Grafschafter Wiki

Infos zum Grafschafter Wiki

In der Familienforschung stößt man immer wieder auf unbekannte Begriffe, die in Kirchenbüchern, Personenstandsdaten, Urkunden und anderen Unterlagen verwendet werden.
Mit dem Grafschafter Wiki entsteht nun ein “Werkzeug”, das Ihnen schnell Informationen zu eben diesen Begriffen verschaffen soll.
Dieses “neue Werkzeug” lebt und wächst mit unbekannten Begriffen, die Ihnen auffallen. Sie helfen uns, dieses Wiki weiter auszubauen, indem Sie unbekannte Begriffe und vielleicht auch eine mögliche Beschreibung dazu einfügen.
Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

Nutzungshilfe

Zunächst erscheinen die zuletzt eingegebenen Begriff mit Erläuterungen.
Das gesamte Wiki ist durchsuchbar. Dazu geben Sie in das Suchfeld eine Zeichenfolge ein. Sie wollen nach dem Begriff “Bauer” suchen und sind sich hinsichtlich der genutzten Schreibweise nicht sicher: sie geben also nur einen Teil der Zeichenfolge ein, bspw. aue in das Suchfeld ein und starten die Suche.
Als Ergebnis erhalten Sie in einer Übersicht alle Ergebnisse, die die Zeichenfolge aue – gelb hinterlegt – enthalten.

Nutzungshilfe “Einfügen eines neuen Begriffs”

Klicken Sie bitte auf den Link “Übermittle einen Begriff”.
Danach geben Sie den Begriff (Pflichtfeld) und die Beschreibung (optional) ein. In das dritte Feld von oben bitte Ihren Namen eingeben, der nicht veröffentlicht wird. Nachdem Sie ein Häkchen im reCAPTCHA-Feld gesetzt haben, können sie das Ganze absenden.
Nach einem internen Check erfolgt die Freigabe des Eintrags.

Es gibt 45 Begriffe in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben E beginnen.
E

ebenda
(lat.:) ibidem, daselbst, an demselben Ort

Ecce, deus adiuvet
Siehe, Gott hilft. 9. Sonntag nach Pfingsten

Eckstein
Markante Felsformation aus Sandstein im Heuscheuergebirge südlich Karlsberg, 851m.

Edikt
(von lat. edictum Anordnung/Bekanntmachung) Ein Edikt ist ein feierlicher, öffentlich bekannt gemachter Erlass oder eine Verordnung einer staatlichen (z. B. Kaiser oder König) oder geistlichen Obrigkeit.

Efeuberg
Bewaldeter Berg in den Ausläufern des Heuscheuergebirges bei Grenzeck (früher Tscherbeney), 521m

Effekten
Im historischen Kontext sind Effekten (franz. effets) Habseligkeiten, der Besitz an beweglichen Gütern, oder was jemand auf einer Reise zum persönlichen Gebrauch mit sich führt (Reiseeffekten).

Ehe
matrimonium

Eheliebste
Ehefrau, Ehewirtin, Ehewürthin, Eheweib

Einjährig Freiwillige
Einjährig-Freiwillige (EF) waren in preußische Wehrpflichtige mit höherem Schulabschluss), die nach freiwilliger Meldung einen Wehrdienst in einem Truppenteil ihrer Wahl als Präsenzdienst ableisteten. Sie konnten so ihre Dienstzeit um zwei Jahre verkürzen und damit einen entscheidenden Vorteil für ihre spätere Karriere erzielen. Nach Abschluss der Grundausbildung konnten sie Offizier der Reserve werden.

Einsiedelwiese
Eine idyllische Talwiese 1km westlich des Bahnhofes Mittelwalde. Sie liegt im Tal des Einsiedelbaches und ist Ausgangspunkt für Wanderungen in das Glatzer Schneegebirge.

Eisenberge
Bergzug nördlich von Altwaltersdorf, 500-580m.

Eisenkoppe
östlich von Köpprich, Kreis Neurode, 741m. Der Köpprich war ein bekannter Ausgangspunkt für Wanderungen und Aussichtspunkte im Eulengebirge. Auf der Eisenkoppe wurden früher zu besonderen Anlässen Bergfeuer entzündet.

Eiterfieber
Blutvergiftung

ejusdem huius
desselben Monats

Eleve, Elevin
von franz. élève: Schüler bzw. Schülerin. Zögling

Elster (Pica pica)
Scholoaster, Schalaster

Eltern
(lat.:) parentes

emisit spiritum
gab den Geist auf

Emmaus-Gang
Am Morgen des Ostermontag zogen die Emmaus-Bruderschaften betend über die Felder zu verschiedenen Stationen. Den Abschluss bildete eine Messfeier in der Pfarrkirche.

Engelhäuser
Kolonie bei Albendorf

Engelmacherin
Meist Frauen, die illegale Abteibungen bei ungewollt Schwangeren vornahmen.

eodem
eodem anno = in selben Jahr, eodem mense = in selben Monat, eodem die = am selben Tag, eodem loci = am selben Ort

Epaulette
(frz. épaulette, zu épaule Schulter) Schmückender Schulterbesatz einer Uniform. Ursprünglich waren die Epauletten ein Schulterschutz gegen Säbelhiebe, verhinderten jedoch auch ein Abrutschen der Schulterriemen. Später dienten Epauletten als Rangabzeichen der Offiziere, wurden aber auch Bestandteil der Gala-Uniform mancher höheren Zivilbeamten.

Epilepsie
Jammer, Fallsucht, Fallübel, fallende Sucht, fallende Krankheit, schwere Not, Veitstanz, St. Valentins-Krankheit, Elend

Epiphanias
Fest der Erscheinung des Herrn, kath.: Heilige drei Könige

eques ungaricus
"ungarischer Reiter", Husar

Erbsenbär
Eine in Erbsenstroh gehüllte eingemummte Person wurde nach Art eines Tanzbären von Burschen und Musikanten mit Gesang und Getöse durch Dorf geführt. Er erschreckte die ihn verhöhnenden Zuschauer, konnte ihnen aber nichts tun. Symbolik: Überwindung des Winters und Beginn des Frühlings.

Erlitz
Grenzfluss zwischen dem auf Grafschafter Seite liegenden Habelschwerdter Kamm und dem auf der böhmischen Seite liegenden Adlergebirge. Im Oberlauf Erlitz genannt, dann Wilde Adler. Entspringt im Habelschwerdter Gebirge, die Quelle befindet sich in einer Höhe von 800 Metern über dem Meeresspiegel. Gesamtlänge: 99km. Nach der Vereinigung mit der Stillen Adler wird sie zur Adler und mündet bei Königgrätz in die Elbe.

Ernting
Erntemonat August

Eschenberg
Im südlichen Schneegebirge, nahe dem Eschenberg (926m) entspringen drei Quellen: Ein Quellfluss der Neisse, das Lipkaer Wasser und das Obermohrauerwasser.

Estrade
Eine Estrade (aus dem Französischen für Podium oder Tribüne) bezeichnet einen um mindestens eine Stufe erhöhten Teil des Fußbodens. Typischerweise dient sie dazu, Personen oder Gegenstände (wie Throne, Rednerpulte, Altäre oder Musikinstrumente) optisch hervorzuheben.

Ettich
Schwindsucht, Asthma

Euledörfel
Als Weberkolonie vom Preußenkönig Friedrich II. im Jahr 1895 gegründet (auch Euldörfel, Eulendorf oder Eulenburg). Auf etwa 860 Metern Höhe am Südhang der Hohen Eule im Eulengebirge gelegen, war die heute untergegangene Ortschaft im Kreis Neurode ein beliebtes Ausflugsziel und Sommerfrische. Im unteren Bereich des Euledörfels stand die weithin bekannte und sehr beliebte Müllermax-Baude in 850 m Höhe.

Eulenberg
bei Gombersdorf, Schreckendorf und Seitenberg, 675m. Am Fuß des Berges befand sich die Glasfabrik Oranienhütte.

Eulengebirge
36 km langer, vorwiegend bewaldeter Gneisrücken vom Tal der Schweidnitzer Weistritz (Bystrzyca) bis zum Durchbruchstal der Glatzer Neiße (Nysa Kłodzka). Das Gebirge ist ein Bindeglied in der Sudetenkette vom Waldenburger zum Glatzer Bergland. Höchste Erhebung im Nordwesten, die Hohen Eule (Wielka Sowa), 1015 m. Haupterhebungen: Sonnenkoppe (Słoneczna), 952 m, Ascherkoppe (Popielak), 856 m, der Hohe Stein (Wysokie Skałki), 815 m, Strohhaube (Chochoł Wielki), 740 m, der "Donjon" der Festung Silberberg (Fort Rogowy), 686 m, und die Hügel von Wartha (Góry Bardzkie). Von der Hohen Eule bis nach Silberberg verläuft der Hauptwanderweg.

Eulengebirgsbahn
Die 1899 gegründete Eulengebirgsbahn AG war eine Kleinbahngesellschaft. Die Strecke der Gesellschaft begann in Reichenbach im Eulengebirge (Dzierżoniów), überquerte bei Silberberg (Srebrna Góra) den Kamm des Eulengebirges und führte über Mittelsteine (Ścinawka Średnia) nach Wünschelburg (Radków) am Fuß des Heuscheuergebirges. 1902 erfolgte die Eröffnung. Auf den Kreis Reichenbach entfielen 19 km der Stammstrecke, 12 km auf den Kreis Frankenstein und 24 km auf den Kreis Neurode. Am 15. Dezember 1931 wurde die Strecke Silberberg–Neudorf vollständig stillgelegt und damit auch der Zahnradbetrieb. Auf dem anschließenden Abschnitt bis Mittelsteine verkehrten danach nur noch Güterzüge, so dass die Kleinbahn keine Personen mehr über das Eulengebirge beförderte. Am 14. Juni 2026 wurde der Eisenbahnverkehr von Bielawa Zachodnia bis Nowa Bielawa wieder aufgenommen.

Eulengebirgsverein
"Verband der Gebirgsvereine an der Eule mit sitz in Reichenbach", EGV. 1882 ursprünglich gegründet mit der Aufgabe der touristischen Erschließung des Eulengebirges, nach und nach Zusammenschluss aus mehreren Gebirgsvereinen des Gebietes.

Euletal
Quertal von Ludwigsdorf ins Eulengebirge

ex cathedra
Ex cathedra (lateinisch für „vom Lehrstuhl [Petri] aus“) ist ein theologischer Fachbegriff der katholischen Kirche. Er bezeichnet eine unfehlbare, endgültige Lehrentscheidung des Papstes in Glaubens- oder Sittenfragen. Im übertragenen, oft abwertenden Sprachgebrauch meint es das autoritäre, keinen Widerspruch duldende Auftreten einer Person.

ex eod. c. et. c.
lat. Abkürzung im Kirchenbuch, meist bei der Braut: aus derselben Stadt (civitas) und demselben Kreis (circulus)

ex improviso
unvorhergesehen, unvermutet. . Das plötzliche, unvorbereitete Eintreten eines Ereignisses oder das spontane Handeln ohne vorherige Planung.

ex primo matrimonio
e. p. m., aus der ersten Ehe

Exaudi
Erhöre, 6. Sonntag nach Ostern (ein Sonntag im Kirchenjahr)

Exaudi, Domine
Erhöre, Herr. 5. Sonntag nach Pfingsten

Extemporale
Von lat. ex tempore: „aus dem Stegreif“ oder „aus dem Augenblick [heraus]“. Eine Prüfung aus dem Stegreif, also unvorbereitet, ex-temporiert. Aus dem Stegreif bedeutet wörtlich: ohne vom Pferd zu steigen.


Übermittle ein Begriff