Im “Washington-Journal von 1962” gibt es einen Bericht zum 70-jährigen Bestehen des kleinen Ortes SILESIA. In welchem Zusammenhang betrifft es die Grafschaft Glatz?
Autor: Ursula Holz
Die FGG bekam als “Dankeschön” für eine Forschungsunterstützung nachstehenden Reisebericht der Familie Wagner.
In Lüdenscheid, in der Stiftung Grafschaft Glatz, gibt es unter den zahlreichen Nachlässen, Büchern und Schriften, Bildern, Chroniken etc. ein besonders prachtvolles Exponat.
Die Rauhnächte
Die zwölf magischen Nächte zwischen der Wintersonnenwende, beginnend am 21. oder 24. Dezember, bis zum Dreikönigstag am 6. Januar, bilden den Übergang zwischen dem alten und neuem Jahr.
Es gab wohl kaum eine Kirche in der Grafschaft Glatz, wo zu Weihnachten nicht das schlesische Weihnachtslied Transeamus usque Bethlehem (Lasst uns hinübergehen nach Bethlehem), kurz Transeamus erklang.
Beim Indexieren der Kirchenbücher der Garnison Glatz entdeckt man vielfältige Militärberufe. Aber auch das historische Glatz lässt sich aus den Einträgen ablesen. Es werden alte Berufsbezeichnungen genannt, die heute nicht mehr existent sind. Welche Funktion hatte beispielsweise ein Thorschreiber?
Nachdem bisher insgesamt 9 Kirchenbücher mit Geburten, Trauungen und Verstorbenen aus der Festung Glatz indexiert worden sind, wird das Projekt nun fortgeführt. Unsere Forschungsgruppe (FGG) hat weitere Reproduktionen von Militärkirchenbüchern des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz (GStA) erworben.
Eduard Joseph Anton Kaulig, der spätere Kreisvicar und Pfarr-Administrator in Neurode (heute Nowa Ruda), hat seine Wurzeln in Krainsdorf. Er stammt aus einer Lehrerfamilie. Einer seiner Vorfahren, Antonius Franz Kaulig, wird bereits 1716 als Schulmeister in Krainsdorf erwähnt.
Verfolgt man einzelne Stammbäume in der Neuroder Gegend, entdeckt man oft nach einigen Generationen Vorfahren aus dem Braunauer Ländchen. Dies ist nicht ungewöhnlich. Die Grafschaft Glatz und Braunau sind historisch verbunden und liegen geographisch in unmittelbarer Nähe zueinander. Bei der Recherche nach den Vorfahren der Familie Hannig aus dem Beutengrund entdeckt man aber noch mehr….
Alte Bach- und Waldnamen in der Umgebung von Wüstewaltersdorf deuten auf Versuche des Bergbaus im Mittelalter hin. So auch die Kolonie und der gleichlautende Bach „Goldwasser“, heute Zlote Wody.
Der Markgrund (Granicznik), eine Kolonie in Königswalde (Swierki), liegt unmittelbar an der Grenze zum Braunauer Ländchen in Böhmen. Dieser Ortsteil wurde im Jahr 1770 vom Freiherr Michael von Stillfried gegründet und war ehemals eine Webersiedlung.
Viele Katholiken aus der Grafschaft Glatz, den angrenzenden Gebieten und Nachbarländern haben „das schlesische Jerusalem“ besucht und pilgern noch heute dahin.












