a mensa et torolat.: von Tisch und Bett. Eine rechtliche Trennung von Eheleuten, bei der die Partner getrennt leben, die Ehe aber nicht vollständig aufgelöst wird.
a. u. s.actum ut supra: geschehen wie oben verhandelt bzw. beschrieben
aasenVerschwenderisch mit etwas umgehen, schlecht wirtschaften (mit Geld, Lebensmitteln, Material, etc.).
ab intestatolat.: ohne Testament. Wenn jemand ohne Testament verstirbt, kommt die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung.
abacistusRechenmeister, jemand, der mit dem Abakus rechnen konnte.
AbbauerPächter mit kleinem Eigenbesitz, Neusiedler, zweiter Sohn, der vom Hofe abbaut
AbbitteDie Bitte um Vergebung eines begangenen Fehlers oder Unrechts. Abbitte leisten. Sich entschuldigen.
AbdeckerAbstreifer, Schinder, Wasenmeister, Nachrichter. Personen, die verendetes Vieh wegschaffen, abhäuten und einscharren mussten. Der Arbeitsplatz der Abdecker, meist auch ihre Wohnstelle, war die Abdeckerei oder Wasenmeisterei. Die Tierkörperverwertung lieferte Produkte wie Fette (zur Herstellung von Lampentalg und Seife), Leim, Knochen und Knochenmehl, Felle, Tierhäute zur Herstellung von Leder und Viehfutter.
AbdikationDie Abdikation (latein. abdicare: verzichten, zurücktreten, abdanken), auch Abdankung oder Renunziation genannt, ist der förmliche Verzicht auf ein öffentliches Amt durch den Inhaber, insbesondere der Thronverzicht eines Monarchen.
Abendland Der Begriff "Abendland" ergab sich aus der früheren Vorstellung von Europa als dem westlichsten, und damit der untergehenden Abendsonne am nächsten gelegenen Erdteil. Die Länder in der Richtung der Morgensonne, bzw. aufgehenden Sonne, wurden als Orient bezeichnet (von latein. oriens für aufgehend).
AbentürerHändler mit Luxuswaren, Juwelenhändler
AberredeGegenrede. Rede und Aberrede, also eine Verhandlung im Dialog.
AbervaterGroßvater (~ noch einmal Vater). Aberurahnherr = Ururgroßvater
aberwitzigabsurd, nicht bei Sinnen, unverständig, geisteskrank
AbheimischkeitAbwesenheit von der Heimat
abholdVeraltete für abgeneigt, wenig begeistert, lustlos, ungern, unwillig, oder widerstrebend. Das Gegenteil ist hold, jemandem hold sein, jemandem zugetan sein, ihn/sie mögen, gern haben.
abietariusTischler, Schreiner
AbkiesungRücktritt vom Amt
AblaßkrämerAblasshändler. Verkauf der Vergebung von Sünden gegen Geld. Ein vollkommener Ablass ist ein Erlass sämtlicher Sündenstrafen, was im Fall des Todes unmittelbar in den Himmel führt. Ein unvollkommener Ablass ist ein teilweiser Erlass der Sündenstrafen, die Zeit in der Hölle wird also verringert.
AbnahmemannAbschiedsmann; Altenteiler; Altsitzer; Bauer im Ausgedinge, nach Übergabe des Anwesens an seinen Sohn; Nutznießer des Altenteils
AbortAbtritt, Kommodität, Klosett, WC
AbrahamitenordenEin am 30.09.1861 von Grafschafter Pfarrern im Alter von über 50 Jahren gegründeter Geselligkeitsverein. Die letzte Sitzung fand am 15.02.1945 statt. Die Protokolle der Sitzungen wurden in einem dicken Buch gesammelt. Ein neuer Kandidat musste sich vor der Aufnahme einer theologischen Prüfung unterziehen. Anschließend erhielt er bei einem guten Mittagessen einen Stab, ein Ordensband und ein Bild Abrahams vom zuletzt aufgenommenen Mitglied überreicht.
Der Vorläufer dieses "Ordens" war der "Maarsog-Orden" (Mär-Sack, von maaren = flunkern).
acatholicusacatholisch, nicht katholisch
accensio cereilat.: „Entzündung der Kerze“. Feierlicher Ritus der römisch-katholischen Kirche, bei dem eine große Kerze entzündet wird. Der Begriff wird fast ausschließlich für die Osterkerze verwendet.
AcciseAkzise, Accise (französisch) oder Accis (lateinisch). Indirekte Steuer, in der Regel eine Verbrauchssteuer beziehungsweise ein Binnenzoll. Akzisen wurden auf Grundnahrungsmittel (z. B. Roggen, Weizen, Hopfen oder anderes Getreide beziehungsweise Mehl), auf Lebensmittel (Zucker, Salz, Fett, Fleisch), Genussmittel (Tabak, Kaffee, Tee, Bier, Sekt), auf Vieh o. ä. erhoben.
AchillesfelsenAussichtspunkt. 580m bei Bad Landeck, Kreis Habelschwerdt, auf dem Weg nach dem Schollenstein.
Acht SeligkeitenKolonie in der Nähe von Pohldorf aus einzelnen, hintereinander stehenden Häusern bestehend.
AchthäuserKolonie am Kammweg zum Königswalder Spitzberg (755m), Kreis Neurode.
AchtmannAchtsmann"
1) gerichtlicher Taxator, 2) Wahlherr
Ackerbau in der Grafschaft GlatzEtwas die Hälfte der Fläche der Grafschaft Glatz waren Ackerflächen und ca. ein Drittel Waldgebiet. Die Böden in den Flusstälern sind fruchtbar, die Sandböden sind unfruchtbar. Im Gebirge gibt es teilweise ebenfalls gute Böden. In den Tälern wurde angebaut: Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Zuckerrüben, Kartoffeln, Ölfrüchte. Über 450m Höhe wurde angebaut: Roggen, Kartoffeln, Hafer, Lein. Im Gebirge (Grundwald, Erlitztal, Klein-Karlsberg) kam es öfter vor, dass der Hafer im Schnee geerntet werden und im Backofen getrocknet werden musste. (Quelle: Aloys Bernatzky, Lexikon der Grafschaft Glatz, Glatzer Heimatbücher, Band 8)
ad actalateinische Phrase aus der Amtsprache, etwas "zu den Akten legen", eine Sache ist erledigt
ad pias causaslat.: zu frommen Zwecken
AdelheidquelleRadiumhaltige Quelle. Am Großen Schneeberg in unmittelbarer Nähe der Quarklöcher und des Liechtensteinschutzhauses.
AdjunktEin Adjunkt (von lateinisch adiunctus „angebunden“) ist ein beigeordneter Gehilfe oder Assistent, besonders im Verwaltungs-, Forst- oder Kirchendienst.
AdlatusEin Gehilfe, ein Helfer oder ein Beistand. Er ist vergleichbar mit dem Adjutanten im militärischen Sprachgebrauch.
AdlergebirgeAuch Böhmischer Kamm genannt. Verlauf westlich parallel zum Habelschwerdter Gebirge. Der nördliche Teil (Hohe Mense, 1084m) liegt innerhalb der Grafschaft Glatz. Der überwiegende Teil (40km) liegt jenseits der Landesgrenze.
AdlerkoppeWestlich von Altheide gelegener Berg (533m).
adm. D.admirabilis Dominuus = Bewundernswerter Herr
Adorate Adorate I / Betet an I: 3. Sonntag nach Epiphanias,
Adorate II / Betet an II: 4. Sonntag nach Epiphanias,
Adorate III / Betet an III: 5. Sonntag nach Epiphanias,
Adorate IV / Betet an IV: 6. Sonntag nach Epiphanias,
adulescentulusJüngling, junger Mann
AdventsspieleBereits in der Adventszeit wurden in Vorbereitung auf die Weihnachtszeit Spiele aufgeführt. Meist handelte es sich um Zwiegesänge zwischen Josef, Maria, dem Christkind und den Engeln (z. B. Mariä Verkündigungsszene). Gute Kinder erhalten Geschenke, böse werden bestraft. Sowohl aus Neurode als auch Niederschwedeldorf sind Spiele überliefert.
aedituusMesner, Küster, Kirchendiener, Kirchenaufseher
Aelurius, GeorgiusEin aus Frankenstein stammender Chronist (1596 – 1627). Georgius Aelurius hieß eigentlich Georg Katschker. Er latinisierte, wie es damals üblich war, seinen Nachnamen und legte dabei das altgriechische Wort für Katze (Ailouros) zugrunde, die er als den Ursprung seines Namens vermutete. Er war ein Prediger der Reformation in Glatz und in seinen beiden letzten Lebensjahren Rektor der Stadtschule in Frankenstein. Autor der "Glaciographia oder Glätzische Chronica".
aestimator panisBrotbeschauer
aetatis suaeseines Alters
dierum ... : ... Tage
mensium ... : ... Monate
annorum ... : ... Jahre
AffengießerGießer von Handwasserfässern, Bütten, Taufbecken, Weihrauchgefäßen, auch kleinerer Glocken, u. ä.
agellariusvon lat.: agellus = kleines Feld, Äckerchen. Kleinhäusler, Kleinbauer, Kleingütler. Jemand, der nur ein kleines Stück Land bewirtschaftet.
AgendeEine Agende (von lat. agere = handeln) ist ein liturgisches Buch im evangelischen Bereich, das die Gottesdienstordnung, Riten, Gebete und Texte für den Hauptgottesdienst sowie für Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Bestattung enthält. Sie beschreibt, was Liturg und Gemeinde tun, z. B. aufstehen, beten oder singen.
AgentKonsul, diplomatischer Vertreter
Agent, öffentlicherRechtsgelehrter mit beschränkten Befugnissen, zwischen Notar und Anwalt stehen (in Österreich)
AgnatEin Agnat (von lateinisch agnatus „der Hinzu-/Nachgeborene“) ist ein männlicher Verwandter, der ausschließlich über die männliche Linie (Vater, Großvater) mit einer anderen Person verwandt ist. Diese Form der Verwandtschaft, die Agnation, war besonders im römischen Recht und im historischen Adels-Erbrecht entscheidend.
AgnesfeldAgnesfeld, kleines Dorf bei Stolzenau, entstanden aus dem Vorwerk ,Zimmerei’, das 1789 angelegt, 1795 vom Besitzer Reichsgraf von Schönaich aufgeteilt, ausgebaut und nach seiner Tochter Agnes benannt wurde.
AgtfischerBernsteinfischer
AgtschleiferBernsteinschleifer
AhleEine Ahle, oder Pfriem ist ein einfaches Werkzeug mit dessen Hilfe Löcher in verschiedene Materialien gestochen werden können. Es wird beispielsweise von einem Schuster genutzt, um Löcher in Leder zu machen, um anschließend mehrere Schichten zusammennähen zu können.
AhnenpassBezeichnung für ein Heft mit Vordrucken für Abschriften von Geburts-, Tauf- und Heiratsurkunden der Eltern, Großeltern, und weiterer Vorfahren, das jeder im Dritten Reich erstellen musste, um den sogenannten »Arier-Nachweis« zu erbringen. Meist eine ergiebige Quelle für den Familienforscher.
AktriceIm Alltagsgebrauch wird manchmal ein Bühnenschauspieler als Akteur bezeichnet. Die veraltete weibliche Form ist Aktrice. Der Begriff wird heute meist abwertend verwendet und der Schauspielerin mangelndes Talent unterstellt.
AlbaquelleSie entspringt auf dem Kamm des Adlergebirges am Südhang der Hohen Mense in 1.048 m ü. M. dicht an der polnischen Grenze und fließt an der Schierlichmühle vorbei und durch Deschnei nach Böhmen. Die Bělá (deutsch Alba, auch Albabach) ist ein rechter Zufluss der Wilden Adler (tschechisch Divoká Orlice) in Tschechien.
AlbendorfDer Ort liegt am Ostfuss der Heuscheuer auf 388m, 11km südlich von Neurode. Im Jahre 1330 als "Alberti villa" erwähnt. Unter dem Namen "Glätzisches Jerusalem" als Wallfahrtsort sehr bekannt. Jährlich pilgerten Zehntausende aus dem In- und Ausland dorthin. Seit 1693 Aufführung von Passionsszenen. Jetzige Kirche wurde 1715-1725 durch Franz Anton Reichsgraf von Götzen errichtet. 33 Stufen Freitreppe (Symbol für 33 Lebensjahre Christi). 3 schmälere Treppen mit 15 Stufen (Symbol für die Jugendjahre Mariens vor Jesu Geburt). Prachtvolle Ausgestaltung. Zahlreiche Kapellen, Altäre und Votivtafeln als Zeichen der Gebetserhörung. Das Gnadenbild ist 27cm groß, die Statue ist mit einem kegelförmigen Mantel bekleidet. Um die Kirche herum Nachbildung der heiligen Stätten von Jerusalem (Tore, Kalvarienberg, Kreuze, Kapellen, etc.).
alchimistaAlchemist, Schwarzkünstler. Praktiker der Alchemie, der versuchte, unedle Metalle in Gold zu verwandeln oder das "Elixier des Lebens" zu finden.
AllerheiligenbergWestlich von Schlegel, mit Kapelle und Moltketurm und Schutzhütte (Lukasbaude). 648m
AllgäuerFrachtfuhrmann, nach den bekannten Gutfertigern aus dem Allgäu benannt
AllmendeGemeindegut. Die Allmenden (auch Allmanden aus dem Mittelhochdeutschen "was allen gemein ist") waren ein Grundstück oder Land, das von den Bewohnern einer Gemeinde gemeinschaftlich genutzt werden durfte, in der Regel auf Weide, Forstwirtschaft oder Ackerbau beschränkt.
AllmendherrAllmendpfleger,
Ratsherr, dem die Aufsicht über die Allmende obliegt
AllodAls Allod oder Allodium bezeichnete man im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Recht ein Eigentum (fast immer Land oder ein Stadtgrundstück oder -anwesen), über das der Eigentümer frei verfügen konnte. Eigentümer konnten sowohl freie Bauern als auch Adelige oder Fürsten sein.
Allode waren frei vererbbar, auch an Töchter, während Lehen beim Aussterben einer Familie im Mannesstamm an den Lehnsherrn zurückfielen.
Alma MaterAlma Mater (von lateinisch alma nährend, gütig und mater Mutter) ist eine Bezeichnung für Universitäten.
AlmanachEin Almanach ist ein jährlich erscheinendes Nachschlagewerk, das Kalenderdaten mit astronomischen Informationen, Wetterberichten, Statistiken oder literarischen Texten verbindet.
Almanach (mittelniederländisch almanag aus mittellateinisch almanachus = „Kalender mit astronomischen und meteorologischen Texten“).
Ursprünglich war es ein Kalender mit praktischen Ratschlägen (ab 15. Jh.), er entwickelte sich aber zu illustrierten Jahrbüchern, literarischen Anthologien oder Verlagsverzeichnissen.
AlpAngstzustand, Alpdruck, Nachschaden
AltarbergBei Bad Reinerz gelegen, Düppler Höhe genannt. Hochbehälter der Hochquellen-Wasserleitung (1898). Pavillon. 650m
AltaristEin Altarist ist ein katholischer Priester, der eine Pfründe (einen festen Einkommensposten) hat, die mit einem bestimmten Altar verbunden ist. Er liest nur die heilige Messe, meist zum Seelenheil Verstorbener, ist aber nicht mit weiteren seelsorgerischen Aufgaben betraut. Sein Einkommen wurde durch die Erlöse der Altarstiftungen gedeckt oder von einer Privatperson, meist einem Adligen, garantiert.
Alte HackeEin Freundschaftsbund älterer Akademiker aller Fakultäten. Die bei den Zusammenkünften verwendeten Trinkgläser hatten die Form einer Hacke. Da man sie nicht abstellen konnte, mussten sie sofort ausgetrunken werden. Eines der Gläser wurde im Glatzer Heimatmuseum aufbewahrt.
alter dieam anderen, nächsten Tag
AltermannVorsteher einer Zunft oder Gilde
AltersschwächeEntkräftung, Schwäche, Alter, Marasmus senilis, Verfall, Debilitas, Abzehrung
AltfürerAltgeselle, Ältester der Gesellschaft
AltgewanderFlickschneider, Altwender, auch: Altkleiderhändler
AltruismusAltruismus (lateinisch alter ‚der andere‘) bedeutet im Allgemeinen Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit, durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise. Der Begriff kann als ein Gegenbegriff zu Egoismus verwendet werden.
AltvordereAhnen, Vorfahren
AltwalkerAlthändler, der altes Tuch walkt
AlumnatAlumnat oder Alumneum (von lateinisch alumnus‚ Schüler, Zögling) ist eine historische Bezeichnung für Schulen mit Unterbringungsmöglichkeiten, vor allem an Gymnasien und höheren Schulen. Heute wird der Begriff Internat verwendet. In Österreich wird eine Einrichtung zur Ausbildung von Geistlichen als Alumnat bezeichnet.
Ammelat.: nutrix. Nährmutter. Eine Frauensperson, die, selbst Mutter, sich verdingt, um an ihrer Brust ein fremdes Kind zu nähren. Manchmal wurde die Amme nach dem Abstillen des Kindes als Kindermädchen weiter beschäftigt.
ancillaMagd, Dienerin, Zofe, Bedienstete
Andre-Geschwester-Kender (Andere-Geschwister-Kinder) Kinder des Cousins/der Cousine
AnfeilzwangVorkaufsrecht der Obrigkeit. Anbietzwang. Verpflichtung der Untertanen ihre Waren zuerst ihrem Grundherrn oder der Obrigkeit zum Kauf anzubieten.. Erst wenn diese das Angebot ablehnten, durften die Güter auf dem freien Markt veräußert werden.
AngerAnger oder Dorfanger bezeichnet ein meist grasbewachsenes Land oder einen Dorfplatz in Gemeinbesitz, der von allen Bewohnern der Stadt oder des Dorfes genutzt werden konnte (Allmende). Ort für Feste (z. B. Osterfeuer), für gemeinschaftliche Aktivitäten (Dorfbackofen, gemeinschaftliches Schlachten), Ratsversammlungen (Thing) oder Richtplatz.
Angstals Krankheit: Beengung, Schmerz
AngsthäuserKolonie bei Mittelwalde
Anna SelbdrittDarstellungen der heiligen Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind (Andachtsbilder). Selbdritt ist ein altes Wort für „als Teil einer Dreiergruppe“ oder auch „zu dritt“
Annaberg bei Neurode647m hoch. Vermutlich wurde bereits um 1515 eine hölzerne Kapelle errichtet. Im 30jährigen Krieg verfiel die Wallfahrt, begann aber schon 1632 wieder. 1644 Errichtung einer steinernen Kapelle, Erweiterung 1665. Die Pest 1680 verschonte Neurode und es wurden drei Pestkapellen auf dem Weg zum Annaberg errichtet. 1760 Neubau des Hochaltars in schlesischem Barock.
AnnexionAnknüpfung, Annektierung, Anhängen. Zwangsweise Verbindung eines bisher fremden Gebietes mit dem eigenen Staatsgebiet. Die Okkupation (Besetzung) geht der Annexion in der Regel voraus.
anni futurikommenden/künftigen Jahres, nächsten Jahres
anni praesentisdes laufenden, gegenwärtigen Jahres. anno currenti = im laufenden Jahr
anni praeteritides vergangenen Jahres
anno currenteim laufenden Jahr
anno domini(lat.) im Jahre des Herrn
ante meridiemlat.: vor Mittag, Vormittag
AntependiumEin Antependium (von lat. ante „vor“ und pendere „hängen“) ist ein meist reich bestickter und verzierter Altarvorsatz oder Kanzelbehang, der als textiles Parament oder feste Verkleidung die Vorderseite des Altars schmückt. Es ist Teil der liturgischen Ausstattung, zeigt durch wechselnde Farben die Zeit des Kirchenjahres an und meistens mit zur Kirchenjahreszeit passenden Symbolen versehen.
Antependien sind sowohl in der evangelischen als auch in der römisch-katholischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirche gebräuchlich.
Es gibt auch Altarvorsätze aus Holz oder Metall.
ApanageEine Apanage ist eine regelmäßige finanzielle Zuwendung, Einkünfte aus Liegenschaften oder Übertragung von Landbesitz an nicht regierende Mitglieder eines Fürstenhauses. Sie sichert den angemessenen Lebensunterhalt für nachgeborene Kinder, die nicht direkt erben. Der Begriff stammt vom französischen appanage („mit Brot versorgen“).
Appenberg741m hoher Berg östlich von Schreibendorf im Glatzer Schneegebirge.
ApprobatumBilligung, Genehmigung (lat.)
architectusBaumeister, Architekt
ArztMedicus, Bader, Physicus, Feldscher (Militär)
Ascensio DominiChristi Himmelfahrt
AscherkoppeBerg bei Hausdorf. Höhe: 856m
AschersteinBei Klein-Karslberg. Höhe: 740m
Asthma (bronchiale)Atembeschwerden, Engbrüstigkeit, Dampf, böser Bradem (Brodem), Brustkiste, Keist, Kister, Stickfluß, Brustwassersucht
Ausgedinger / AuszüglerLebt im Ausgedinge (Altenteil)
AussatzElephanten-Krankheit, Lepra, St. Jobst-Krankheit, Knollsucht, Masel- oder Miselsucht, Morve
avunculusOnkel auf der mütterlichen Seite, Bruder der Mutter