Den heutigen Tag wollten wir in Breslau verbringen. Von Bad Altheide dauert die Fahrt mit dem Reisebus zwei bis zweieinhalb Stunden. Maciej, unser Reiseführer, verkürzte uns die Fahrtzeit mit zahlreichen Informationen u. a. zu den Orten auf unserer Route.
Um 11 Uhr konnten wir von der Straße aus über die Oder hinweg das Erzdiözesanarchiv und den Dom in der Ferne sehen. 20 Minuten später erreichten wir unser erstes Ziel für den Tag.
Heute sollte nicht geforscht werden, aber das Foto lediglich der ersten Regalreihe verheißt für die Zukunft bestimmt noch manche interessante Endeckung. Die für uns relevanten Archivalien befinden sich wohl im hinteren Bereich des großen Raumes im Kellergeschoss des Gebäudes.
Für unseren Besuch hatte man das Archiv für diesen Tag für weitere Besucher geschlossen.
Unser Vorsitzender Gerold Wenzel überreichte Kaplan Adam als Gastgeschenk eine größere Menge Handschuhe für die Archivarbeit.
Kaplan Adam sprach in einem informativen und kurzweiligen Vortrag über die Geschichte des Archives, sowie die neueren Entwicklungen und Pläne für die Zukunft.
Bei Ihrer Arbeit machen die Archivare immer wieder überraschende Entdeckungen. In einem Briefumschlag ohne Archivsignatur befand sich beispielsweise ein noch nicht restauriertes Dokument mit angehängten Siegeln vom 2. Juni 1478.
Anschließend führte uns Kaplan Adam im Erzdiözesanmuseum zu besonderen Exponaten. Auch das Museum war heute übrigens für andere Besucher geschlossen.
Das Gemälde “Madonna unter den Tannen” (auch Breslauer Madonna genannt) von Lucas Cranach dem Älteren war nach dem 2. Weltkrieg unbemerkt durch eine Kopie ersetzt worden. Das Original wechselte mehrfach den Besitzer, bis es 2012 wieder an seinen rechtmäßigen Platz im Breslauer Museum zurückkehrte.
Ein herzliches Dankeschön an Kaplan Adam für die gemeinsam verbrachten Stunden!
Maciej führte uns nun durch den Breslauer Dom und wusste vieles über die Ausstattung aus den verschiedenen Epochen zu berichten.
Der Bus brachte uns zum bekannten Breslauer Rathaus. Zahlreiche Verkaufsbuden erschwerten es ein wenig, einen guten Standort zum Fotografieren zu finden.
Nach einem kürzeren Vortrag hatte jeder etwas Zeit für individuelle Entdeckungsreisen durch die Innenstadt.
Einige nutzten die Zeit für eine Einkehr im traditionsreichen Schweidnitzer Keller. Andere gingen bei den Verkaufsbuden und angrenzenden Ladengeschäften auf die Suche nach einem Andenken.
Eine weitere Möglichkeit war es, auf einer Fotosafari möglichst viele Breslauer Zwerge in den Straßen rund um das Rathaus zu finden. Die kleinen Bronzefiguren haben sich seit dem ersten 2001 aufgestellten Zwerg zu einer touristischen Attraktion entwickelt. Immer wieder kommen neue Zwerge dazu, inzwischen sollen es über 1.000 verschiedene sein.
Um 17 Uhr wurde die Rückfahrt angetreten, um rechtzeitig zum Abendessen zurück in Bad Altheide anzukommen.















