ebenda(lat.:) ibidem, daselbst, an demselben Ort
Ecce, deus adiuvetSiehe, Gott hilft. 9. Sonntag nach Pfingsten
EcksteinMarkante Felsformation aus Sandstein im Heuscheuergebirge südlich Karlsberg, 851m.
Edikt(von lat. edictum Anordnung/Bekanntmachung) Ein Edikt ist ein feierlicher, öffentlich bekannt gemachter Erlass oder eine Verordnung einer staatlichen (z. B. Kaiser oder König) oder geistlichen Obrigkeit.
EfeubergBewaldeter Berg in den Ausläufern des Heuscheuergebirges bei Grenzeck (früher Tscherbeney), 521m
EffektenIm historischen Kontext sind Effekten (franz. effets) Habseligkeiten, der Besitz an beweglichen Gütern, oder was jemand auf einer Reise zum persönlichen Gebrauch mit sich führt (Reiseeffekten).
EheliebsteEhefrau, Ehewirtin, Ehewürthin, Eheweib
Einjährig FreiwilligeEinjährig-Freiwillige (EF) waren in preußische Wehrpflichtige mit höherem Schulabschluss), die nach freiwilliger Meldung einen Wehrdienst in einem Truppenteil ihrer Wahl als Präsenzdienst ableisteten. Sie konnten so ihre Dienstzeit um zwei Jahre verkürzen und damit einen entscheidenden Vorteil für ihre spätere Karriere erzielen. Nach Abschluss der Grundausbildung konnten sie Offizier der Reserve werden.
EinsiedelwieseEine idyllische Talwiese 1km westlich des Bahnhofes Mittelwalde. Sie liegt im Tal des Einsiedelbaches und ist Ausgangspunkt für Wanderungen in das Glatzer Schneegebirge.
EisenbergeBergzug nördlich von Altwaltersdorf, 500-580m.
Eisenkoppeöstlich von Köpprich, Kreis Neurode, 741m. Der Köpprich war ein bekannter Ausgangspunkt für Wanderungen und Aussichtspunkte im Eulengebirge. Auf der Eisenkoppe wurden früher zu besonderen Anlässen Bergfeuer entzündet.
EiterfieberBlutvergiftung
ejusdem huiusdesselben Monats
Eleve, Elevinvon franz. élève: Schüler bzw. Schülerin. Zögling
Elster (Pica pica) Scholoaster, Schalaster
emisit spiritumgab den Geist auf
Emmaus-GangAm Morgen des Ostermontag zogen die Emmaus-Bruderschaften betend über die Felder zu verschiedenen Stationen. Den Abschluss bildete eine Messfeier in der Pfarrkirche.
EngelhäuserKolonie bei Albendorf
EngelmacherinMeist Frauen, die illegale Abteibungen bei ungewollt Schwangeren vornahmen.
eodemeodem anno = in selben Jahr, eodem mense = in selben Monat, eodem die = am selben Tag, eodem loci = am selben Ort
Epaulette(frz. épaulette, zu épaule Schulter) Schmückender Schulterbesatz einer Uniform. Ursprünglich waren die Epauletten ein Schulterschutz gegen Säbelhiebe, verhinderten jedoch auch ein Abrutschen der Schulterriemen. Später dienten Epauletten als Rangabzeichen der Offiziere, wurden aber auch Bestandteil der Gala-Uniform mancher höheren Zivilbeamten.
EpilepsieJammer, Fallsucht, Fallübel, fallende Sucht, fallende Krankheit, schwere Not, Veitstanz, St. Valentins-Krankheit, Elend
EpiphaniasFest der Erscheinung des Herrn, kath.: Heilige drei Könige
eques ungaricus"ungarischer Reiter", Husar
ErbsenbärEine in Erbsenstroh gehüllte eingemummte Person wurde nach Art eines Tanzbären von Burschen und Musikanten mit Gesang und Getöse durch Dorf geführt. Er erschreckte die ihn verhöhnenden Zuschauer, konnte ihnen aber nichts tun. Symbolik: Überwindung des Winters und Beginn des Frühlings.
ErlitzGrenzfluss zwischen dem auf Grafschafter Seite liegenden Habelschwerdter Kamm und dem auf der böhmischen Seite liegenden Adlergebirge. Im Oberlauf Erlitz genannt, dann Wilde Adler. Entspringt im Habelschwerdter Gebirge, die Quelle befindet sich in einer Höhe von 800 Metern über dem Meeresspiegel. Gesamtlänge: 99km. Nach der Vereinigung mit der Stillen Adler wird sie zur Adler und mündet bei Königgrätz in die Elbe.
EschenbergIm südlichen Schneegebirge, nahe dem Eschenberg (926m) entspringen drei Quellen: Ein Quellfluss der Neisse, das Lipkaer Wasser und das Obermohrauerwasser.
EstradeEine Estrade (aus dem Französischen für Podium oder Tribüne) bezeichnet einen um mindestens eine Stufe erhöhten Teil des Fußbodens. Typischerweise dient sie dazu, Personen oder Gegenstände (wie Throne, Rednerpulte, Altäre oder Musikinstrumente) optisch hervorzuheben.
EttichSchwindsucht, Asthma
EuledörfelAls Weberkolonie vom Preußenkönig Friedrich II. im Jahr 1895 gegründet (auch Euldörfel, Eulendorf oder Eulenburg). Auf etwa 860 Metern Höhe am Südhang der Hohen Eule im Eulengebirge gelegen, war die heute untergegangene Ortschaft im Kreis Neurode ein beliebtes Ausflugsziel und Sommerfrische. Im unteren Bereich des Euledörfels stand die weithin bekannte und sehr beliebte Müllermax-Baude in 850 m Höhe.
Eulenbergbei Gombersdorf, Schreckendorf und Seitenberg, 675m. Am Fuß des Berges befand sich die Glasfabrik Oranienhütte.
Eulengebirge36 km langer, vorwiegend bewaldeter Gneisrücken vom Tal der Schweidnitzer Weistritz (Bystrzyca) bis zum Durchbruchstal der Glatzer Neiße (Nysa Kłodzka). Das Gebirge ist ein Bindeglied in der Sudetenkette vom Waldenburger zum Glatzer Bergland. Höchste Erhebung im Nordwesten, die Hohen Eule (Wielka Sowa), 1015 m. Haupterhebungen: Sonnenkoppe (Słoneczna), 952 m, Ascherkoppe (Popielak), 856 m, der Hohe Stein (Wysokie Skałki), 815 m, Strohhaube (Chochoł Wielki), 740 m, der "Donjon" der Festung Silberberg (Fort Rogowy), 686 m, und die Hügel von Wartha (Góry Bardzkie). Von der Hohen Eule bis nach Silberberg verläuft der Hauptwanderweg.
EulengebirgsbahnDie 1899 gegründete Eulengebirgsbahn AG war eine Kleinbahngesellschaft. Die Strecke der Gesellschaft begann in Reichenbach im Eulengebirge (Dzierżoniów), überquerte bei Silberberg (Srebrna Góra) den Kamm des Eulengebirges und führte über Mittelsteine (Ścinawka Średnia) nach Wünschelburg (Radków) am Fuß des Heuscheuergebirges. 1902 erfolgte die Eröffnung. Auf den Kreis Reichenbach entfielen 19 km der Stammstrecke, 12 km auf den Kreis Frankenstein und 24 km auf den Kreis Neurode. Am 15. Dezember 1931 wurde die Strecke Silberberg–Neudorf vollständig stillgelegt und damit auch der Zahnradbetrieb. Auf dem anschließenden Abschnitt bis Mittelsteine verkehrten danach nur noch Güterzüge, so dass die Kleinbahn keine Personen mehr über das Eulengebirge beförderte. Am 14. Juni 2026 wurde der Eisenbahnverkehr von Bielawa Zachodnia bis Nowa Bielawa wieder aufgenommen.
Eulengebirgsverein"Verband der Gebirgsvereine an der Eule mit sitz in Reichenbach", EGV. 1882 ursprünglich gegründet mit der Aufgabe der touristischen Erschließung des Eulengebirges, nach und nach Zusammenschluss aus mehreren Gebirgsvereinen des Gebietes.
EuletalQuertal von Ludwigsdorf ins Eulengebirge
ex cathedraEx cathedra (lateinisch für „vom Lehrstuhl [Petri] aus“) ist ein theologischer Fachbegriff der katholischen Kirche. Er bezeichnet eine unfehlbare, endgültige Lehrentscheidung des Papstes in Glaubens- oder Sittenfragen. Im übertragenen, oft abwertenden Sprachgebrauch meint es das autoritäre, keinen Widerspruch duldende Auftreten einer Person.
ex eod. c. et. c.lat. Abkürzung im Kirchenbuch, meist bei der Braut: aus derselben Stadt (civitas) und demselben Kreis (circulus)
ex improvisounvorhergesehen, unvermutet. . Das plötzliche, unvorbereitete Eintreten eines Ereignisses oder das spontane Handeln ohne vorherige Planung.
ex primo matrimonioe. p. m., aus der ersten Ehe
ExaudiErhöre, 6. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)
Exaudi, DomineErhöre, Herr. 5. Sonntag nach Pfingsten
ExtemporaleVon lat. ex tempore: „aus dem Stegreif“ oder „aus dem Augenblick [heraus]“. Eine Prüfung aus dem Stegreif, also unvorbereitet, ex-temporiert. Aus dem Stegreif bedeutet wörtlich: ohne vom Pferd zu steigen.