CafetierBesitzer eines Cafés, der Wirt eines Kaffeehauses.
campanifusorGlockengießer
CantateSingt, 4. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)
Canton-RollenCanton-Rollen (auch: Kantonsrollen, Kantonregister, Konskriptionslisten) waren im 18. und 19. Jahrhundert preußische Militärregister bzw. Musterungs- und Rekrutierungslisten, in denen die männliche Bevölkerung eines Gebietes erfasst wurde.
Die Männer unterlagen dem Kantonzwang, das bedeutet, sie durften ihren Wohnort nicht verlassen, ohne die Erlaubnis des Regiments einzuholen. Wer ohne dieses Wissen oder diese Genehmigung auswanderte, floh oder sich der Musterung entzog, galt behördlich als "unwissend" (oder abwesend/flüchtig) abgemeldet.
castrumbefestigter Ort, Burg, Kastell
cellerarius Kellerer, Kellermeister, Kellereiamtmann
Chaiselongue(frz. chaise longue: langer Stuhl) Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung für ein niedriges, gepolstertes kombiniertes Sitz- und Liegemöbel für eine Person. Es kann auch zum kurzen Mittagsschlaf oder gelegentlich als Gästebett genutzt werden.
Chapeau ClaqueKlapp- oder Faltzylinder. Zylinderförmiger Hut, der platzsparend zusammengefaltet werden konnte und sich durch einen kräftigen Handgelenksschwung oder Klaps wieder entfaltete.
ChaperoneVeraltet für eine meist ältere Dame, die ein junges Mädchen oder unverheiratete junge Frau als Beschützerin begleitet. Ihre Aufgabe war es, bei Treffen mit jungen Männern als moralische Aufsicht zu fungieren. Auch Anstandsdame oder scherzhaft "Anstandswauwau" genannt.
ChausseeChaussee ist die veraltete Bezeichnung für eine befestigte, künstlich angelegte Landstraße. Früher wurden damit Straßen bezeichnet, die im Gegensatz zu Naturwegen ingenieurmäßig geplant, begradigt und mit einem konstruierten Unterbau sowie einer festen Fahrbahndecke versehen waren. Kunststraße war der deutsche Ausdruck für Chaussee. Beispiel: Preußens zweithöchste Kunststraße bei Brand, Kreis Habelschwerdt.
cj.conjuges, conjugum = Ehegatten, Eheleute
claustrarius Schlosser, Riegelmacher
CommisKommis (von frz. commis = „Gehilfe" oder „Beauftragter“) ist eine veraltete Bezeichnung für einen Kontoristen, Handlungsgehilfen oder kaufmännischen Angestellten. Heute würde man die Tätigkeit mit Sachbearbeiter bezeichnen.
commorantes in ...wohnhaft in ...
Confessio Augustanalat.: Augsburger Bekenntnis, abgekürzt CA oder AB. Sie ist eine der wichtigsten Bekenntnisschriften der lutherischen Kirche. Es wurde am 25. Juni 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg von Philipp Melanchthon verfasst und Kaiser Karl V. überreicht, um den Glauben und die Reformanliegen der Protestanten zu erklären.
contraxit matrimonium cumschloss die Ehe mit
copulansPriester, der die Trauung vornimmt.
Corpus Christi(1) Fronleichnam, (2) (at. Leib Christi
cubicularius Kammerdiener
Cuius regio, eius religio"Wessen Herrschaft, dessen Religion". Ein nach der Reformation praktizierter Grundsatz, nach dem die Konfession des Landesherrn die seiner Untertanen bestimmte. 1555 wurde diese Regel im Augsburger Religionsfrieden festgelegt und bestimmte die Konfessionsgrenzen bis hinein in das 19. Jahrhundert.
culinariusKoch, Küchenbediensteter
Cum clamaremAls ich rief. 10. Sonntag nach Pfingsten
curatorKurator, Vormund, Verwalter, Aufseher, Leiter
custos agrorumauch: bannarius. Feldhüter, Flurschütz oder Bannwart. Person, die in der Landwirtschaft die Felder überwachte, vor Wild- oder Diebstahlschäden schützte und oftmals auch Grenzsteine kontrollierte.
custos animaliumViehhirte
custos carcerisKerkermeister, Gefangenenaufseher