D.dominus – als Namensvorsatz bei Pfarrern
Da pacemGib Frieden. 18. Sonntag nach Pfingsten
Dämlackauch Dämellack. Grobes Schimpfwort für eine ungeschickte und dumme Person. Dämelei: nachlässiges, gleichgültiges, gedankenloses Wesen.
DarreEinrichtung zum Dörren, also dem Trocknen von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern mit Hilfe von trockener Hitze. Darren gibt es für verschiedene zu trocknende Güter, z.B. für Getreide, Malz, Hopfen, Tabak, Dörrobst.
deflorataNicht mehr jungfräulich
DefraudantEin Defraudant (lat. defraudans „betrügend“) ist eine veraltete Bezeichnung für einen Betrüger, Unterschläger oder eine Person, die Abgaben hinterzieht.
DeichselrainleinGrasstreifen in der Feldwegmitte
Delinquent(lateinisch: delinquere sich vergehen, einen Fehltritt begehen) eine insbesondere in der Kriminologie verwendete Bezeichnung für einen Straftäter oder jemanden, der eine Ordnungswidrigkeit begeht.
DepescheEilbotschaft, Telegramm. Entlehnung (Mitte 17. Jh.) aus frz. dépêcher ‘beschleunigen, (einen Eilboten, eine Eilnachricht) absenden
DepositiumAnvertrautes Gut, Verwahrgut
DepressionenMelancholie, Trübsinn, Schwermut, verstopfte Milz, Milzsucht, Galle, schwarze, Schwarzgalligkeit
Deus in adiutoriumOh Herr, komm mir zu Hilfe. 12. Sonntag nach Pfingsten
Deus in loco sanctoGott an heiligem Ort. 11. Sonntag nach Pfingsten
Deutsche Kurrentschriftvon lat.: currere „laufen“, eine Schreibschrift. Sie war etwa seit Beginn der Neuzeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die allgemeine Verkehrsschrift im gesamten deutschen Sprachraum. Sie wird auch Kurrent, deutsche Schreibschrift oder deutsche Schrift genannt.
DezemAbgabe, Steuer, "der Zehnte" oder "Zehnt". Der Begriff (von lat. decem zehn) bezeichnet eine etwa zehnprozentige Steuer des Einkommens, der Ernte oder des Viehbestands in Form von Geld oder Naturalien an eine geistliche oder eine weltliche Institution (Kirche oder Grundherr).
Diarium(lat.), bildungssprachlich für ein Tagebuch, ein besonders dickes Schreibheft mit festem Deckel
Diarium EuropaeumVorläufer der modernen Zeitung, worin die politischen Zeitereignisse erzählt und zahlreiche Aktenstücke mitgeteilt wurden. Herausgegeben von »Martin Meyer vom Hayn in Schlesien« (Pseudonym Philemerus Irenicus Elisius, Martin Meyer Hainoviensis Silesius). Der erste Band, die Jahre 1657 und 1658 umfassend, erschien 1659, der letzte (45.) Band (41. Fortsetzung) berichtet die Ereignisse bis 1681 und wurde 1683 ausgegeben.
Dicit Dominus IDer Herr sagte I, 23. Sonntag nach Pfingsten
Dicit Dominus IIDer Herr sagte II, 24. Sonntag nach Pfingsten
dies absolutionisKarfreitag
dimittieren(Aus dem Dienst) entlassen: einem Brautpaar, das in einem anderen Pfarrbezirk heiraten will, die Zustimmung erteilen. Es erhält ein „Dimissoriale“ (ein „Attest“, einen „Losbrief“ oder "Erlaubnisschein") des örtlich zuständigen Pfarrers, worin dieser sein Einverständnis zur Vornahme der Trauung durch einen anderen Geistlichen erklärt.
DinterkoppeBerg bei Wachtgrund, nördlich von Kudowa (ca. 1,5 Stunden Wanderung von dort), im Heuscheuergebirge. 482m. Schöne Aussicht auf das Riesengebirge.
DiphterieBräune,
Halsbräune (wegen der lederartigen braunen Beläge im Kehlkopf und in der Luftröhre aus abgestorbener Schleimhaut und Blutbestandteilen), Halsenge, Krupp, Halsgichter, Hundswürger, "Würgeengel der Kinder". Infektionskrankheit der oberen Atemwege.
DisklamationAbleugnung, Nichtanerkennung; disklamieren (lat. disclamare = ablehnen), ableugnen, nicht anerkennen. Auch: Verzicht auf ein Erbe oder Eigentum sowie die Verweigerung der Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung oder eines Besitzverhältnisses.
disparitas cultusEhe mit einem Ungetauften z. B. Juden
DohlenbergBerg und Kolonie bei Neuweistritz, 593m
Dom.Dominica = Tag des Herrn, Sonntag
domesticusHausbediensteter
dominica (latein.)Sonntag
Dominica TrinitatisSonntag der Dreieinigkeit, 1. Sonntag nach Pfingsten
DominiumHerrschaft, Eigentum, Gut. Die Grundherrschaft und das Rittergut wurden 'Dominium' genannt. Es hatte die Oberaufsicht und das Verfügungsrecht über den Dorfanger mit Dorfstraße und Dorfteich, über die Grenzraine, Wege, Stege, Bäche, Flüsse und die sonstigen unbebauten Flecken der Dorfgemarkung nebst besonderen Rechten, deren wichtigste das Jagdrecht, das Fischereirecht und das Bier- und Branntweinmonopol waren.
Dem Dominium gehörten innerhalb der Gemarkung umfangreiche Ländereien, die mit Hilfe dienstpflichtiger Knechte und Mägde und sonstiger Dienstleute sowie mit Hilfe der zu bestimmten Diensten verpflichteten Stellenbesitzer bewirtschaftet wurden.
Dominus fortitudoDer Herr ist Kraft/Stärke. 6. Sonntag nach Pfingsten
Dominus illuminatio meaDer Herr ist meine Erleuchtung, 4. Sonntag nach Pfingsten
DonauschwabenDonauschwaben (auch Donaudeutsche) ist ein Sammelbegriff für die von der Habsburgermonarchie nach den Türkenkriegen entlang der Südflanke des damaligen Habsburgerreiches angesiedelten Deutschen, aber auch einige Franzosen, Spanier und Italiener, längs des Mittellaufs der Donau in der Pannonischen Tiefebene. Zum Kernstück dieser Besiedlung wurde die unter Karl VI., Maria Theresia und Joseph II. (als Könige von Ungarn) im 18. Jahrhundert planmäßig durchgeführte Ansiedlung von deutschsprachigen Bauern und Handwerkern sowie österreichischen und böhmischen Bergleuten.
DonjonHauptturm einer Burg oder Festung (z. B. Glatz und Silberberg).
DotationDotation (von lateinisch dotatus reichlich ausgestattet oder dotalis zur Mitgift gehörig) Ausstattung mit Einkünften und Gütern, z. B. einer Stelle, einer Kasse, einer Stiftung, Anstalt, besonders einer kirchlichen Anstalt durch den Gründer, eines Feldherrn oder Staatsmannes zur Belohnung für besondere Verdienste. Gut dotiert heißt also: Gut bezahlt; einbringlich, einträglich, lohnend, profitabel, rentabel, lukrativ
DreidingBei einem Dreiding (auch Dreiding-Gericht oder Jahrding) handelt es sich um ein historisches, ländliches Dorfgericht, das vor allem in den östlichen deutschen Regionen wie Schlesien und Böhmen weit verbreitet war. Es wurde in der Regel dreimal im Jahr abgehalten. Es geht zurück auf einen kaiserlichen Erlass von 1626 und wurde erst 1832 aufgehoben. Es wurden Statuten und Ordnungen der Obrigkeiten verlesen. Es wurden dieser Gerichtsbarkeit nur kleinere Vergehen zugeordnet. Symbol der Dorfgerichtsbarkeit war die Staupsäule.
DreieckerEin markanter 766 Meter hoher Aussichtsberg im Reichensteiner Gebirge. Er befindet sich direkt oberhalb der Kurstadt Bad Landeck und bietet einen weiten Panoramablick auf den Sudeten-Hauptkamm sowie das Landecker Tal.
DreigrenzenGrenzstein am Fichtlich im Bielengebirge . Markierung des historischen "Dreiländerecks" und damit dem Zusammentreffens der drei Herrschaftsgebiete von Mähren, Österreich-Schlesien und der Grafschaft Glatz.
DreihöfeKolonie bei Mittelwalde
DreitannenbergEin 739 Meter hoher Berg bei Seitenberg im Habelschwerdter Gebirge. Er ist bekannt für seine einstige Wallfahrtskapelle, den herrlichen Panoramablick auf die umliegenden Täler und seine Nähe zur Burgruine Schnallenstein
Drescheumgangssprachlich für Schläge, Prügel, oft mit einem "Hilfsmittel" wie einem Gürtel, Rohrstock oder Teppichklopfer. "Jemanden verdreschen" = körperliche Züchtigung meist durch Eltern oder Lehrer
DrohtbenderDrahtbinder, der in den Dörfern Drahtzäune und Drahtkörbe flickte
DruschmaDruschmer, Hochzeitsbitter, Hochzeitslader, Brautbitter, Huxtpeter, Oanwalt. Acht Tage vor der Hochzeit lud er Bekannte und Freunde des Brautpaares zur Hochzeit ein. Er trug einen schwarzen Anzug mit Zylinder, lange rote Seidenbänder schmückten Hut und Rock und einen Stab. Er war der Leiter der gesamten Feierlichkeiten und hielt Ansprachen beim Brautmahl.
Drüsen (Krankheit)eiternde Geschwülste, Pestbeulen
DubsIn Preußen, besonders in Oberschlesien: Das menschliche Gesäß. Aber auch das "Hinterteil" eines Gänsebratens.
Dum mediumSonntag nach Weihnachten
DünkelDer Begriff Dünkel beschreibt eine übertriebene, eingebildete Arroganz oder einen Hochmut, der auf der vermeintlichen Überlegenheit der eigenen Person oder sozialen Gruppe basiert (Standesdünkel).
DüppelhöheSüdlich von Bad Reinerz gelegen. Ein beliebter Spazierweg der Kurgäste (vom Kurpark aus leicht zu Fuß erreichbar ) zum Aussichtspunkt mit einem herrlichen Blick über das gesamte Reinerzer Becken, 598m.
Düppler Schanzenam Fuß des Heidelberges (977m) in Lichtenwalde, "Gasthaus zu den Düppler Schanzen"
Durchfallkleine Not, Abweichen. Mundart: Dorchmasch, Hettlapresche, Feedriche, schnelle Katriin
Dürre KoppeBerg im Schneegebirge, 1.321m. )Sie ist ein beliebtes Wanderziel, bekannt für seine alpinen Bergwiesen und Panoramablicke.
Dürrer Berg1) Berg östlich von Wilhelmsthal, 1.047m. 2) Berg südöstlich von Martinsberg, 964m.
Dusel, Düsel (Krankheit)Pest, Typhus, Grippe
Dutzend12 Stück von etwas z. B. Eier