Grafschafter Wiki

Infos zum Grafschafter Wiki

In der Familienforschung stößt man immer wieder auf unbekannte Begriffe, die in Kirchenbüchern, Personenstandsdaten, Urkunden und anderen Unterlagen verwendet werden.
Mit dem Grafschafter Wiki entsteht nun ein “Werkzeug”, das Ihnen schnell Informationen zu eben diesen Begriffen verschaffen soll.
Dieses “neue Werkzeug” lebt und wächst mit unbekannten Begriffen, die Ihnen auffallen. Sie helfen uns, dieses Wiki weiter auszubauen, indem Sie unbekannte Begriffe und vielleicht auch eine mögliche Beschreibung dazu einfügen.
Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

Nutzungshilfe

Zunächst erscheinen die zuletzt eingegebenen Begriff mit Erläuterungen.
Das gesamte Wiki ist durchsuchbar. Dazu geben Sie in das Suchfeld eine Zeichenfolge ein. Sie wollen nach dem Begriff “Bauer” suchen und sind sich hinsichtlich der genutzten Schreibweise nicht sicher: sie geben also nur einen Teil der Zeichenfolge ein, bspw. aue in das Suchfeld ein und starten die Suche.
Als Ergebnis erhalten Sie in einer Übersicht alle Ergebnisse, die die Zeichenfolge aue – gelb hinterlegt – enthalten.

Nutzungshilfe “Einfügen eines neuen Begriffs”

Klicken Sie bitte auf den Link “Übermittle einen Begriff”.
Danach geben Sie den Begriff (Pflichtfeld) und die Beschreibung (optional) ein. In das dritte Feld von oben bitte Ihren Namen eingeben, der nicht veröffentlicht wird. Nachdem Sie ein Häkchen im reCAPTCHA-Feld gesetzt haben, können sie das Ganze absenden.
Nach einem internen Check erfolgt die Freigabe des Eintrags.

Es gibt 75 Begriffe in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben H beginnen.
H

Häämte
mundart.: Heimat

Habelschwerdt
mundartl.: Holweschwäärde

Habelschwerdter Gebirge
Das Habelschwerdter Gebirge (polnisch Góry Bystrzyckie) ist ein langgestreckter Gebirgszug der Sudeten südwestlich von Habelschwerdt (polnisch Bystrzyca Kłodzka). Es erstreckt sich auf einer Länge von etwa 50 km östlich parallel zum Adlergebirge. Seine Breite beträgt etwa 7 km. Es besteht aus Gneis und Glimmerschiefer. Großer Waldreichtum. Höchste Erhebung ist der Heidelberg (977m)

Hagioskop
von gr. hagios=heilig und skopein= sehen, betrachten. Auch Lepraspalte, Pönitenzfenster oder Pestfenster genannt. Kleiner Mauerdurchbruch in einer Kirche. Durch dieses kleine Guckfenster konnten z. B. Leprakranke dem Gottesdienst bewohnen, ohne andere Gemeindemitglieder anzustecken. Durch die Öffnung konnte ihnen auch die geweihte Hostie hinausgereicht werden. Nach dem Ende der großen Lepra-Epidemien am Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Hagioskope meist zugemauert.

Hahnkuppe
Die Hahnkuppe (755 m) ist ein Berg im Eulengebirge nördlich von Neudorf.

Hahnvorwerk
bei Silberberg, 755m, mit der Hahnenkoppenbaude und Zuchtfarm für Silberfüchse, Nerze und Waschbären

Hain
1) Wäldchen, kleiner Wald, Gehölz. 2) Kolonie bei Ludwigsdorf. 3) Kolonie bei Neudeck

Hainkoppe
bei Vierhöfe, westlich von Krainsdorf, 743m

Hamsterfahrt
Nach dem 2. Weltkrieg fuhren viele Menschen aus den Städten mit der Bahn oder dem Fahrrad raus aufs Land um bei den Bauern Lebensmittel einzutauschen oder auch auf abgeernteten Feldern Kartoffeln oder Korngarben zu lesen.

Hängender Weg
Ein Teilstück des 1936 angelegten und mit einem blau markierten Andreas-Kreuz auf weißem Feld markierten Reichswanderweges Saar-Schlesien: Ein schmaler und steiler Pfad von Wilhelmsthal in Richtung Großer Schneeberg. Der vom GGV betreute Weg verlief insgesamt 185 km durch das Glatzer Bergland.

Häresie
Ketzerei (religiös), Irrlehre, Irrglaube

Harte
Bewaldeter Bergrücken zwischen Wünschelburg und Albendorf, 522m. Ähnelt der Heuscheuer.

Härte (Krankheit)
Anschwellung, Geschwulst

Hartung
Januar, Jänner, Eismond, Schneemonat, Schneemond, Wolfsmond

Harzwaldweg
Teil des Reichswanderweges bei Seitenberg.

Hauptfluß (Krankheit)
Nasenkatarrh, Stirnhöhleneiterung

Hauptschriftleiter
Chefredakteur

Hausdorfer Plänel
Gebirgspass nördlich von Hausdorf, ca. 805m. Hausdorfer Kreuz, Kreuzplänel, polnisch: Przełęcz Jugowska

Hausgenoß
Ohne Grundbesitz

Häusler
Hausbesitzer mit wenig Grund, meist nur mit einem Gemüsegarten (auch Chalupner, Kalupner genannt)

Hautausschlag
Räudigkeit, Raude, Aussatz, Krätze, Wassergalle

Heckenreiter
berittene Straßenräuber, Wegelagerer, Räuber

Heidelberg
8km südwestlich von Habelschwerdt gelegener Berg, 977m

Heilige Kümmernis (Wilgefort)
Nach der Legende handelt es sich um eine Königstochter, die heimlich zum Christentum übertrat. Da sie nach dem Willen ihres heidnischen Vaters einen ebenfalls heidnischen Prinzen heiraten sollte, ließ Gott ihr einen Bart wachsen, um Bewerber um ihre Hand abzuschrecken. Daraufhin ließ ihr Vater sie ans Kreuz schlagen. Die Kirche hat sie nie offiziell anerkannt, doch sie galt als Schutzpatronin für Menschen in Bedrängnis und wird als Trösterin in allem Leid angerufen. Im 17. Jahrhundert war die Verehrung für die Heilige Kümmernis sehr verbreitet.

Hemmberg
Doppelberg (774m und 807m) bei Wilhelmsthal mit schöner Aussicht in das Mohrauer und Kamnitzer Tal.

Henker
Scharfrichter, Abpeitscher, Abkürzer, Angstmann. Seit dem Mittelalter bezahlter berufsmäßiger Vollstrecker der Todesstrafe und anderer Gerichtsstrafen, sowie von Folterungen zur Erlangung von Geständnissen.

Henschelkoppe
Bei Buchau, nördlich von Neurode, 541m

Herbstmond
September

Hermannshöhe
in der Heuscheuer in der Nähe der Carls-Rast Baude

Herrenpilz
Steinpilz

Herrenweil
Kolonie bei Lichtenwalde

Herrgottsländchen
Ebenso wie "Marienländchen" ein Beiname für die Grafschaft Glatz, den man ihr aufgrund der zahlreichen sakralen Bildstöcke und Denkmäler, Pest- und Mariensäulen, Wallfahrtskirchen und Kreuze, sowie der Frömmigkeit ihrer Bewohner gegeben wurde.

Herznot (Krankheit)
Herzkrampf

Heuberg
1) westlich von Rosenthal, 675m. 2) im Schneegebirge, östlich von Wölfelsgrund, 1.124m.

Heumond
Juli

heuntig
gegenwärtig, heutzutage

Heuscheuerbahn
Ein Teilstück der Eulengebirgsbahn zwischen Mittelsteine-Wünschelburg. Zubringer zum Wallfahrtsort Albendorf.

Heuscheuergebirge
Im Westen der Grafschaft Glatz gelegen. An das Heuscheuergebirge grenzt im Südosten das Adlergebirge und das Habelschwerdter Gebirge, von denen es durch das Tal der Reinerzer Weistritz und den Hummelpass getrennt ist. Im Süden verläuft das Lewiner Bergland und im Nordwesten schließt sich der langgezogene Gebirgszug des Falkengebirges mit dem 773 m hohen Barzdorfer Spitzberg an. Zwischen dem Heuscheuergebirge und dem nordöstlich gelegenen Eulengebirge liegt das breite Flusstal der Steine. Durch das Heuscheuergebirge verläuft die Wasserscheide zwischen Ost- und Nordsee. Die Bäche der östlichen Gebirgshälfte fließen der Steine und der Reinerzer Weistritz zu und damit der Ostsee. Die Bäche der westlichen Gebirgshälfte münden über mehrere Stationen in die Nordsee. Das Heuscheuergebirge steht in Polen als Nationalpark Góry Stołowe unter besonderem Schutz.

Heuscheuerstraße
Panoramastraße zwischen Wünschelburg und Bad Kudowa, 1867-1871 erbaut.

Hexenschuss
Speer

Hindenburglicht
auch Hindenburgkerze, benannt nach Paul von Hindenburg (als Oberkommandierenden des deutschen Heeres), wurde in den Schützengräben des 1. Weltkrieges, dann aber auch im 2. Weltkrieg im Luftschutzkeller, bei Stromsperre oder Verdunkelung als Notbeleuchtung eingesetzt. Es besteht aus einer flachen Schale aus Pappe von ca. 5 bis 8 cm Durchmesser mit einem 1 bis 1,5 cm hohen Rand. Die Form ähnelt dem Deckel eines Schraubglases. Die Pappe war mit Fett getränkt, dadurch wasserabweisend und einigermaßen formstabil. Diese flache Schale war gefüllt mit einem wachsähnlichen Fett (Talg). Ein kurzer, breiter Docht in der Mitte wurde angezündet und brachte für einige Stunden Licht. Nach kurzer Zeit war das Fett geschmolzen. Damit der Docht nicht umfiel, klemmte er in einem Fuß aus gebogenen Blechen (Wikipedia).

Hindenburgstraße
Gebirgsstraße nach Grundwald

Hinter dem Berge
Kolonie zwischen Neuwaltersdorf und Konradswalde

Hirschenhäuser
Kolonie zwischen Mittelwalde und Freiwalde. Mit Försterei und Gastwirtschaft "Zum alten Hirschenhaus"

Hirschzunge
Kolonie bei Albendorf

Hirtensteine
Aufrecht stehende Felsen bis zu einer Höhe von 10 m in der Nähe von Kieslingswalde. Der Sage nach handelt es sich um zu Stein gewordene Hirtenjungen, die einen Brotfrevel begangen hatten und dafür bestraft wurden.

Hitze, böse
Fieber

Hochstein
Schutzhütte bei Altheide

Hockenberg
westlich von Rothwaltersdorf, 533m

Hofeberg
1) Berg südlich von Wölfelsgrund, 748m. 2) Kolonie

Höhberg
nördlich von Ullersdorf, 533m

Hohe Eule
Mit 1.015 m die höchste Erhebung des Eulengebirges. Sie überragt unmittelbar südlich von Wüstewaltersdorf und südwestlich von Reichenbach i. Eulengebirge die nordöstlich liegende Schlesische Tiefebene und das südwestlich verlaufende Tal der Steine. Auf dem Gipfel wurde 1906 der 25m hohe Bismarckturm errichtet. Großartige Aussicht.

Hohe Mense
Die Hohe Mense ist ein 1.084m hoher Berg im nördlichen Teil des Adlergebirges. Er liegt elf Kilometer südlich von Bad Reinerz auf der Grenze zwischen Polen und Tschechien. Der Berg ist der nördlichste Gipfel des Adlergebirgskammes. Der Gipfel ist mit Glimmerschiefer bedeckt und gewährt eine weite Aussicht nach Böhmen und in das Glatzer Land. Auf dem Gipfel errichtete der Gastwirt Heinrich Rübartsch (1852–1930) die nach ihm benannte „Rübartsch-Baude“ und einen Aussichtsturm, der als Kaiser-Friedrich-Turm bezeichnet wurde.

Hohenzollernhöhe
Großer Felsen beim Aufstieg zur Großen Heuscheuer.

Hoher Stein
Im Eulengebirge zwischen Ascherkoppe und Strohhaube, 815m.

Hölle
Waldgrund bei Leuthen

Höllenflössel
bei den Salzlöchern

Höllenhäuser
Kolonie bei Eckersdorf

Höllenkoppe
1) bei Neumohrau, 938m. 2) Vordere Höllenkoppe, östlich von Neugersdorf, 944m

Höllental
1) Bei Langenau - Verlorenwasser. 2) Bei Seitendorf - Marienthal 3) bei Altheide

Holzberg
Südöstlich von Bad Reinerz, 814m.

Hopfenberg
Westlich von Eckersdorf, 413m

Hordis
Kolonie bei Reinerz

Hordistal
Bewaldetes Tal bei Bad Reinerz

Hornung
Februar

Hortulanus
von lat. hortus „Garten“, Gärtner

Hummelwitz
Kolonie am Hummel. Quartier von Friedrich dem Großen am 4.7.1778 während des bayerischen Erbfolgekrieges.

Hupprich
1) Berg südlich von Tuntschendorf, 556m. 2) Berg nördlich von Gabersdorf 667m, bei Wiltsch.

Hussiten
Die Hussiten waren eine böhmische Reformbewegung im 15. Jahrhundert, die auf den Theologen Jan Hus zurückging. Rund 100 Jahre vor Martin Luther forderten sie eine Rückkehr der Kirche zu Armut und biblischen Werten. Nach der Verbrennung von Hus im Jahr 1415 kam es zu den Hussitenkriegen (1419–1434), in denen Böhmen und weite Teile der Nachbarländer, besonders der Grafschaft Glatz, verwüstet wurden. Die meisten Hussiten nahmen später das lutherische Bekenntnis an.

Husten, blauer
Keuchhusten, Pertussis, Stickhusten

Hutberg
Zwischen Landeck und Reyersdorf, 565m

Hutbergsruh
Kolonie bei Reyersdorf

Huthberg
südlich von Ebersdorf/N., 602m

Hutstein
Aussichtsberg bei Grafenort, 440m

Hüttenberg
Nördlich von Kaiserswalde, 812m


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