Unsere Reise begann für viele Teilnehmer entweder am Vortag oder sehr früh am Morgen. Während man sich andernorts noch auf den Weg zum Bahnhof machte, stiegen die ersten “Busfahrer” in Lauchheim in den noch leeren Reisebus.
An mehreren Orten auf der Fahrtroute war ein Zustieg möglich. Am Hauptbahnhof von Leipzig, dem letzten Haltepunkt, konnte man erleichtert feststellen, dass alle Namen auf der Teilnehmerliste um ca. 11:30 Uhr abgehakt werden konnten (auch wenn die eine oder andere Zugverbindung für Spannung sorgte).
Auf der Weiterfahrt freute man sich, andere Familienforscher, die man bisher nur von Videokonferenzen und dem Austausch per Email kannte, nun “live” kennenzulernen.
Nach einer kurzen Pause an einer Raststätte tauschte man sich über Forschungserfolge, Erfahrungen bei der Recherche, kuriose Funde und tote Punkte aus, während manche den dringend notwendigen Schlaf nachholten. Die teils tüchtigen Regenschauer störten dabei nicht.
Der Grenzübertritt verlief schneller als gedacht, da unsere Gruppe nicht kontrolliert wurde. Die Sonne begrüßte uns in Polen.
Laut einer Anzeige am Straßenrand waren es hier 16 Grad. Inzwischen waren alle wieder wach und betrachteten die vorüberziehende Landschaft.
Nach einer weiteren kurzen Rast waren es noch ca. 100km bis Breslau und von dort ca. 100km bis Bad Altheide. Zwei unserer langjährigen und erfahrenen Mitglieder berichteten über ihre zahlreichen Fahrten in die Grafschaft und ihre gemeinsame Forschung in den letzten 25 Jahren.
Diejenigen, die das erste Mal eine Schlesienreise unternehmen, erkannten manchen Ort, den man bisher nur aus Kirchenbüchern und von Landkarten und alten Ansichtskarten kannte, vom fahrenden Bus aus wieder.
Inzwischen waren wir bei Wartha (Bardo) angekommen. Bei der Vorbeifahrt konnte man sehen, dass diese Brücke ihren Heiligen Nepomuk nicht durch das letzte Hochwasser verloren hat.

Von dort aus war es nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft, wo wir zügig unsere Zimmerschlüssel erhielten und mit unserem Gepäck die Zimmer bezogen.
Als nächstes stand das Abendessen (selbstverständlich gab es nicht nur Klöße) und weitere interessante Gespräche auf dem Programm. Die Fußballfans konnten nebenher den Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft verfolgen.








Eine Antwort auf „Anreisetag“
Ich wünsche allen Reisenden einen interessanten und “spannenden” Aufenthalt mit vielen bleibenden Eindrücken.
Dir, liebe Astrid, herzlichen Dank für Deine aktuelle Berichterstattung! Du lässt uns quasi “live mitfahren”!
Herzliche Grüße
Alfred Hilbig