA-Feld gesetzt haben, können sie das Ganze absenden.
Nach einem internen Check erfolgt die Freigabe des Eintrags.

Es gibt 125 Begriffe in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben A beginnen.
A

a mensa et toro
lat.: von Tisch und Bett. Eine rechtliche Trennung von Eheleuten, bei der die Partner getrennt leben, die Ehe aber nicht vollständig aufgelöst wird.

a. u. s.
actum ut supra: geschehen wie oben verhandelt bzw. beschrieben

aasen
Verschwenderisch mit etwas umgehen, schlecht wirtschaften (mit Geld, Lebensmitteln, Material, etc.).

ab intestato
lat.: ohne Testament. Wenn jemand ohne Testament verstirbt, kommt die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung.

abacistus
Rechenmeister, jemand, der mit dem Abakus rechnen konnte.

abbatissa
Äbtissin

Abbauer
Pächter mit kleinem Eigenbesitz, Neusiedler, zweiter Sohn, der vom Hofe abbaut

Abbitte
Die Bitte um Vergebung eines begangenen Fehlers oder Unrechts. Abbitte leisten. Sich entschuldigen.

Abdecker
Abstreifer, Schinder, Wasenmeister, Nachrichter. Personen, die verendetes Vieh wegschaffen, abhäuten und einscharren mussten. Der Arbeitsplatz der Abdecker, meist auch ihre Wohnstelle, war die Abdeckerei oder Wasenmeisterei. Die Tierkörperverwertung lieferte Produkte wie Fette (zur Herstellung von Lampentalg und Seife), Leim, Knochen und Knochenmehl, Felle, Tierhäute zur Herstellung von Leder und Viehfutter.

Abdikation
Die Abdikation (latein. abdicare: verzichten, zurücktreten, abdanken), auch Abdankung oder Renunziation genannt, ist der förmliche Verzicht auf ein öffentliches Amt durch den Inhaber, insbesondere der Thronverzicht eines Monarchen.

Abendland
Der Begriff "Abendland" ergab sich aus der früheren Vorstellung von Europa als dem westlichsten, und damit der untergehenden Abendsonne am nächsten gelegenen Erdteil. Die Länder in der Richtung der Morgensonne, bzw. aufgehenden Sonne, wurden als Orient bezeichnet (von latein. oriens für aufgehend).

Abentürer
Händler mit Luxuswaren, Juwelenhändler

Aberrede
Gegenrede. Rede und Aberrede, also eine Verhandlung im Dialog.

Abervater
Großvater (~ noch einmal Vater). Aberurahnherr = Ururgroßvater

aberwitzig
absurd, nicht bei Sinnen, unverständig, geisteskrank

Abheimischkeit
Abwesenheit von der Heimat

abhold
Veraltete für abgeneigt, wenig begeistert, lustlos, ungern, unwillig, oder widerstrebend. Das Gegenteil ist hold, jemandem hold sein, jemandem zugetan sein, ihn/sie mögen, gern haben.

abietarius
Tischler, Schreiner

Abkiesung
Rücktritt vom Amt

Ablaßkrämer
Ablasshändler. Verkauf der Vergebung von Sünden gegen Geld. Ein vollkommener Ablass ist ein Erlass sämtlicher Sündenstrafen, was im Fall des Todes unmittelbar in den Himmel führt. Ein unvollkommener Ablass ist ein teilweiser Erlass der Sündenstrafen, die Zeit in der Hölle wird also verringert.

Abnahmemann
Abschiedsmann; Altenteiler; Altsitzer; Bauer im Ausgedinge, nach Übergabe des Anwesens an seinen Sohn; Nutznießer des Altenteils

Abort
Abtritt, Kommodität, Klosett, WC

Abrahamitenorden
Ein am 30.09.1861 von Grafschafter Pfarrern im Alter von über 50 Jahren gegründeter Geselligkeitsverein. Die letzte Sitzung fand am 15.02.1945 statt. Die Protokolle der Sitzungen wurden in einem dicken Buch gesammelt. Ein neuer Kandidat musste sich vor der Aufnahme einer theologischen Prüfung unterziehen. Anschließend erhielt er bei einem guten Mittagessen einen Stab, ein Ordensband und ein Bild Abrahams vom zuletzt aufgenommenen Mitglied überreicht. Der Vorläufer dieses "Ordens" war der "Maarsog-Orden" (Mär-Sack, von maaren = flunkern).

Absceß
Eiterbeule, Kotz

acatholicus
acatholisch, nicht katholisch

accensio cerei
lat.: „Entzündung der Kerze“. Feierlicher Ritus der römisch-katholischen Kirche, bei dem eine große Kerze entzündet wird. Der Begriff wird fast ausschließlich für die Osterkerze verwendet.

Accise
Akzise, Accise (französisch) oder Accis (lateinisch). Indirekte Steuer, in der Regel eine Verbrauchssteuer beziehungsweise ein Binnenzoll. Akzisen wurden auf Grundnahrungsmittel (z. B. Roggen, Weizen, Hopfen oder anderes Getreide beziehungsweise Mehl), auf Lebensmittel (Zucker, Salz, Fett, Fleisch), Genussmittel (Tabak, Kaffee, Tee, Bier, Sekt), auf Vieh o. ä. erhoben.

accisor
Steuereinnehmer

aceti coctor
Essigsieder

Achillesfelsen
Aussichtspunkt. 580m bei Bad Landeck, Kreis Habelschwerdt, auf dem Weg nach dem Schollenstein.

Acht Seligkeiten
Kolonie in der Nähe von Pohldorf aus einzelnen, hintereinander stehenden Häusern bestehend.

Achthäuser
Kolonie am Kammweg zum Königswalder Spitzberg (755m), Kreis Neurode.

Achtmann
Achtsmann" 1) gerichtlicher Taxator, 2) Wahlherr

Ackerbau in der Grafschaft Glatz
Etwas die Hälfte der Fläche der Grafschaft Glatz waren Ackerflächen und ca. ein Drittel Waldgebiet. Die Böden in den Flusstälern sind fruchtbar, die Sandböden sind unfruchtbar. Im Gebirge gibt es teilweise ebenfalls gute Böden. In den Tälern wurde angebaut: Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Zuckerrüben, Kartoffeln, Ölfrüchte. Über 450m Höhe wurde angebaut: Roggen, Kartoffeln, Hafer, Lein. Im Gebirge (Grundwald, Erlitztal, Klein-Karlsberg) kam es öfter vor, dass der Hafer im Schnee geerntet werden und im Backofen getrocknet werden musste. (Quelle: Aloys Bernatzky, Lexikon der Grafschaft Glatz, Glatzer Heimatbücher, Band 8)

ad acta
lateinische Phrase aus der Amtsprache, etwas "zu den Akten legen", eine Sache ist erledigt

ad pias causas
lat.: zu frommen Zwecken

Adelheidquelle
Radiumhaltige Quelle. Am Großen Schneeberg in unmittelbarer Nähe der Quarklöcher und des Liechtensteinschutzhauses.

Adjunkt
Ein Adjunkt (von lateinisch adiunctus „angebunden“) ist ein beigeordneter Gehilfe oder Assistent, besonders im Verwaltungs-, Forst- oder Kirchendienst.

Adlatus
Ein Gehilfe, ein Helfer oder ein Beistand. Er ist vergleichbar mit dem Adjutanten im militärischen Sprachgebrauch.

Adlergebirge
Auch Böhmischer Kamm genannt. Verlauf westlich parallel zum Habelschwerdter Gebirge. Der nördliche Teil (Hohe Mense, 1084m) liegt innerhalb der Grafschaft Glatz. Der überwiegende Teil (40km) liegt jenseits der Landesgrenze.

Adlerkoppe
Westlich von Altheide gelegener Berg (533m).

adm. D.
admirabilis Dominuus = Bewundernswerter Herr

Adorate
Adorate I / Betet an I: 3. Sonntag nach Epiphanias, Adorate II / Betet an II: 4. Sonntag nach Epiphanias, Adorate III / Betet an III: 5. Sonntag nach Epiphanias, Adorate IV / Betet an IV: 6. Sonntag nach Epiphanias,

adulescentulus
Jüngling, junger Mann

adulterium
lat.: Ehebruch

Adventsspiele
Bereits in der Adventszeit wurden in Vorbereitung auf die Weihnachtszeit Spiele aufgeführt. Meist handelte es sich um Zwiegesänge zwischen Josef, Maria, dem Christkind und den Engeln (z. B. Mariä Verkündigungsszene). Gute Kinder erhalten Geschenke, böse werden bestraft. Sowohl aus Neurode als auch Niederschwedeldorf sind Spiele überliefert.

aedituus
Mesner, Küster, Kirchendiener, Kirchenaufseher

Aelurius, Georgius
Ein aus Frankenstein stammender Chronist (1596 – 1627). Georgius Aelurius hieß eigentlich Georg Katschker. Er latinisierte, wie es damals üblich war, seinen Nachnamen und legte dabei das altgriechische Wort für Katze (Ailouros) zugrunde, die er als den Ursprung seines Namens vermutete. Er war ein Prediger der Reformation in Glatz und in seinen beiden letzten Lebensjahren Rektor der Stadtschule in Frankenstein. Autor der "Glaciographia oder Glätzische Chronica".

Aeres
Ausschlag

aestimator panis
Brotbeschauer

aetatis suae
seines Alters dierum ... : ... Tage mensium ... : ... Monate annorum ... : ... Jahre

Affengießer
Gießer von Handwasserfässern, Bütten, Taufbecken, Weihrauchgefäßen, auch kleinerer Glocken, u. ä.

agellarius
von lat.: agellus = kleines Feld, Äckerchen. Kleinhäusler, Kleinbauer, Kleingütler. Jemand, der nur ein kleines Stück Land bewirtschaftet.

Agende
Eine Agende (von lat. agere = handeln) ist ein liturgisches Buch im evangelischen Bereich, das die Gottesdienstordnung, Riten, Gebete und Texte für den Hauptgottesdienst sowie für Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Bestattung enthält. Sie beschreibt, was Liturg und Gemeinde tun, z. B. aufstehen, beten oder singen.

Agent
Konsul, diplomatischer Vertreter

Agent, öffentlicher
Rechtsgelehrter mit beschränkten Befugnissen, zwischen Notar und Anwalt stehen (in Österreich)

Agnat
Ein Agnat (von lateinisch agnatus „der Hinzu-/Nachgeborene“) ist ein männlicher Verwandter, der ausschließlich über die männliche Linie (Vater, Großvater) mit einer anderen Person verwandt ist. Diese Form der Verwandtschaft, die Agnation, war besonders im römischen Recht und im historischen Adels-Erbrecht entscheidend.

Agnesfeld
Agnesfeld, kleines Dorf bei Stolzenau, entstanden aus dem Vorwerk ,Zimmerei’, das 1789 angelegt, 1795 vom Besitzer Reichsgraf von Schönaich aufgeteilt, ausgebaut und nach seiner Tochter Agnes benannt wurde.

Agricola
Landwirt

Agtfischer
Bernsteinfischer

Agtschleifer
Bernsteinschleifer

Ahle
Eine Ahle, oder Pfriem ist ein einfaches Werkzeug mit dessen Hilfe Löcher in verschiedene Materialien gestochen werden können. Es wird beispielsweise von einem Schuster genutzt, um Löcher in Leder zu machen, um anschließend mehrere Schichten zusammennähen zu können.

Ahnenpass
Bezeichnung für ein Heft mit Vordrucken für Abschriften von Geburts-, Tauf- und Heiratsurkunden der Eltern, Großeltern, und weiterer Vorfahren, das jeder im Dritten Reich erstellen musste, um den sogenannten »Arier-Nachweis« zu erbringen. Meist eine ergiebige Quelle für den Familienforscher.

Aicher
Eichmeister

Aktrice
Im Alltagsgebrauch wird manchmal ein Bühnenschauspieler als Akteur bezeichnet. Die veraltete weibliche Form ist Aktrice. Der Begriff wird heute meist abwertend verwendet und der Schauspielerin mangelndes Talent unterstellt.

Aktuar
Gerichtsschreiber

Albaquelle
Sie entspringt auf dem Kamm des Adlergebirges am Südhang der Hohen Mense in 1.048 m ü. M. dicht an der polnischen Grenze und fließt an der Schierlichmühle vorbei und durch Deschnei nach Böhmen. Die Bělá (deutsch Alba, auch Albabach) ist ein rechter Zufluss der Wilden Adler (tschechisch Divoká Orlice) in Tschechien.

Albendorf
Der Ort liegt am Ostfuss der Heuscheuer auf 388m, 11km südlich von Neurode. Im Jahre 1330 als "Alberti villa" erwähnt. Unter dem Namen "Glätzisches Jerusalem" als Wallfahrtsort sehr bekannt. Jährlich pilgerten Zehntausende aus dem In- und Ausland dorthin. Seit 1693 Aufführung von Passionsszenen. Jetzige Kirche wurde 1715-1725 durch Franz Anton Reichsgraf von Götzen errichtet. 33 Stufen Freitreppe (Symbol für 33 Lebensjahre Christi). 3 schmälere Treppen mit 15 Stufen (Symbol für die Jugendjahre Mariens vor Jesu Geburt). Prachtvolle Ausgestaltung. Zahlreiche Kapellen, Altäre und Votivtafeln als Zeichen der Gebetserhörung. Das Gnadenbild ist 27cm groß, die Statue ist mit einem kegelförmigen Mantel bekleidet. Um die Kirche herum Nachbildung der heiligen Stätten von Jerusalem (Tore, Kalvarienberg, Kreuze, Kapellen, etc.).

alchimista
Alchemist, Schwarzkünstler. Praktiker der Alchemie, der versuchte, unedle Metalle in Gold zu verwandeln oder das "Elixier des Lebens" zu finden.

Allerheiligenberg
Westlich von Schlegel, mit Kapelle und Moltketurm und Schutzhütte (Lukasbaude). 648m

Allerorten
überall

Allgäuer
Frachtfuhrmann, nach den bekannten Gutfertigern aus dem Allgäu benannt

Allmende
Gemeindegut. Die Allmenden (auch Allmanden aus dem Mittelhochdeutschen "was allen gemein ist") waren ein Grundstück oder Land, das von den Bewohnern einer Gemeinde gemeinschaftlich genutzt werden durfte, in der Regel auf Weide, Forstwirtschaft oder Ackerbau beschränkt.

Allmendherr
Allmendpfleger, Ratsherr, dem die Aufsicht über die Allmende obliegt

Allod
Als Allod oder Allodium bezeichnete man im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Recht ein Eigentum (fast immer Land oder ein Stadtgrundstück oder -anwesen), über das der Eigentümer frei verfügen konnte. Eigentümer konnten sowohl freie Bauern als auch Adelige oder Fürsten sein. Allode waren frei vererbbar, auch an Töchter, während Lehen beim Aussterben einer Familie im Mannesstamm an den Lehnsherrn zurückfielen.

Alma Mater
Alma Mater (von lateinisch alma nährend, gütig und mater Mutter) ist eine Bezeichnung für Universitäten.

Almanach
Ein Almanach ist ein jährlich erscheinendes Nachschlagewerk, das Kalenderdaten mit astronomischen Informationen, Wetterberichten, Statistiken oder literarischen Texten verbindet. Almanach (mittelniederländisch almanag aus mittellateinisch almanachus = „Kalender mit astronomischen und meteorologischen Texten“). Ursprünglich war es ein Kalender mit praktischen Ratschlägen (ab 15. Jh.), er entwickelte sich aber zu illustrierten Jahrbüchern, literarischen Anthologien oder Verlagsverzeichnissen.

Alp
Angstzustand, Alpdruck, Nachschaden

Altarberg
Bei Bad Reinerz gelegen, Düppler Höhe genannt. Hochbehälter der Hochquellen-Wasserleitung (1898). Pavillon. 650m

Altarist
Ein Altarist ist ein katholischer Priester, der eine Pfründe (einen festen Einkommensposten) hat, die mit einem bestimmten Altar verbunden ist. Er liest nur die heilige Messe, meist zum Seelenheil Verstorbener, ist aber nicht mit weiteren seelsorgerischen Aufgaben betraut. Sein Einkommen wurde durch die Erlöse der Altarstiftungen gedeckt oder von einer Privatperson, meist einem Adligen, garantiert.

Alte Hacke
Ein Freundschaftsbund älterer Akademiker aller Fakultäten. Die bei den Zusammenkünften verwendeten Trinkgläser hatten die Form einer Hacke. Da man sie nicht abstellen konnte, mussten sie sofort ausgetrunken werden. Eines der Gläser wurde im Glatzer Heimatmuseum aufbewahrt.

alter die
am anderen, nächsten Tag

Altermann
Vorsteher einer Zunft oder Gilde

altero die
am anderen Tag

Altersschwäche
Entkräftung, Schwäche, Alter, Marasmus senilis, Verfall, Debilitas, Abzehrung

Altfürer
Altgeselle, Ältester der Gesellschaft

Altgewander
Flickschneider, Altwender, auch: Altkleiderhändler

Altruismus
Altruismus (lateinisch alter ‚der andere‘) bedeutet im Allgemeinen Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit, durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise. Der Begriff kann als ein Gegenbegriff zu Egoismus verwendet werden.

Altvordere
Ahnen, Vorfahren

Altwalker
Althändler, der altes Tuch walkt

Alumnat
Alumnat oder Alumneum (von lateinisch alumnus‚ Schüler, Zögling) ist eine historische Bezeichnung für Schulen mit Unterbringungsmöglichkeiten, vor allem an Gymnasien und höheren Schulen. Heute wird der Begriff Internat verwendet. In Österreich wird eine Einrichtung zur Ausbildung von Geistlichen als Alumnat bezeichnet.

ambo
beide

Amme
lat.: nutrix. Nährmutter. Eine Frauensperson, die, selbst Mutter, sich verdingt, um an ihrer Brust ein fremdes Kind zu nähren. Manchmal wurde die Amme nach dem Abstillen des Kindes als Kindermädchen weiter beschäftigt.

ancilla
Magd, Dienerin, Zofe, Bedienstete

Andre-Geschwester-Kender
(Andere-Geschwister-Kinder) Kinder des Cousins/der Cousine

Anfeilzwang
Vorkaufsrecht der Obrigkeit. Anbietzwang. Verpflichtung der Untertanen ihre Waren zuerst ihrem Grundherrn oder der Obrigkeit zum Kauf anzubieten.. Erst wenn diese das Angebot ablehnten, durften die Güter auf dem freien Markt veräußert werden.

Anger
Anger oder Dorfanger bezeichnet ein meist grasbewachsenes Land oder einen Dorfplatz in Gemeinbesitz, der von allen Bewohnern der Stadt oder des Dorfes genutzt werden konnte (Allmende). Ort für Feste (z. B. Osterfeuer), für gemeinschaftliche Aktivitäten (Dorfbackofen, gemeinschaftliches Schlachten), Ratsversammlungen (Thing) oder Richtplatz.

Angst
als Krankheit: Beengung, Schmerz

Angsthäuser
Kolonie bei Mittelwalde

Anna Selbdritt
Darstellungen der heiligen Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind (Andachtsbilder). Selbdritt ist ein altes Wort für „als Teil einer Dreiergruppe“ oder auch „zu dritt“

Annaberg bei Neurode
647m hoch. Vermutlich wurde bereits um 1515 eine hölzerne Kapelle errichtet. Im 30jährigen Krieg verfiel die Wallfahrt, begann aber schon 1632 wieder. 1644 Errichtung einer steinernen Kapelle, Erweiterung 1665. Die Pest 1680 verschonte Neurode und es wurden drei Pestkapellen auf dem Weg zum Annaberg errichtet. 1760 Neubau des Hochaltars in schlesischem Barock.

Annexion
Anknüpfung, Annektierung, Anhängen. Zwangsweise Verbindung eines bisher fremden Gebietes mit dem eigenen Staatsgebiet. Die Okkupation (Besetzung) geht der Annexion in der Regel voraus.

anni futuri
kommenden/künftigen Jahres, nächsten Jahres

anni praesentis
des laufenden, gegenwärtigen Jahres. anno currenti = im laufenden Jahr

anni praeteriti
des vergangenen Jahres

anno currente
im laufenden Jahr

anno domini
(lat.) im Jahre des Herrn

ante meridiem
lat.: vor Mittag, Vormittag

ante meridien
vormittags

antecessor
Vorgänger

Antependium
Ein Antependium (von lat. ante „vor“ und pendere „hängen“) ist ein meist reich bestickter und verzierter Altarvorsatz oder Kanzelbehang, der als textiles Parament oder feste Verkleidung die Vorderseite des Altars schmückt. Es ist Teil der liturgischen Ausstattung, zeigt durch wechselnde Farben die Zeit des Kirchenjahres an und meistens mit zur Kirchenjahreszeit passenden Symbolen versehen. Antependien sind sowohl in der evangelischen als auch in der römisch-katholischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirche gebräuchlich. Es gibt auch Altarvorsätze aus Holz oder Metall.

Apanage
Eine Apanage ist eine regelmäßige finanzielle Zuwendung, Einkünfte aus Liegenschaften oder Übertragung von Landbesitz an nicht regierende Mitglieder eines Fürstenhauses. Sie sichert den angemessenen Lebensunterhalt für nachgeborene Kinder, die nicht direkt erben. Der Begriff stammt vom französischen appanage („mit Brot versorgen“).

apothecarius
Apotheker

Appenberg
741m hoher Berg östlich von Schreibendorf im Glatzer Schneegebirge.

Approbatum
Billigung, Genehmigung (lat.)

architectus
Baumeister, Architekt

Arzt
Medicus, Bader, Physicus, Feldscher (Militär)

Ascensio Domini
Christi Himmelfahrt

Ascherkoppe
Berg bei Hausdorf. Höhe: 856m

Ascherstein
Bei Klein-Karslberg. Höhe: 740m

Asthma (bronchiale)
Atembeschwerden, Engbrüstigkeit, Dampf, böser Bradem (Brodem), Brustkiste, Keist, Kister, Stickfluß, Brustwassersucht

Ausgedinge
Ein Altenteil

Ausgedinger / Auszügler
Lebt im Ausgedinge (Altenteil)

Aussatz
Elephanten-Krankheit, Lepra, St. Jobst-Krankheit, Knollsucht, Masel- oder Miselsucht, Morve

avunculus
Onkel auf der mütterlichen Seite, Bruder der Mutter


Übermittle ein Begriff