Liebe Mitglieder der Forschungsgruppe Grafschaft Glatz,
nach intensiver Vorbereitung und dank der wertvollen Informationen, die Sie uns zur Verfügung gestellt haben, konnten wir nun endlich unsere Reise in die Vergangenheit antreten. Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Eindrücke mit Ihnen zu teilen, da Ihre Forschung uns erst an die richtigen Orte geführt hat.
Unsere Spurensuche begann in Bad Altheide (Polanica-Zdròj), von wo aus wir uns auf den Weg nach Zaughals (Sokolica) machten. Ein zentraler Punkt unserer Reise war die kleine Kirche Sankt Georg in Krainsdorf (Krajanow).
Von dort aus konnten wir buchstäblich in die Fußstapfen unseres Vaters, Schwiegervaters und Opas Andreas Wagner treten. Wir nahmen den Fußweg, den er zu seinem Wohnort und zur Schule gelaufen sein muss.
Es war ein tief bewegender Moment die Landschaft so idyllisch vorzufinden, wie sie vielleicht schon damals auf ihn gewirkt hat. Besonders beeindruckt haben uns die sichtbaren Spuren an der St. Georgs-Kirche.
Es war berührend zu sehen, dass die heutigen polnischen Bewohner die alten Grabsteine bewahrt und sie respektvoll entlang der Mauer aufgereiht haben. Die liebevollen Beschriftungen, die oft sogar die Tätigkeiten der Verstorbenen nannten, gaben uns einen Einblick in das damalige Dorfleben.
Unter den Namen fanden wir auch mehrfach den Namen Wagner, was die Verbindung zu diesem Ort noch einmal unterstrich. Wir hatten das Glück, die Kirche auch von innen besichtigen zu können. In der Stille des Kirchenschiffs hielten wir inne. Der Gedanke, dass Andreas Wagner genau diese Kirche so kannte, wie wir sie vorfanden, und dass er vielleicht genau über jenem Taufbecken den Segen erhielt, war sehr emotional.
Zum Abschluss unseres Besuchs setzten wir ein kleines Zeichen des Gedenkens:
Am Bachlauf nahe des Parkplatzes streuten wir Vergissmeinnicht und Wegwarte aus. Ein symbolischer Gruß mit der Botschaft:
„Wir vergessen euch nicht – ein Teil von uns bleibt hier.“
Ohne die Hilfe und die präzisen Hinweise aus der Forschungsgruppe hätten wir diesen Weg niemals so sicher und zielgerichtet finden können. Diese Reise hat für unsere Familie eine Lücke geschlossen. Herzlichen Dank für Ihre unermüdliche Arbeit!
Elisabeth und Detlef Wagner






