Habelschwerdtmundartl.: Holweschwäärde
Habelschwerdter GebirgeDas Habelschwerdter Gebirge (polnisch Góry Bystrzyckie) ist ein langgestreckter Gebirgszug der Sudeten südwestlich von Habelschwerdt (polnisch Bystrzyca Kłodzka). Es erstreckt sich auf einer Länge von etwa 50 km östlich parallel zum Adlergebirge. Seine Breite beträgt etwa 7 km. Es besteht aus Gneis und Glimmerschiefer. Großer Waldreichtum. Höchste Erhebung ist der Heidelberg (977m)
Hagioskopvon gr. hagios=heilig und skopein= sehen, betrachten. Auch Lepraspalte, Pönitenzfenster oder Pestfenster genannt. Kleiner Mauerdurchbruch in einer Kirche. Durch dieses kleine Guckfenster konnten z. B. Leprakranke dem Gottesdienst bewohnen, ohne andere Gemeindemitglieder anzustecken. Durch die Öffnung konnte ihnen auch die geweihte Hostie hinausgereicht werden. Nach dem Ende der großen Lepra-Epidemien am Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Hagioskope meist zugemauert.
HahnkuppeDie Hahnkuppe (755 m) ist ein Berg im Eulengebirge nördlich von Neudorf.
Hahnvorwerkbei Silberberg, 755m, mit der Hahnenkoppenbaude und Zuchtfarm für Silberfüchse, Nerze und Waschbären
Hain1) Wäldchen, kleiner Wald, Gehölz. 2) Kolonie bei Ludwigsdorf. 3) Kolonie bei Neudeck
Hainkoppebei Vierhöfe, westlich von Krainsdorf, 743m
HamsterfahrtNach dem 2. Weltkrieg fuhren viele Menschen aus den Städten mit der Bahn oder dem Fahrrad raus aufs Land um bei den Bauern Lebensmittel einzutauschen oder auch auf abgeernteten Feldern Kartoffeln oder Korngarben zu lesen.
Hängender WegEin Teilstück des 1936 angelegten und mit einem blau markierten Andreas-Kreuz auf weißem Feld markierten Reichswanderweges Saar-Schlesien: Ein schmaler und steiler Pfad von Wilhelmsthal in Richtung Großer Schneeberg. Der vom GGV betreute Weg verlief insgesamt 185 km durch das Glatzer Bergland.
HäresieKetzerei (religiös), Irrlehre, Irrglaube
HarteBewaldeter Bergrücken zwischen Wünschelburg und Albendorf, 522m. Ähnelt der Heuscheuer.
Härte (Krankheit)Anschwellung, Geschwulst
HartungJanuar, Jänner, Eismond, Schneemonat, Schneemond, Wolfsmond
HarzwaldwegTeil des Reichswanderweges bei Seitenberg.
Hauptfluß (Krankheit)Nasenkatarrh, Stirnhöhleneiterung
HauptschriftleiterChefredakteur
Hausdorfer PlänelGebirgspass nördlich von Hausdorf, ca. 805m. Hausdorfer Kreuz, Kreuzplänel, polnisch: Przełęcz Jugowska
HausgenoßOhne Grundbesitz
HäuslerHausbesitzer mit wenig Grund, meist nur mit einem Gemüsegarten (auch Chalupner, Kalupner genannt)
HautausschlagRäudigkeit, Raude, Aussatz, Krätze, Wassergalle
Heckenreiterberittene Straßenräuber, Wegelagerer, Räuber
Heidelberg8km südwestlich von Habelschwerdt gelegener Berg, 977m
Heilige Kümmernis (Wilgefort)Nach der Legende handelt es sich um eine Königstochter, die heimlich zum Christentum übertrat. Da sie nach dem Willen ihres heidnischen Vaters einen ebenfalls heidnischen Prinzen heiraten sollte, ließ Gott ihr einen Bart wachsen, um Bewerber um ihre Hand abzuschrecken. Daraufhin ließ ihr Vater sie ans Kreuz schlagen. Die Kirche hat sie nie offiziell anerkannt, doch sie galt als Schutzpatronin für Menschen in Bedrängnis und wird als Trösterin in allem Leid angerufen. Im 17. Jahrhundert war die Verehrung für die Heilige Kümmernis sehr verbreitet.
HemmbergDoppelberg (774m und 807m) bei Wilhelmsthal mit schöner Aussicht in das Mohrauer und Kamnitzer Tal.
HenkerScharfrichter, Abpeitscher, Abkürzer, Angstmann. Seit dem Mittelalter bezahlter berufsmäßiger Vollstrecker der Todesstrafe und anderer Gerichtsstrafen, sowie von Folterungen zur Erlangung von Geständnissen.
HenschelkoppeBei Buchau, nördlich von Neurode, 541m
Hermannshöhein der Heuscheuer in der Nähe der Carls-Rast Baude
HerrenweilKolonie bei Lichtenwalde
HerrgottsländchenEbenso wie "Marienländchen" ein Beiname für die Grafschaft Glatz, den man ihr aufgrund der zahlreichen sakralen Bildstöcke und Denkmäler, Pest- und Mariensäulen, Wallfahrtskirchen und Kreuze, sowie der Frömmigkeit ihrer Bewohner gegeben wurde.
Herznot (Krankheit)Herzkrampf
Heuberg1) westlich von Rosenthal, 675m. 2) im Schneegebirge, östlich von Wölfelsgrund, 1.124m.
heuntiggegenwärtig, heutzutage
HeuscheuerbahnEin Teilstück der Eulengebirgsbahn zwischen Mittelsteine-Wünschelburg. Zubringer zum Wallfahrtsort Albendorf.
HeuscheuergebirgeIm Westen der Grafschaft Glatz gelegen. An das Heuscheuergebirge grenzt im Südosten das Adlergebirge und das Habelschwerdter Gebirge, von denen es durch das Tal der Reinerzer Weistritz und den Hummelpass getrennt ist. Im Süden verläuft das Lewiner Bergland und im Nordwesten schließt sich der langgezogene Gebirgszug des Falkengebirges mit dem 773 m hohen Barzdorfer Spitzberg an. Zwischen dem Heuscheuergebirge und dem nordöstlich gelegenen Eulengebirge liegt das breite Flusstal der Steine. Durch das Heuscheuergebirge verläuft die Wasserscheide zwischen Ost- und Nordsee. Die Bäche der östlichen Gebirgshälfte fließen der Steine und der Reinerzer Weistritz zu und damit der Ostsee. Die Bäche der westlichen Gebirgshälfte münden über mehrere Stationen in die Nordsee.
Das Heuscheuergebirge steht in Polen als Nationalpark Góry Stołowe unter besonderem Schutz.
HeuscheuerstraßePanoramastraße zwischen Wünschelburg und Bad Kudowa, 1867-1871 erbaut.
Hindenburglichtauch Hindenburgkerze, benannt nach Paul von Hindenburg (als Oberkommandierenden des deutschen Heeres), wurde in den Schützengräben des 1. Weltkrieges, dann aber auch im 2. Weltkrieg im Luftschutzkeller, bei Stromsperre oder Verdunkelung als Notbeleuchtung eingesetzt.
Es besteht aus einer flachen Schale aus Pappe von ca. 5 bis 8 cm Durchmesser mit einem 1 bis 1,5 cm hohen Rand. Die Form ähnelt dem Deckel eines Schraubglases. Die Pappe war mit Fett getränkt, dadurch wasserabweisend und einigermaßen formstabil. Diese flache Schale war gefüllt mit einem wachsähnlichen Fett (Talg). Ein kurzer, breiter Docht in der Mitte wurde angezündet und brachte für einige Stunden Licht. Nach kurzer Zeit war das Fett geschmolzen. Damit der Docht nicht umfiel, klemmte er in einem Fuß aus gebogenen Blechen (Wikipedia).
HindenburgstraßeGebirgsstraße nach Grundwald
Hinter dem BergeKolonie zwischen Neuwaltersdorf und Konradswalde
HirschenhäuserKolonie zwischen Mittelwalde und Freiwalde. Mit Försterei und Gastwirtschaft "Zum alten Hirschenhaus"
HirschzungeKolonie bei Albendorf
HirtensteineAufrecht stehende Felsen bis zu einer Höhe von 10 m in der Nähe von Kieslingswalde. Der Sage nach handelt es sich um zu Stein gewordene Hirtenjungen, die einen Brotfrevel begangen hatten und dafür bestraft wurden.
HochsteinSchutzhütte bei Altheide
Hockenbergwestlich von Rothwaltersdorf, 533m
Hofeberg1) Berg südlich von Wölfelsgrund, 748m. 2) Kolonie
Höhbergnördlich von Ullersdorf, 533m
Hohe EuleMit 1.015 m die höchste Erhebung des Eulengebirges. Sie überragt unmittelbar südlich von Wüstewaltersdorf und südwestlich von Reichenbach i. Eulengebirge die nordöstlich liegende Schlesische Tiefebene und das südwestlich verlaufende Tal der Steine. Auf dem Gipfel wurde 1906 der 25m hohe Bismarckturm errichtet. Großartige Aussicht.
Hohe MenseDie Hohe Mense ist ein 1.084m hoher Berg im nördlichen Teil des Adlergebirges. Er liegt elf Kilometer südlich von Bad Reinerz auf der Grenze zwischen Polen und Tschechien. Der Berg ist der nördlichste Gipfel des Adlergebirgskammes. Der Gipfel ist mit Glimmerschiefer bedeckt und gewährt eine weite Aussicht nach Böhmen und in das Glatzer Land. Auf dem Gipfel errichtete der Gastwirt Heinrich Rübartsch (1852–1930) die nach ihm benannte „Rübartsch-Baude“ und einen Aussichtsturm, der als Kaiser-Friedrich-Turm bezeichnet wurde.
HohenzollernhöheGroßer Felsen beim Aufstieg zur Großen Heuscheuer.
Hoher SteinIm Eulengebirge zwischen Ascherkoppe und Strohhaube, 815m.
HölleWaldgrund bei Leuthen
Höllenflösselbei den Salzlöchern
HöllenhäuserKolonie bei Eckersdorf
Höllenkoppe1) bei Neumohrau, 938m. 2) Vordere Höllenkoppe, östlich von Neugersdorf, 944m
Höllental1) Bei Langenau - Verlorenwasser. 2) Bei Seitendorf - Marienthal 3) bei Altheide
HolzbergSüdöstlich von Bad Reinerz, 814m.
HopfenbergWestlich von Eckersdorf, 413m
HordisKolonie bei Reinerz
HordistalBewaldetes Tal bei Bad Reinerz
Hortulanusvon lat. hortus „Garten“, Gärtner
HummelwitzKolonie am Hummel. Quartier von Friedrich dem Großen am 4.7.1778 während des bayerischen Erbfolgekrieges.
Hupprich1) Berg südlich von Tuntschendorf, 556m. 2) Berg nördlich von Gabersdorf 667m, bei Wiltsch.
HussitenDie Hussiten waren eine böhmische Reformbewegung im 15. Jahrhundert, die auf den Theologen Jan Hus zurückging. Rund 100 Jahre vor Martin Luther forderten sie eine Rückkehr der Kirche zu Armut und biblischen Werten. Nach der Verbrennung von Hus im Jahr 1415 kam es zu den Hussitenkriegen (1419–1434), in denen Böhmen und weite Teile der Nachbarländer, besonders der Grafschaft Glatz, verwüstet wurden. Die meisten Hussiten nahmen später das lutherische Bekenntnis an.
Husten, blauerKeuchhusten, Pertussis, Stickhusten
HutbergZwischen Landeck und Reyersdorf, 565m
HutbergsruhKolonie bei Reyersdorf
Huthbergsüdlich von Ebersdorf/N., 602m
HutsteinAussichtsberg bei Grafenort, 440m
HüttenbergNördlich von Kaiserswalde, 812m