Grafschafter Wiki

Infos zum Grafschafter Wiki

In der Familienforschung stößt man immer wieder auf unbekannte Begriffe, die in Kirchenbüchern, Personenstandsdaten, Urkunden und anderen Unterlagen verwendet werden.
Mit dem Grafschafter Wiki entsteht nun ein “Werkzeug”, das Ihnen schnell Informationen zu eben diesen Begriffen verschaffen soll.
Dieses “neue Werkzeug” lebt und wächst mit unbekannten Begriffen, die Ihnen auffallen. Sie helfen uns, dieses Wiki weiter auszubauen, indem Sie unbekannte Begriffe und vielleicht auch eine mögliche Beschreibung dazu einfügen.
Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

Nutzungshilfe

Zunächst erscheinen die zuletzt eingegebenen Begriff mit Erläuterungen.
Das gesamte Wiki ist durchsuchbar. Dazu geben Sie in das Suchfeld eine Zeichenfolge ein. Sie wollen nach dem Begriff “Bauer” suchen und sind sich hinsichtlich der genutzten Schreibweise nicht sicher: sie geben also nur einen Teil der Zeichenfolge ein, bspw. aue in das Suchfeld ein und starten die Suche.
Als Ergebnis erhalten Sie in einer Übersicht alle Ergebnisse, die die Zeichenfolge aue – gelb hinterlegt – enthalten.

Nutzungshilfe “Einfügen eines neuen Begriffs”

Klicken Sie bitte auf den Link “Übermittle einen Begriff”.
Danach geben Sie den Begriff (Pflichtfeld) und die Beschreibung (optional) ein. In das dritte Feld von oben bitte Ihren Namen eingeben, der nicht veröffentlicht wird. Nachdem Sie ein Häkchen im reCAPTCHA-Feld gesetzt haben, können sie das Ganze absenden.
Nach einem internen Check erfolgt die Freigabe des Eintrags.

Es gibt 56 Begriffe in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben D beginnen.
D

D.
dominus – als Namensvorsatz bei Pfarrern

Da pacem
Gib Frieden. 18. Sonntag nach Pfingsten

Dämlack
auch Dämellack. Grobes Schimpfwort für eine ungeschickte und dumme Person. Dämelei: nachlässiges, gleichgültiges, gedankenloses Wesen.

Darre
Einrichtung zum Dörren, also dem Trocknen von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern mit Hilfe von trockener Hitze. Darren gibt es für verschiedene zu trocknende Güter, z.B. für Getreide, Malz, Hopfen, Tabak, Dörrobst.

deflorata
Nicht mehr jungfräulich

Defraudant
Ein Defraudant (lat. defraudans „betrügend“) ist eine veraltete Bezeichnung für einen Betrüger, Unterschläger oder eine Person, die Abgaben hinterzieht.

Deichselrainlein
Grasstreifen in der Feldwegmitte

Delinquent
(lateinisch: delinquere sich vergehen, einen Fehltritt begehen) eine insbesondere in der Kriminologie verwendete Bezeichnung für einen Straftäter oder jemanden, der eine Ordnungswidrigkeit begeht.

Depesche
Eilbotschaft, Telegramm. Entlehnung (Mitte 17. Jh.) aus frz. dépêcher ‘beschleunigen, (einen Eilboten, eine Eilnachricht) absenden

Depositium
Anvertrautes Gut, Verwahrgut

Depressionen
Melancholie, Trübsinn, Schwermut, verstopfte Milz, Milzsucht, Galle, schwarze, Schwarzgalligkeit

Deus in adiutorium
Oh Herr, komm mir zu Hilfe. 12. Sonntag nach Pfingsten

Deus in loco sancto
Gott an heiligem Ort. 11. Sonntag nach Pfingsten

Deutsche Kurrentschrift
von lat.: currere „laufen“, eine Schreibschrift. Sie war etwa seit Beginn der Neuzeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die allgemeine Verkehrsschrift im gesamten deutschen Sprachraum. Sie wird auch Kurrent, deutsche Schreibschrift oder deutsche Schrift genannt.

Dezem
Abgabe, Steuer, "der Zehnte" oder "Zehnt". Der Begriff (von lat. decem zehn) bezeichnet eine etwa zehnprozentige Steuer des Einkommens, der Ernte oder des Viehbestands in Form von Geld oder Naturalien an eine geistliche oder eine weltliche Institution (Kirche oder Grundherr).

Diarium
(lat.), bildungssprachlich für ein Tagebuch, ein besonders dickes Schreibheft mit festem Deckel

Diarium Europaeum
Vorläufer der modernen Zeitung, worin die politischen Zeitereignisse erzählt und zahlreiche Aktenstücke mitgeteilt wurden. Herausgegeben von »Martin Meyer vom Hayn in Schlesien« (Pseudonym Philemerus Irenicus Elisius, Martin Meyer Hainoviensis Silesius). Der erste Band, die Jahre 1657 und 1658 umfassend, erschien 1659, der letzte (45.) Band (41. Fortsetzung) berichtet die Ereignisse bis 1681 und wurde 1683 ausgegeben.

Dicit Dominus I
Der Herr sagte I, 23. Sonntag nach Pfingsten

Dicit Dominus II
Der Herr sagte II, 24. Sonntag nach Pfingsten

dies absolutionis
Karfreitag

dimittieren
(Aus dem Dienst) entlassen: einem Brautpaar, das in einem anderen Pfarrbezirk heiraten will, die Zustimmung erteilen. Es erhält ein „Dimissoriale“ (ein „Attest“, einen „Losbrief“ oder "Erlaubnisschein") des örtlich zuständigen Pfarrers, worin dieser sein Einverständnis zur Vornahme der Trauung durch einen anderen Geistlichen erklärt.

Dinterkoppe
Berg bei Wachtgrund, nördlich von Kudowa (ca. 1,5 Stunden Wanderung von dort), im Heuscheuergebirge. 482m. Schöne Aussicht auf das Riesengebirge.

Diphterie
Bräune, Halsbräune (wegen der lederartigen braunen Beläge im Kehlkopf und in der Luftröhre aus abgestorbener Schleimhaut und Blutbestandteilen), Halsenge, Krupp, Halsgichter, Hundswürger, "Würgeengel der Kinder". Infektionskrankheit der oberen Atemwege.

Disklamation
Ableugnung, Nichtanerkennung; disklamieren (lat. disclamare = ablehnen), ableugnen, nicht anerkennen. Auch: Verzicht auf ein Erbe oder Eigentum sowie die Verweigerung der Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung oder eines Besitzverhältnisses.

disparitas cultus
Ehe mit einem Ungetauften z. B. Juden

Dohlenberg
Berg und Kolonie bei Neuweistritz, 593m

Dom.
Dominica = Tag des Herrn, Sonntag

domesticus
Hausbediensteter

dominica (latein.)
Sonntag

Dominica Trinitatis
Sonntag der Dreieinigkeit, 1. Sonntag nach Pfingsten

Dominium
Herrschaft, Eigentum, Gut. Die Grundherrschaft und das Rittergut wurden 'Dominium' genannt. Es hatte die Oberaufsicht und das Verfügungsrecht über den Dorfanger mit Dorfstraße und Dorfteich, über die Grenzraine, Wege, Stege, Bäche, Flüsse und die sonstigen unbebauten Flecken der Dorfgemarkung nebst besonderen Rechten, deren wichtigste das Jagdrecht, das Fischereirecht und das Bier- und Branntweinmonopol waren. Dem Dominium gehörten innerhalb der Gemarkung umfangreiche Ländereien, die mit Hilfe dienstpflichtiger Knechte und Mägde und sonstiger Dienstleute sowie mit Hilfe der zu bestimmten Diensten verpflichteten Stellenbesitzer bewirtschaftet wurden.

Dominus fortitudo
Der Herr ist Kraft/Stärke. 6. Sonntag nach Pfingsten

Dominus illuminatio mea
Der Herr ist meine Erleuchtung, 4. Sonntag nach Pfingsten

domizilieren
wohnen

Donauschwaben
Donauschwaben (auch Donaudeutsche) ist ein Sammelbegriff für die von der Habsburgermonarchie nach den Türkenkriegen entlang der Südflanke des damaligen Habsburgerreiches angesiedelten Deutschen, aber auch einige Franzosen, Spanier und Italiener, längs des Mittellaufs der Donau in der Pannonischen Tiefebene. Zum Kernstück dieser Besiedlung wurde die unter Karl VI., Maria Theresia und Joseph II. (als Könige von Ungarn) im 18. Jahrhundert planmäßig durchgeführte Ansiedlung von deutschsprachigen Bauern und Handwerkern sowie österreichischen und böhmischen Bergleuten.

Donjon
Hauptturm einer Burg oder Festung (z. B. Glatz und Silberberg).

Dotation
Dotation (von lateinisch dotatus reichlich ausgestattet oder dotalis zur Mitgift gehörig) Ausstattung mit Einkünften und Gütern, z. B. einer Stelle, einer Kasse, einer Stiftung, Anstalt, besonders einer kirchlichen Anstalt durch den Gründer, eines Feldherrn oder Staatsmannes zur Belohnung für besondere Verdienste. Gut dotiert heißt also: Gut bezahlt; einbringlich, einträglich, lohnend, profitabel, rentabel, lukrativ

Dreiding
Bei einem Dreiding (auch Dreiding-Gericht oder Jahrding) handelt es sich um ein historisches, ländliches Dorfgericht, das vor allem in den östlichen deutschen Regionen wie Schlesien und Böhmen weit verbreitet war. Es wurde in der Regel dreimal im Jahr abgehalten. Es geht zurück auf einen kaiserlichen Erlass von 1626 und wurde erst 1832 aufgehoben. Es wurden Statuten und Ordnungen der Obrigkeiten verlesen. Es wurden dieser Gerichtsbarkeit nur kleinere Vergehen zugeordnet. Symbol der Dorfgerichtsbarkeit war die Staupsäule.

Dreiecker
Ein markanter 766 Meter hoher Aussichtsberg im Reichensteiner Gebirge. Er befindet sich direkt oberhalb der Kurstadt Bad Landeck und bietet einen weiten Panoramablick auf den Sudeten-Hauptkamm sowie das Landecker Tal.

Dreigrenzen
Grenzstein am Fichtlich im Bielengebirge . Markierung des historischen "Dreiländerecks" und damit dem Zusammentreffens der drei Herrschaftsgebiete von Mähren, Österreich-Schlesien und der Grafschaft Glatz.

Dreihöfe
Kolonie bei Mittelwalde

Dreitannenberg
Ein 739 Meter hoher Berg bei Seitenberg im Habelschwerdter Gebirge. Er ist bekannt für seine einstige Wallfahrtskapelle, den herrlichen Panoramablick auf die umliegenden Täler und seine Nähe zur Burgruine Schnallenstein

Dresche
umgangssprachlich für Schläge, Prügel, oft mit einem "Hilfsmittel" wie einem Gürtel, Rohrstock oder Teppichklopfer. "Jemanden verdreschen" = körperliche Züchtigung meist durch Eltern oder Lehrer

Drohtbender
Drahtbinder, der in den Dörfern Drahtzäune und Drahtkörbe flickte

Druschma
Druschmer, Hochzeitsbitter, Hochzeitslader, Brautbitter, Huxtpeter, Oanwalt. Acht Tage vor der Hochzeit lud er Bekannte und Freunde des Brautpaares zur Hochzeit ein. Er trug einen schwarzen Anzug mit Zylinder, lange rote Seidenbänder schmückten Hut und Rock und einen Stab. Er war der Leiter der gesamten Feierlichkeiten und hielt Ansprachen beim Brautmahl.

Drüsen (Krankheit)
eiternde Geschwülste, Pestbeulen

Dubs
In Preußen, besonders in Oberschlesien: Das menschliche Gesäß. Aber auch das "Hinterteil" eines Gänsebratens.

Dum medium
Sonntag nach Weihnachten

Dünkel
Der Begriff Dünkel beschreibt eine übertriebene, eingebildete Arroganz oder einen Hochmut, der auf der vermeintlichen Überlegenheit der eigenen Person oder sozialen Gruppe basiert (Standesdünkel).

Düppelhöhe
Südlich von Bad Reinerz gelegen. Ein beliebter Spazierweg der Kurgäste (vom Kurpark aus leicht zu Fuß erreichbar ) zum Aussichtspunkt mit einem herrlichen Blick über das gesamte Reinerzer Becken, 598m.

Düppler Schanzen
am Fuß des Heidelberges (977m) in Lichtenwalde, "Gasthaus zu den Düppler Schanzen"

Durchfall
kleine Not, Abweichen. Mundart: Dorchmasch, Hettlapresche, Feedriche, schnelle Katriin

Dürre Koppe
Berg im Schneegebirge, 1.321m. )Sie ist ein beliebtes Wanderziel, bekannt für seine alpinen Bergwiesen und Panoramablicke.

Dürrer Berg
1) Berg östlich von Wilhelmsthal, 1.047m. 2) Berg südöstlich von Martinsberg, 964m.

Dusel, Düsel (Krankheit)
Pest, Typhus, Grippe

Dutzend
12 Stück von etwas z. B. Eier


Übermittle ein Begriff