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Chronik Eisersdorf II

Cover Chronik Eisersdorf von Franz Rauch

Ergänzend zu der bereits von Mitgliedern der FGG transkribierten und veröffentlichten Chronik von Eisersdorf, Kreis Glatz liegt nun eine weitere, weniger umfangreiche Chronik vor.

Es handelt sich um eine Abschrift der handschriftlichen Aufzeichnungen des Pfarrers Franz Rauch, die er im Jahr 1830 vorgenommen hat. Sie gibt Einblicke in die Geschichte des Ortes, seiner herrschaftlichen Güter und der Pfarrei mit den dort wirkenden Geistlichen. Der Großteil der enthaltenen Informationen ist bereits in der ersten Chronik enthalten. Sehr interessant ist jedoch die Auflistung der dort tätig gewesenen Kapläne mit ihren Lebensdaten und teilweise sogar Angaben über Persönlichkeiten, Stärken und Schwächen.

Franz Rauch wurde am 1. Januar 1783 als Sohn des Vorwerkers Wenzel Rauch und seiner Ehefrau Anna Clara geb. Kriesten in Habelschwerdt geboren und am folgenden Tag auf die Namen Franciscus Ignatius Philippus Antonius getauft (kath. KB Habelschwerdt Nr. 31/1783).
Nach seiner Priesterweihe war er von 1807 bis 1814 als Kaplan in Habelschwerdt tätig. Ab 1820 war er Pfarrer in Rosenthal. Er war ein “eifriger Forscher der Altertumskunde” und nannte eine umfangreiche Bibliothek sein Eigen.
Pfarrer Franz Rauch starb nach längerer Krankheit am 13. Dezember 1842 in Rosenthal (kath. KB Rosenthal Nr. 11/1842), wenige Tage vor seinem 60. Geburtstag an Lungenschleimschwindsucht (Tuberkulose). Die Beerdigung fand unter großer Beteiligung statt, unter anderem waren 16 Geistliche aus der Grafschaft Glatz und aus Pfarreien in Böhmen anwesend. Über dem Eingang der Rosenthaler Kirche wurde zu seinen Ehren eine Gedenktafel angebracht.

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