Grafschafter Wiki

Infos zum Grafschafter Wiki

In der Familienforschung stößt man immer wieder auf unbekannte Begriffe, die in Kirchenbüchern, Personenstandsdaten, Urkunden und anderen Unterlagen verwendet werden.
Mit dem Grafschafter Wiki entsteht nun ein “Werkzeug”, das Ihnen schnell Informationen zu eben diesen Begriffen verschaffen soll.
Dieses “neue Werkzeug” lebt und wächst mit unbekannten Begriffen, die Ihnen auffallen. Sie helfen uns, dieses Wiki weiter auszubauen, indem Sie unbekannte Begriffe und vielleicht auch eine mögliche Beschreibung dazu einfügen.
Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

Nutzungshilfe

Zunächst erscheinen die zuletzt eingegebenen Begriff mit Erläuterungen.
Das gesamte Wiki ist durchsuchbar. Dazu geben Sie in das Suchfeld eine Zeichenfolge ein. Sie wollen nach dem Begriff “Bauer” suchen und sind sich hinsichtlich der genutzten Schreibweise nicht sicher: sie geben also nur einen Teil der Zeichenfolge ein, bspw. aue in das Suchfeld ein und starten die Suche.
Als Ergebnis erhalten Sie in einer Übersicht alle Ergebnisse, die die Zeichenfolge aue – gelb hinterlegt – enthalten.

Nutzungshilfe “Einfügen eines neuen Begriffs”

Klicken Sie bitte auf den Link “Übermittle einen Begriff”.
Danach geben Sie den Begriff (Pflichtfeld) und die Beschreibung (optional) ein. In das dritte Feld von oben bitte Ihren Namen eingeben, der nicht veröffentlicht wird. Nachdem Sie ein Häkchen im reCAPTCHA-Feld gesetzt haben, können sie das Ganze absenden.
Nach einem internen Check erfolgt die Freigabe des Eintrags.

Es gibt 25 Begriffe in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben R beginnen.
R

R. D.
Reverendi Domini = Hochwürdiger Herr

r. f.
relictus filius/filia, nachgelassener Sohn/Tochter

r. v.
relictus vidua/viduus, nachgelassene Witwe/Witwer

Rabattmarke
Die Rabattmarke war im Einzelhandel ein Gutschein, der Rabatte bescheinigte, bis zur Höhe eines bestimmten Betrages in ein Heft eingeklebt wurde und dann gegen Bargeld eingetauscht oder mit dem Kaufpreis weiterer Waren verrechnet wurde.

Rabenkoppe
Berg im Heuscheuergebirge bei Kudowa der steil zum Dörnikauer Tal abfällt, bewaldeter Gipfel, 721m

RAD
Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war eine Organisation im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Ab Juni 1935 musste dort jeder junge Mann eine sechsmonatige, dem Wehrdienst vorgelagerte Arbeitspflicht im Rahmen eines Arbeitsdienstes ableisten. Ab dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichsarbeitsdienst auf die weibliche Jugend ausgedehnt. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde dem RAD die 6-wöchige militärische Grundausbildung am Gewehr übertragen, um die Ausbildungszeit bei der Truppe zu verkürzen.

Radfahr-Karte
Es war keine Fahrprüfung nötig. Die Regelungen waren zunächst regional unterschiedlich. Oft war an der Radfahrkarte oder dem Fahrrad selbst eine Nummer angebracht, um Raser identifizieren zu können Die Radfahr-Karte wurde gegen eine Gebühr von der Ortspolizeibehörde ausgehändigt.

Rauhnächte
Die Zwölf Weihnachtstage vom Weihnachtstag bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar). Die Raunächte sind eine Zeit, die seit der frühen Neuzeit für Geisteraustreibung oder -beschwörung, den Kontakt mit Tieren oder wahrsagerische Praktiken geeignet sein soll.

Recke
Ein kampferprobter Krieger, ein Held.

Regal
Plural: Regalien von lat.: iura regalia = ‚königliche Rechte'. Die Hoheits- und Sonderrechte eines Königs oder eines anderen Souveräns bzw. des Staates.

Reichensteiner Gebirge
Der niedrigste der den Glatzer Kessel umgebenden Gebirgszüge. Am Fuß des Nordrandes, aber außerhalb der Grafschaft, liegt das durch die Goldgewinnung groß gewordene Reichenstein.

Reinerz
mundartl.: der Räänerz, der Rainerz

Remise
Die Remise ist ein Wirtschaftsgebäude, das in der Regel an der rückwärtigen Grundstücksgrenze für Fahrzeuge oder Geräte errichtet wurde.

Respice in me
Sieh auf mich, 3. Sonntag nach Pfingsten

Respice, Domine
Sieh, Herr. 13. Sonntag nach Pfingsten

Resurrectio
Ostern, latein. für Auferstehung

Riemerkoppe
1.166m, im Schneegebirge, nördlich des Großen Schneeberges gelegen

Riesel
Masern, Scharlach

Ring
(von Thing = Gerichtsplatz) Viereckiger zentraler Marktplatz auf dem in der Mitte das Rathaus steht.

Rinneberg
Kolonie bei Nesselgrund/Neubatzdorf

Robot
Frondienst

Rogate
Betet, 5. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)

Roomfaßlamoan
Ein Roomfaßlamoan (glätzische Mundart für Kienspanruß-Fässchen-Mann) war ein historischer, meist nebenberuflicher Handwerker. Diese vor allem in der Grafschaft Glatz verbreiteten Männer zogen von Haus zu Haus, um kleine Fässchen mit Ruß zu verkaufen, der zum Beispiel zum Färben oder für Stiefelschmiere verwendet wurde. Kienspäne bestehen aus Nadelholz, die auf natürliche Weise mit Harz durchtränkt sind, wodurch sie sehr gut und lange brennen. Der fette Kienruß wurde in der Grafschaft Glatz “Room” genannt. Dafür nahm der der Roomfaßlamoan die sehr harzreichen Wurzelstöcke von abgeholzten Kiefern und Fichten, manchmal auch Reisig und Zapfen. Andernorts nannte man diese Leute auch Rußbrenner.

Rückers
mundartl. der Reckerz, auch Reckersch

Ruhr
Blutfluß, Blutlauf, Blutgang, Durchlauf, flechtende Krankheit, Ruhrepidemie = Landlauf


Übermittle ein Begriff