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	<title>AstridKreuz – Gemeinsam forschen</title>
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	<description>Forschungsgruppe Grafschaft Glatz</description>
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		<title>Aus dem Leben eines Dorfschullehrers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 05:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Konradswalde]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Seminar]]></category>
		<category><![CDATA[Volksschule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine anschauliche Beschreibung von Bildungsgang und Berufsleben im 19. Jhd.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Adam_Langer_Bio.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="751" data-lbwps-height="1136" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Adam_Langer_Bio-198x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="677" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Adam_Langer_Bio-677x1024.jpg" alt="Cover Autobiographie Adam Langer" class="wp-image-6451" style="width:400px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Adam_Langer_Bio-677x1024.jpg 677w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Adam_Langer_Bio-198x300.jpg 198w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Adam_Langer_Bio.jpg 751w" sizes="(min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a></figure>
</div>


<p>Adam Langer wurde am 6. Mai 1836 in Konradswalde, Kreis Habelschwerdt geboren. In seiner Autobiographie beschrieb der Bauernsohn zunächst seine Kindheit und Jugendzeit in einem abgelegenen Gebirgsdorf der Grafschaft Glatz. Adam erzählte von den Personen in seinem Umfeld, den Spielen mit Schulkameraden, Gebräuche, besondere Begebenheiten und seine Aufgaben auf dem väterlichen Bauernhof. Er war der „Kühprinz“, d. h. er hütete in der unterrichtsfreien Zeit die Kühe, aber auch die anderen Tiere des Hofes.</p>



<p>Nach dem Besuch der Dorfschule reifte ihn ihm der Wunsch, Lehrer zu werden. Die Entscheidung fiel nicht leicht, denn zum einen würde die zusätzliche Arbeitskraft auf dem Hofe fehlen und andererseits waren die Ausbildung und die vielen notwenigen Anschaffungen sehr teuer. Nachdem die Eltern ihre Erlaubnis gegeben hatten, vertauschte der junge Mann nach einer entsprechenden Vorbereitungszeit, die ländliche Ruhe mit der städtischen Betriebsamkeit Breslaus, wo er von 1854 bis 1856 das Lehrerseminar besuchte.</p>



<p>Beim Eintritt hatte jeder Seminarist mitzubringen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Ein passendes Gebetbuch und das Gesangbuch von Deutschmann und Brosig. Außerdem musste jeder mit dem Ministranten- und Kirchendienst vertraut sein.</li>



<li>Eine Violine</li>



<li>Kleidung, Wäsche, Bürsten und Kamm, Badekleidung und einen Turnanzug aus roher Leinwand.</li>



<li>Vollständiges Bettzeug, die Ober- und Unterbettwäsche, einen Strohsack von ca. 4 Ellen Länge oder eine Matratze. Die Bettstelle war vorhanden.</li>



<li>Ein Besteck: Löffel, Gabel und Messer. Eine Serviette. Drei Vorlegeschlösser für Bettschublade, Klassenschub und Schrank.</li>



<li>20 Thaler und 26 Silbergroschen in bar oder als Kassenanweisung, die bei der Anmeldung dem Direktor zu übergeben waren.</li>
</ol>



<p>Es durften ausdrücklich nicht mitgebracht werden: Unnütze Bücher, Musikalien und Kleidung. Auch waren Kaffeemaschinen, Feuerzeuge u. ä. wegen der Feuergefahr verboten.</p>



<p>Die Ausbildung war herausfordernd und anstrengend. Schon um 5 Uhr morgens läutete der Schuldiener die Glocke. Aus dem Schlafsaal unter dem Dach eilten die Schüler drei Treppen hinab, um Wasser zum Waschen an der Pumpe im Hof zu holen. Auf das Ankleiden und das gemeinsame Morgengebet folgte um 5 Uhr 30 der erste Unterricht. Nach einer heiligen Messe um 7 Uhr 30 gab es Frühstück. Jeder Seminarist erhielt eine große Tasse Kaffee. Für sein Essen musste er selbst sorgen. Meist schickten die Eltern ihren Söhnen per Post oder durch Fuhrleute Brot und Butter. Nach dem Frühstück ging der Unterricht bis Punkt 12 Uhr weiter. Mit Besteck und Brot eilten die Seminaristen zum Mittagessen in den Speisesaal. Für die restlichen Mahlzeiten des Tages, also Vesper- und Abendbrot, musste jeder selbst sorgen.  Im Allgemeinen war das Essen reichlich und kräftig. Zweimal im Jahr wurde festlich gespeist: Am Geburtstag des Königs und an der Fastnacht.</p>



<p>Bis 14 Uhr war freie Zeit eingeplant. Danach gab es erneut Unterricht bis 16 Uhr, gefolgt von einer Freistunde. An einem Tag der Woche schloss sich noch einmal eine Unterrichtsstunde an, ansonsten mussten die Fächer des nächsten Tages vorbereitet werden. Nach einem gemeinsamen Abendgebet um 20 Uhr 45 ging es zu Bett.</p>



<p>Adam Langer beschrieb seinen weiteren Werdegang von der Abiturprüfung und Adjuvantenzeit <sup data-fn="a7f2d44a-4e63-46b6-8c2e-35cbad757d81" class="fn"><a href="#a7f2d44a-4e63-46b6-8c2e-35cbad757d81" id="a7f2d44a-4e63-46b6-8c2e-35cbad757d81-link">1</a></sup> bis er nach mehreren Jahren Hauptlehrer wurde. Große Reichtümer konnte man als Lehrer damals nicht ernten und es galt viele Schwierigkeiten zu überwinden, auch im Alltag abseits der Klassenräume. 1888 trat Langer in den Ruhestand und zog nach Landeck, wo er bis zu seinem Tode <sup data-fn="b990e4cf-9307-43f9-b6b7-fbc5a7d2b61e" class="fn"><a href="#b990e4cf-9307-43f9-b6b7-fbc5a7d2b61e" id="b990e4cf-9307-43f9-b6b7-fbc5a7d2b61e-link">2</a></sup> am 24. Dezember 1919 schriftstellerisch tätig war.</p>



<p>Die Lektüre dieser Autobiographie ist sehr interessant, kurzweilig und unbedingt lesenswert, nicht nur für Familienforscher mit Wurzeln in Konradswalde, Wolmsdorf und Schreckendorf. Man erhält einen guten Eindruck des dörflichen Lebens und des Volksschulwesens in der Grafschaft Glatz zur damaligen Zeit.</p>



<p></p>



<p>Leider nur noch selten antiquarisch zu finden:</p>



<p>Adam Langer: Erinnerungen aus dem Leben eines Dorfschullehrers. Verlag von Edwin Runge, Gr. Lichterfelde-Berlin. 2. Auflage (1902)</p>



<p></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="a7f2d44a-4e63-46b6-8c2e-35cbad757d81">Zeit als Hilfslehrer <a href="#a7f2d44a-4e63-46b6-8c2e-35cbad757d81-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="b990e4cf-9307-43f9-b6b7-fbc5a7d2b61e">Kath. KB Landeck Verstorbene Nr. 118/1919 <a href="#b990e4cf-9307-43f9-b6b7-fbc5a7d2b61e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/aus-dem-leben-eines-dorfschullehrers/" data-wpel-link="internal">Aus dem Leben eines Dorfschullehrers</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Frohe Ostern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 05:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Redaktionsteam wünscht allen Lesern ein Frohes Osterfest und erholsame Feiertage.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Leberbluemchen_Ostern.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="901" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Leberbluemchen_Ostern-225x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="769" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Leberbluemchen_Ostern-769x1024.jpg" alt="Leberblümchen" class="wp-image-6491" style="width:500px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Leberbluemchen_Ostern-769x1024.jpg 769w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Leberbluemchen_Ostern-225x300.jpg 225w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Leberbluemchen_Ostern-768x1023.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/04/Leberbluemchen_Ostern.jpg 901w" sizes="(min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto : Josef Holz</figcaption></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center">Das Redaktionsteam wünscht allen Lesern </p>



<p class="has-text-align-center">ein Frohes Osterfest und erholsame Feiertage.</p>



<p></p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/frohe-ostern/" data-wpel-link="internal">Frohe Ostern</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Gründonnerstag</title>
		<link>https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/gruendonnerstag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 05:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Damals]]></category>
		<category><![CDATA[Familienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gründonnerstag]]></category>
		<category><![CDATA[Taufe]]></category>
		<category><![CDATA[Taufpaten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der „Griendoonerschtich“ war für die Kinder in der Grafschaft Glatz ein besonderer Tag.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Taufe_KI_generiert.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="800" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Taufe_KI_generiert-200x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Taufe_KI_generiert-683x1024.jpg" alt="Der Pfarrer nimmt in Anwesenheit der Familie die Taufe vor." class="wp-image-6362" style="width:400px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Taufe_KI_generiert-683x1024.jpg 683w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Taufe_KI_generiert-200x300.jpg 200w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Taufe_KI_generiert-768x1152.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Taufe_KI_generiert.jpg 800w" sizes="(min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Taufe (Bild KI generiert).</figcaption></figure>
</div>


<p>Für Familienforscher spielen die in den Taufbüchern aufgeführten Paten eine wichtige Rolle, da man mit ihnen manchmal familiäre Verbindungen auffinden kann. Viele Namen tauchen immer wieder auf und manche Taufpaten konnten im Laufe der Jahre durchaus zehn Täuflinge oder mehr „ansammeln“. Für die Kindstaufe war es üblich, zwei oder auch mehr Paten für den Täufling auszuwählen. Es galt als große Ehre, zum Patenamt gebeten zu werden. Selbst wenn es bisher keine verwandtschaftlichen Beziehungen gegeben hatte, so gehörten Paten ab der Taufe ihres Patenkindes zur Familie.</p>



<p>In den Kirchenbüchern wird zwischen dem &#8220;Levans&#8221; und den &#8220;Testes&#8221; unterschieden. </p>



<p>&#8220;Levans&#8221; ist der Taufpate, der den Täufling aus der Taufe hebt (von lateinisch: levare = aufheben, emporheben). Ursprünglich kam dieser Begriff wohl vom vollständigen Untertauchen und Emporheben aus dem Taufwasser, als Symbol für Tod und Auferstehung. Heute wird dies fast nur in der orthodoxen Kirche oder bei der Taufe von größeren Kindern oder Erwachsenen z. B. in freien Gewässern, in Anlehnung an die Taufe Jesu im Jordan praktiziert. </p>



<p>Mit den &#8220;Testes&#8221; werden die Taufzeugen bezeichnet. Normalerweise findet man mindestens zwei Zeugen vor, bei höhergestellten bzw. adeligen Eltern sind zwölf Zeugen oder mehr keine Seltenheit. Bei unehelichen Kindern wurde oft der ohnehin in der Kirche anwesende Glöckner oder ein Kaplan als Zeuge dazu gebeten. Bei Kindern mit einer geringen Überlebenswahrscheinlichkeit nach der Geburt, bei denen man den Eindruck hatte, die Taufe sei sehr eilig, wurden oft Passanten von der Straße hereingeholt. Hier sucht man vergeblich nach einer familiären Verbindung. </p>



<p>Die Paten hatten früher mehrere Aufgaben. Sie sollten dem Kind bei seiner persönlichen Entwicklung und christlichen Erziehung als Vorbilder und Bezugspersonen zur Seite stehen. Das Wort&nbsp;Pate&nbsp;leitet sich vom lateinischen&nbsp;<a href="https://www.google.com/search?q=pater+spiritualis&amp;sca_esv=0c0ded2c55dfde36&amp;sxsrf=ANbL-n7czK0nrn9sD78WXTFo63zllj6XEw%3A1772648083313&amp;ei=k3aoadHmEvCVxc8P39WcgQI&amp;ved=2ahUKEwjE-eqV8YaTAxW0hv0HHbC0GjcQgK4QegYIAQgAEAQ&amp;uact=5&amp;oq=wortherkunft+pate&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiEXdvcnRoZXJrdW5mdCBwYXRlMgYQABgWGB4yBhAAGBYYHjIGEAAYFhgeMgYQABgWGB4yBRAAGO8FSLcvUABYgy5wA3gAkAEAmAFnoAGZCqoBBDE3LjG4AQPIAQD4AQGYAhWgAugKwgIKEAAYgAQYQxiKBcICCBAAGIAEGLEDwgILEAAYgAQYsQMYgwHCAgQQABgDwgIOEC4YgAQYsQMYgwEYigXCAgUQABiABMICBBAjGCfCAgsQLhiABBixAxiDAcICEBAAGIAEGLEDGEMYgwEYigXCAggQLhiABBixA8ICCxAuGIAEGMcBGK8BwgIOEAAYgAQYsQMYgwEYigXCAg4QLhiABBixAxjRAxjHAcICBRAuGIAEmAMAkgcEMjAuMaAHgogBsgcEMTcuMbgH3wrCBwYwLjE0LjfIBz2ACAA&amp;sclient=gws-wiz-serp" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="nofollow external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">pater spiritualis<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>&nbsp;(„geistlicher Vater“) oder&nbsp;<em><a href="https://www.google.com/search?q=patrinus&amp;sca_esv=0c0ded2c55dfde36&amp;sxsrf=ANbL-n7czK0nrn9sD78WXTFo63zllj6XEw%3A1772648083313&amp;ei=k3aoadHmEvCVxc8P39WcgQI&amp;ved=2ahUKEwjE-eqV8YaTAxW0hv0HHbC0GjcQgK4QegYIAQgAEAU&amp;uact=5&amp;oq=wortherkunft+pate&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiEXdvcnRoZXJrdW5mdCBwYXRlMgYQABgWGB4yBhAAGBYYHjIGEAAYFhgeMgYQABgWGB4yBRAAGO8FSLcvUABYgy5wA3gAkAEAmAFnoAGZCqoBBDE3LjG4AQPIAQD4AQGYAhWgAugKwgIKEAAYgAQYQxiKBcICCBAAGIAEGLEDwgILEAAYgAQYsQMYgwHCAgQQABgDwgIOEC4YgAQYsQMYgwEYigXCAgUQABiABMICBBAjGCfCAgsQLhiABBixAxiDAcICEBAAGIAEGLEDGEMYgwEYigXCAggQLhiABBixA8ICCxAuGIAEGMcBGK8BwgIOEAAYgAQYsQMYgwEYigXCAg4QLhiABBixAxjRAxjHAcICBRAuGIAEmAMAkgcEMjAuMaAHgogBsgcEMTcuMbgH3wrCBwYwLjE0LjfIBz2ACAA&amp;sclient=gws-wiz-serp" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="nofollow external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">patrinus<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></em>&nbsp;(„Väterchen“, „Gevatter“) ab, was wiederum auf&nbsp;<em><a href="https://www.google.com/search?q=pater&amp;sca_esv=0c0ded2c55dfde36&amp;sxsrf=ANbL-n7czK0nrn9sD78WXTFo63zllj6XEw%3A1772648083313&amp;ei=k3aoadHmEvCVxc8P39WcgQI&amp;ved=2ahUKEwjE-eqV8YaTAxW0hv0HHbC0GjcQgK4QegYIAQgAEAY&amp;uact=5&amp;oq=wortherkunft+pate&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiEXdvcnRoZXJrdW5mdCBwYXRlMgYQABgWGB4yBhAAGBYYHjIGEAAYFhgeMgYQABgWGB4yBRAAGO8FSLcvUABYgy5wA3gAkAEAmAFnoAGZCqoBBDE3LjG4AQPIAQD4AQGYAhWgAugKwgIKEAAYgAQYQxiKBcICCBAAGIAEGLEDwgILEAAYgAQYsQMYgwHCAgQQABgDwgIOEC4YgAQYsQMYgwEYigXCAgUQABiABMICBBAjGCfCAgsQLhiABBixAxiDAcICEBAAGIAEGLEDGEMYgwEYigXCAggQLhiABBixA8ICCxAuGIAEGMcBGK8BwgIOEAAYgAQYsQMYgwEYigXCAg4QLhiABBixAxjRAxjHAcICBRAuGIAEmAMAkgcEMjAuMaAHgogBsgcEMTcuMbgH3wrCBwYwLjE0LjfIBz2ACAA&amp;sclient=gws-wiz-serp" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="nofollow external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">pater<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></em>&nbsp;(„Vater“) zurückgeht.&nbsp;</p>



<p>Im Falle des Todes der Eltern waren sie zumindest moralisch verpflichtet, bei minderjährigen Kindern deren Stelle einzunehmen. Manchmal wurde von ihnen die Vermittlung einer Lehrstelle oder ersten Arbeitsstelle erwartet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Ludwig-Richter_Taufpaten.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="703" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Ludwig-Richter_Taufpaten-176x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Ludwig-Richter_Taufpaten-600x1024.jpg" alt="Besuch der Paten von Ludwig Richter" class="wp-image-6361" style="width:400px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Ludwig-Richter_Taufpaten-600x1024.jpg 600w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Ludwig-Richter_Taufpaten-176x300.jpg 176w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Ludwig-Richter_Taufpaten.jpg 703w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der erste Gründonnerstags-Besuch der Paten. Bild von Ludwig Richter.</figcaption></figure>
</div>


<p>Nach einem alten Brauch gestaltete sich die Zeit bis dahin recht kostspielig. Von der Taufe bis zum Ende der Schulzeit konnten sich Grafschafter Kinder auf ein jährliches Geschenk am Gründonnerstag freuen. Der Tag traf oft mit der Zeit der Aussaat und dem „Großen Reinemachen“ zusammen, sodass die Paten der Kinder nicht am Gründonnerstag, sondern meist an den Osterfeiertagen zum Kaffee geladen wurden, da die Eltern sich erst dann die Zeit für die Bewirtung nehmen konnten. Die Paten erschienen mit einem verheißungsvoll großen Henkelkorb und die Kinder warteten artig auf die Gabenverteilung. Es wurde nicht nur das Patenkind bedacht, sondern auch die Geschwister. Aus dem Korb kamen Striezel, Kuchen (einer davon gerne in der Form eines Osterlamms), Pfefferkuchenmänner und -herzen, Zuckerfiguren und vieles mehr zum Vorschein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Kuchenkorb_Taufpate_KI.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1024" data-lbwps-height="1024" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Kuchenkorb_Taufpate_KI-300x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Kuchenkorb_Taufpate_KI.jpg" alt="Ein Korb voller Kuchen (Bild KI generiert)" class="wp-image-6360" style="width:400px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Kuchenkorb_Taufpate_KI.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Kuchenkorb_Taufpate_KI-300x300.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Kuchenkorb_Taufpate_KI-150x150.jpg 150w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Kuchenkorb_Taufpate_KI-768x768.jpg 768w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Inhalt des Korbes versorgte die ganze Familie an der Kaffeetafel (Bild KI generiert)</figcaption></figure>
</div>


<p>Der letzte Gründonnerstag vor dem Schulabschluss wurde „Oabgewehnlich“ (der Abgewöhnliche) genannt und fiel besonders großzügig aus, um über den zukünftigen Wegfall der jährlichen Gabe hinwegzutrösten und als ein lebenslanges Andenken. Jungen erhielten zu diesem Zeitpunkt als letztes Patengeschenk manchmal eine Taschenuhr überreicht, Mädchen ein Gebetbuch oder ein anderes Geschenk mit praktischem Nutzen.</p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/gruendonnerstag/" data-wpel-link="internal">Gründonnerstag</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Stadtbrand in Reinerz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 06:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Damals]]></category>
		<category><![CDATA[Familienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Augenzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[Reinerz]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenaufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtbrand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Sommer 1844 brach im Ort Reinerz ein verheerender Brand aus.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz_Vogel_1737.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="1123" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz_Vogel_1737-300x281.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="958" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz_Vogel_1737-1024x958.jpg" alt="Lithographie Reinerz im Jahr 1737" class="wp-image-6395" style="width:800px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz_Vogel_1737-1024x958.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz_Vogel_1737-300x281.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz_Vogel_1737-768x719.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz_Vogel_1737.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Lithographie von Friedrich August Pompeius: Reinerz aus der Vogelschau von 1737</figcaption></figure>
</div>


<p>Um ca. 11:45 Uhr am Vormittag des 23. Juli 1844 entstand ein Feuer, welches sich rasch ausbreitete. Laute Rufe alarmierten die Einwohner. Schnell standen schwarze Rauchwolken über der Stadt. Der Apotheker Tautz rannte mit der tragbaren Feuerspritze zum Brandherd und musste erschrocken sehen, wie ein Teil des Rathausdaches in vollen Flammen stand. Aufgrund großer Hitze und herabfallender Dachschindeln musste er sich nach erfolglosen Löschversuchen wieder zurückziehen.</p>



<p>Er berichtet: „Bald loderte die ganze Seite des Dachstuhls, und ergriff den alten holzreichen Thurm. Zwölf Uhr schlug die alte Uhr schon nicht mehr, sondern die hohe Flamme verteilte sich bei dem heftigen Sturme über mehrere Bürgerhäuser und diese immer eins dem andern mit.“</p>



<p>Gegen 1 Uhr brannte das Dach und der Glockenturm der Pfarrkirche St. Peter und Paul: Die Glocken schmolzen, nur die mittlere Glocke stürzte vom Turm herab und blieb ganz.</p>



<p>Apotheker Tautz berichtet weiter: „Von der Kirche zündete auch sogleich der Pfarrhof mit sämtlichen Nebengebäuden, als Stallungen, Schuppen und Brauhäusel. Ebensogleich brannten auch die beiden Schulgebäude&#8221;.</p>



<p>Ganz Straßenzüge standen gleichzeitig in Flammen. Innerhalb von nur 2 Stunden versanken 67 Gebäude in Schutt und Asche.</p>



<p>Hinter dem Pfarrhof kam das Feuer zum Stehen. Daher blieb wie durch ein Wunder das alte Holzhaus des Anliegers Ferdinand Kuschel erhalten.</p>



<p>Schneidermeister August Strauch rettete unter Lebensgefahr die Innungslade. Die darin enthaltenen alten Urkunden, Trinkbecher, monetären Innungsbeiträge und wertvolles Gerät blieben so erhalten. Das Pfarr-Archiv wurde dagegen leider fast ganz zerstört. Auch die Partitur einer von Felix Mendelssohn Bartholdy hier komponierten Messe verbrannte.</p>



<p>Der wohlhabende Bürger und Gerbermeisters David Heinold, Eigentümer eines Hauses und einer Rotgerberei, kehrte 8 Tage nach dem Brand aus Breslau nach Hause zurück. Zu diesem Zeitpunkt war die Glatzer Straße nicht mit dem Wagen befahrbar. Das Pflaster war noch immer zu heiß. Heinold grub später einen großen Batzen geschmolzenes Silber aus dem Brandschutt seines Hauses heraus.</p>



<p>Lediglich in einem der Berichte zum Stadtbrand wird ein Todesopfer erwähnt: Ein herbeigeeilter Helfer aus Keilendorf soll laut einer Familienüberlieferung umgekommen sein. Im Kirchenbuch werden jedoch keine Todesfälle auf den Brand zurückgeführt. Allerdings ereignete sich am 2. August um 7 Uhr abends ein Unglücksfall, der vermutlich mit den Aufräumarbeiten in Verbindung stand und zwei Menschen das Leben kostete. Beim Einsturz eines Giebels wurden der 36jährige bürgerliche Tagarbeiter Franz Leister und der 19jährige Tagewerkersohn Joseph Aulich verschüttet. Beide starben &#8220;an dessen Folgen einige Stunden darauf unter heftigsten Schmerzen&#8221;. (Kath. KB Beerdigungen Nr. 127/1844 und Nr. 128/1844).</p>



<p>Feuerversicherungen wurden erst ein paar Jahre später üblich. Die Opfer des Brandes waren von einem Tag auf den anderen obdachlos und von Armut bedroht. In Reinerz sah es furchtbar aus.</p>



<p>Für den Wiederaufbau von Kirche, Pfarrhof und Schule stellte man am Kirchenportal Spendenbüchsen auf. 21 Thaler und 4 Silbergroschen kamen hier durch Spenden zusammen.</p>



<p>Pfarrer und Magistrate riefen in den Zeitungen überregional zu Spenden für die Brandgeschädigten auf. Überschwemmungen und Brandkatastrophen waren zur damaligen Zeit keine Seltenheit. In ein und derselben Zeitungsausgabe konnte gleichzeitig für drei oder mehr Spendenprojekte aufgerufen werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BRG_Brand-Reinerz.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="939" data-lbwps-height="556" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BRG_Brand-Reinerz-300x178.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="939" height="556" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BRG_Brand-Reinerz.jpg" alt="Spendenaufruf in der Zeitung" class="wp-image-6398" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BRG_Brand-Reinerz.jpg 939w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BRG_Brand-Reinerz-300x178.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BRG_Brand-Reinerz-768x455.jpg 768w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Bote aus dem Riesengebirge, No. 33, Hirschberg, Donnerstag den 15. August 1844</figcaption></figure>
</div>


<p>In anderen schlesischen Orten wurden Wohltätigkeits-Konzerte gegeben, Spenden gesammelt und Pakete mit nützlichen Gegenständen abgegeben. Die Spender mit der Art ihres Beitrages wurden oft in den Zeitungen namentlich genannt. Zur gleichen Zeit wurden nicht nur Spenden für Reinerz gesammelt, sondern auch für mehrere andere Ortschaften. So wurden beispielsweise am 20. Juli 1844 in Landeshut 143 Familien ebenfalls durch ein Feuer obdachlos.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BZ_Brand_Reinerz.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="700" data-lbwps-height="407" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BZ_Brand_Reinerz-300x174.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="407" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BZ_Brand_Reinerz.jpg" alt="Liste einiger Spenden in der Zeitung" class="wp-image-6399" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BZ_Brand_Reinerz.jpg 700w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/BZ_Brand_Reinerz-300x174.jpg 300w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Breslauer Zeitung, No. 186, Sonnabend 10. August 1844</figcaption></figure>
</div>


<p>Bis nach Berlin war die Kunde von dem großen Unglück vorgedrungen. Am 30. August 1844 besichtigte König Friedrich Wilhelm IV. die Brandstellen und versprach Hilfe. Tatsächlich bewilligte er per Cabinets-Ordre zum Bau der katholischen Kirche, der Pfarrgebäude und des Schulhauses 2.000 Reichstaler als „beihilfliches Gnadengeschenk“ (dies entspricht ungefähr einer heutigen Kaufkraft von 80.000€).</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/PfarrkircheReinerz1862.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="1014" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/PfarrkircheReinerz1862-300x254.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="865" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/PfarrkircheReinerz1862-1024x865.jpg" alt="Lithographie Pfarrkirche Reinerz ca. 1862" class="wp-image-6396" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/PfarrkircheReinerz1862-1024x865.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/PfarrkircheReinerz1862-300x254.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/PfarrkircheReinerz1862-768x649.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/PfarrkircheReinerz1862.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Lithographie von Friedrich August Pompeius: Kirche St. Peter und Paul in Reinerz ca. 1862</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Stadtväter und die Bürgerschaft baute mit Mut und großem Einsatz die zerstörten Gebäude wieder auf. Apotheker Tautz, der direkt neben der Pfarrkirche wohnte (später befand sich dort die Pohl’sche Buchdruckerei) ließ eine Gedenktafel mit dem folgenden Text anbringen:</p>



<p>„Am 23. Juli 1844 brannten allhier 67 Häuser ab, darunter auch dieses. Erst im Jahre 1854 wurde dieses Haus Nr. 65 wieder aufgebaut von Franz Tautz, Apotheker.&#8221;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz5497jpg.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="771" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz5497jpg-300x193.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="658" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz5497jpg-1024x658.jpg" alt="Panorama von Reinerz c.a 1880" class="wp-image-6397" style="width:800px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz5497jpg-1024x658.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz5497jpg-300x193.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz5497jpg-768x493.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Reinerz5497jpg.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Panorama von Reinerz (ca. 1880)</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Quellen:</strong></p>



<p>Paul Dengler: Geschichte des Bades Reinerz. Reinerz (1903)</p>



<p>Carl Dinter, Richard Nowotny (Hrsg.): Bad Reinerz – Ein Buch der Geschichte und Erinnerung. Lippstadt (1953)</p>



<p>Carl Häusler: Geschichte der Schützenbruderschaft Reinerz von 1580 – 1930. Zur Feier des 350jährigen Bestehens der Schützenbruderschaft Reinerz. Reinerz (1930)</p>



<p>Grofschoaftersch Häämtebärnla 1970, Seite 102</p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/stadtbrand-in-reinerz/" data-wpel-link="internal">Stadtbrand in Reinerz</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Fastenzeit</title>
		<link>https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/fastenzeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 06:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastenzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Mundart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der heutigen Zeit und hierzulande haben die meisten das Glück, selbst entscheiden zu können, wann und in welcher Form sie fasten möchten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Fastenzeit_1.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="902" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Fastenzeit_1-300x226.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="770" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Fastenzeit_1-1024x770.jpg" alt="Teller mit Mini-Tomate" class="wp-image-6384" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Fastenzeit_1-1024x770.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Fastenzeit_1-300x226.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Fastenzeit_1-768x577.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Fastenzeit_1.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a></figure>
</div>


<p>In der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern üben sich viele Menschen im Verzichten. Heutzutage liegt der Focus weniger auf einem gottgefälligen Leben, sondern es geht darum, bewusster zu leben, sich neu zu orientieren und eingefahrene Gewohnheiten infrage zu stellen. Verzicht auf Fleisch, Süßigkeiten, alkoholische Getränke, Fernsehen oder Handy &#8211; jeder entscheidet individuell für sich selbst, was Bestandteil dieser &#8220;Auszeit&#8221; sein soll. </p>



<p>Außerdem reflektiert man vielleicht, dass Menschen in der Nachbarschaft, an anderen Orten auf der Welt und zu anderen Zeiten in der Geschichte dieses Glück nicht haben bzw. hatten.</p>



<p>In dem Gedicht aus dem Jahr 1947 dauerte die „Fastenzeit&#8221; deutlich länger und war alternativlos. </p>



<p></p>



<p><strong>Die Kalorien.</strong><br></p>



<p>Mer laaba wie de Heilja etz<br>On tuun ons stoark eim Fasta ieba,<br>Mer hoan Katoffan jeda Taag<br>On monchmool Kraut on monchmool Rieba.</p>



<p>Ma hoot warhaftich goar känn Spaaß<br>Oa daam Gefrasse on Gekoche,<br>Der Speisezeedel bleit bestiehn<br>De ganze liebe, lange Woche.</p>



<p>Zum Truuste sprecht die Schmidt Marie<br>Zum Moane emmer ver&#8217;m Assa:<br>„Do drenne sein halt Kalorien,<br>Doas därf ma ääben nee vergassa!&#8221;</p>



<p>Schmidt, &#8211; woas der Moan ies, &#8211; häärt sich doas<br>Gedoldich oa seit viela Wocha, &#8211;<br>Doch etz amool, doo woar &#8216;ne Laus<br>Of Schmidtas Laaber remgekrocha.</p>



<p>Doo määnt a, &#8211; wie se wieder redt&#8217; &#8211; <br>Verbuußt on kurz zu seiner Aala:<br>„Tuu äänzlich vo daan Kalorien<br>Nee emmer gruuße Reda haala!</p>



<p>Ich mechte etz om liebsta hoan<br>A Stecke Schweinaflääsch, recht fette:<br>On wenn&#8217;s datt drenne &#8211; ganz ägaal, &#8211; <br>Kää äänzije Kalorie nee hätte!&#8221;</p>



<p>von <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/georg-hartmann/" target="_blank" rel="noopener nofollow" title="" data-wpel-link="internal">Georg Hartmann</a> (1887 &#8211; 1954) aus: <br>Quetschkatoffan on Puttermelch, Gedichte in Glatzer Mundart</p>



<p></p>



<p>Und die „Übersetzung&#8221;, die sich sogar auf Hochdeutsch noch reimt:</p>



<p>Wir leben wie die Heiligen jetzt<br>Und tun uns stark im Fasten üben,<br>Wir haben Kartoffeln jeden Tag<br>und manchmal Kraut und manchmal Rüben.</p>



<p>Man hat wahrhaftig gar keinen Spaß<br>an dem Gefresse und Gekoche,<br>Der Speisezettel bleibt bestehn<br>Die ganze liebe, lange Woche.</p>



<p>Zum Troste spricht die Schmidt Marie<br>Zum Manne immer vor dem Essen:<br>„Da drinne sind halt Kalorien,<br>Das darf man eben nicht vergessen.&#8221;</p>



<p>Schmidt, &#8211; was der Mann ist, &#8211; hört sich das<br>Geduldig an seit vielen Wochen, &#8211;<br>Doch jetzt einmal, da war &#8216;ne Laus<br>Auf Schmidtens Leber rumgekrochen.</p>



<p>Da meint er, &#8211; wie sie wieder redet &#8211; <br>Erbost und kurz zu seiner Alten:<br>„Tu einzig von den Kalorien<br>nicht immer große Reden halten!</p>



<p>Ich möchte jetzt am liebsten haben<br>Ein Stück Schweinefleisch, recht fett:<br>Und wenn&#8217;s dort drinne &#8211; ganz egal, &#8211;<br>Keine einzige Kalorie nicht hätt&#8217;!&#8221;</p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/fastenzeit/" data-wpel-link="internal">Fastenzeit</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Schlesische Schaumbrezeln / Beegla</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 06:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Schlesien]]></category>
		<category><![CDATA[Beegla]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumbrezeln]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersingen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits im 14. Jahrhundert kannte man sie als Fastenspeise.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p></p>



<p>Dieses süße Gebäck wurde traditionell in der Fastenzeit gegessen.  Besonders zum Sonntag Laetare (dem vierten Fastensonntag, auch „Rosensonntag“), wurden diese Brezeln verzehrt. Beim Sommersingen verteilte man sie an die Kinder.</p>



<p>Die Namensähnlichkeit mit dem amerikanischen Bagel ist nicht zufällig. Ursprünglich stammen die Kringel aus der jüdischen Küche Osteuropas und haben ihren Namen vom jiddischen bejgl &nbsp;(von beygen = biegen, krümmen). Die Zubereitungsschritte sind sehr ähnlich.</p>



<p>Das besondere an den Beegla ist, dass sie ohne jegliches Triebmittel auskommen. Die Zubereitung ist durch die vielen Arbeitsschritte eher anspruchsvoll. Daher wurden die Brezelchen meistens beim Bäcker gekauft. Pro Stück hatte man nur 2 Pfennige zu zahlen. Daher war es keine Seltenheit, wenn man die Kunden mit 100 Brezeln oder mehr wieder nach Hause gehen sah.</p>



<p>In der Literatur und im Internet sind leider nicht viele Rezepte zu finden. Die jeweils darin angegebenen Mengenverhältnisse, Zubereitungszeiten und Backtemperaturen unterscheiden sich und viele Informationen fehlen, da diese für die erfahrenen schlesischen Hausfrauen und Bäcker einfach selbstverständlich waren. Aus diesem Grund ist das folgende Rezept um einige Angaben ergänzt.</p>



<p><strong>Schlesische Schaumbrezeln / Beegla</strong></p>



<p>2 Eier, Größe M<br>40g Zucker<br>1 schwacher TL Vanillezucker<br>250g Weizenmehl Typ 405<br>40ml Milch<br>1 kl. Prise Salz</p>



<p>Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Restliche Zutaten zugeben und zu einem festen Teig verkneten. Darauf achten, dass keine Mehlnester mehr vorhanden sind. Der Teig sollte sich vom Schüsselboden lösen, er darf aber noch leicht klebrig sein. Eine Kugel formen und ½ Stunde gehen lassen. In dieser Zeit quillt das Mehl und die Konsistenz des Teiges verändert sich ein wenig.</p>



<p>Mit einer Teigkarte in 20 möglichst gleich große Teile aufteilen. Die Teigstücke zu ca. 30cm langen bleistiftdünnen Rollen formen (ohne „Bäuchlein“ in der Mitte, wie z. B. bei Laugenbrezeln). Die Arbeitsfläche darf nicht bemehlt sein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/brezelformen.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="719" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/brezelformen-300x180.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/brezelformen-1024x614.jpg" alt="Arbeitsschritte Brezelformen" class="wp-image-6349" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/brezelformen-1024x614.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/brezelformen-300x180.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/brezelformen-768x460.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/brezelformen.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Brezelformen: Die 4 Arbeitsschritte</figcaption></figure>
</div>


<p>Aus den Teigrollen 5 – 7cm breite Brezelchen formen und diese 1 – 2 Stunden an der Luft antrocknen lassen. Dabei werden sie nicht abgedeckt.</p>



<p>Eine große Schüssel mit kaltem Wasser bereitstellen. In einer Pfanne, oder einem anderen Kochgeschirr mit großer Oberfläche, Wasser zum Köcheln bringen. Vier bis fünf Brezeln vorsichtig in Form ziehen und ins Wasser gleiten lassen. Dabei aufpassen, dass sie nicht am Boden anhängen. Nach ca. 1 ½ bis 2 Minuten steigen sie an die Oberfläche. Nun wartet man noch 2 Minuten, dann werden sie mit einem Schaumlöffel o. ä. herausgefischt und ins kalte Wasser gegeben, wo sie kurz schwimmen und dann herabsinken.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_bruehen.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1414" data-lbwps-height="1305" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_bruehen-300x277.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="945" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_bruehen-1024x945.jpg" alt="Teiglinge brühen" class="wp-image-6352" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_bruehen-1024x945.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_bruehen-300x277.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_bruehen-768x709.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_bruehen-1200x1107.jpg 1200w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_bruehen.jpg 1414w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Pfannenwender eignet sich gut dazu, die gebrühten Brezeln aus dem kochenden Wasser herauszufischen.</figcaption></figure>
</div>


<p>So lange fortfahren, bis alle im kalten Wasser gelandet sind und nun zwei Stunden bleiben. Nicht erschrecken, wenn ihre Oberfläche schrumpelig wird, das gibt sich beim späteren Back en wieder.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_Wasser.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_Wasser-300x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_Wasser-1024x1024.jpg" alt="Teiglinge im Wasserbad" class="wp-image-6353" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_Wasser-1024x1024.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_Wasser-300x300.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_Wasser-150x150.jpg 150w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_Wasser-768x768.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Brezel_Wasser.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zwei Stunden bleiben die Teiglinge im kalten Wasser.</figcaption></figure>
</div>


<p>Im nächsten Schritt werden die Beegla in ein feuchtes Tuch eingeschlagen und z. B. auf einem Tablett für mehrere Stunden kühl gestellt (mindestens 4 Stunden, bei einem anderen Testbacken ruhten sie sogar über Nacht).</p>



<p>Den Backofen auf 200 °C und Umluft vorheizen. Die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 20min backen, bis sie eine appetitliche Bräune angenommen haben. Sie sollten außen leicht knusprig und innen weich sein. Je nach Backofen kann die Backzeit etwas abweichen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Beegla.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="900" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Beegla-225x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Beegla-768x1024.jpg" alt="Schaumbrezeln auch Beegla genannt" class="wp-image-6350" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Beegla-768x1024.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Beegla-225x300.jpg 225w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/03/Beegla.jpg 900w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a></figure>
</div>


<p>Quelle:</p>



<p><a href="https://amtsberg.eu/daten/118/2017/Amtsberger_Anzeiger_2_2017_1486734135.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Amtsberger Anzeiger, Ausgabe Februar 2017, Seite 11<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/schlesische-schaumbrezeln-beegla/" data-wpel-link="internal">Schlesische Schaumbrezeln / Beegla</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Parseval V in Bad Altheide</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 06:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Damals]]></category>
		<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Altheide]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Kudowa]]></category>
		<category><![CDATA[Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Luftschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Parseval V]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Anblick eines Flugobjekts war im Sommer 1910 eine Sensation.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Aufstieg_Amsterdam.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="867" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Aufstieg_Amsterdam-300x217.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="740" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Aufstieg_Amsterdam-1024x740.jpg" alt="Lenkballon Parseval V" class="wp-image-6334" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Aufstieg_Amsterdam-1024x740.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Aufstieg_Amsterdam-300x217.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Aufstieg_Amsterdam-768x555.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Aufstieg_Amsterdam.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Lenkballon Parseval V bei einem Aufstieg in Amsterdam 1911</figcaption></figure>
</div>


<p>Am Dienstag, den 12. Juli 1910 um 5 Uhr früh startete der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Parseval-Luftschiffe" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Lenkballon Parseval V<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> vom Flugplatz „Wilhelmsruh“ in Breslau mit dem Ziel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Polanica-Zdr%C3%B3j" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Bad Altheide<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>. Es herrschte wunderbares Flugwetter mit guten Sichtverhältnissen. In der Gondel befanden sich Hauptmann Dinglinger, der Ballonmeister und ein Steuermann. Zur gleichen Zeit setzten sich auch zwei Automobile in Richtung Altheide als Begleitfahrzeuge in Bewegung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Flug_Glatz.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="885" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Flug_Glatz-300x221.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="755" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Flug_Glatz-1024x755.jpg" alt="Reiseroute durch die Grafschaft" class="wp-image-6335" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Flug_Glatz-1024x755.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Flug_Glatz-300x221.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Flug_Glatz-768x566.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Flug_Glatz.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Reiseroute des Luftschiffs durch die Grafschaft: Breslau &#8211; Glatz &#8211; Bad Altheide &#8211; Bad Kudowa &#8211; Glatz</figcaption></figure>
</div>


<p>Man folgte der Eisenbahnstrecke Breslau – Glatz. Um 6:45 Uhr überflog der Ballon Münsterberg und um 7:30 Uhr Kamenz. Fast die ganze Stadt Glatz war auf den Beinen und sammelte sich in den Straßen, am voraussichtlichen Landeplatz, auf den Dächern, Balkonen und an den hochgelegenen Fenstern der Häuser, um den in geringer Höhe zwischen Schäferberg und Festung herannahenden Lenkballon zu beobachten und einen begeisterten Empfang zu bereiten. Auf dem Puhuberg wurde um 8:20 Uhr eine Zwischenlandung eingelegt, nachdem unter lauten „Hurrarufen“ der Zuschauer mehrere Runden über ihren Köpfen geflogen worden waren. Das Füsilier-Regiment Graf Moltke war zur Hilfestellung und Sicherung des Landeplatzes angetreten. Das Publikum hatte nun die Gelegenheit, das über 40m lange Luftschiff aus der Nähe zu besichtigen.</p>



<p>Nach einer zweistündigen Rast erfolgte der erneute Aufstieg. Nun befand sich auch der erste Vorsitzende der Ostdeutschen Flugindustrie, Rechtsanwalt Dr. Bohn aus Breslau, als Passagier in der Gondel. Von Glatz aus ging die Fahrt in gerader Linie weiter über die Dörfer Nieder- und Oberschwedeldorf hinweg seinem Ziel entgegen.</p>



<p>Bereits um kurz vor 11 Uhr vormittags traf der Lenkballon in Bad Altheide ein, wo er bei strahlendem Sonnenschein einige Schleifen flog und bei der Landung auf einer Wiese nahe den Tennisplätzen mit Jubel begrüßt wurde. Es hatten sich ca. 3.000 Personen auf den Kurplatz versammelt, um Zeuge dieses großartigen Ereignisses zu werden. Im Laufe des Tages nahm der Zustrom der Neugierigen aus der Umgebung weiter zu – trotz des erhobenen Eintrittsgeldes von 1 Mark.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Altheide.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="709" data-lbwps-height="580" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Altheide-300x245.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="709" height="580" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Altheide.jpg" alt="Paseval V in Bad Altheide" class="wp-image-6337" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Altheide.jpg 709w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/ParsevalV_Altheide-300x245.jpg 300w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eines der wenigen Bilder von dem Ereignis.</figcaption></figure>
</div>


<p>Der Ballon wurde an der Charlottenstraße zwischen dem Kurhaus und der Töpferkoppe an einem mit Steinen beschwerten Rollwagen verankert und durch eine Abteilung Glatzer Soldaten des genannten Regiments bewacht.</p>



<p>Um 17:45 Uhr erfolgte ein dreiviertelstündiger Aufstieg. Neben Hauptmann Dinglinger und dem Chauffeur befanden sich Frau Hauptmann Warsitz und Fabrikdirektor Schondorff aus Ratibor mit in der Gondel. Die Rückkehr wurde erneut mit brausendem Beifall bedacht. 50 Automobile des Schlesischen Automobilklubs waren der Einladung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Haase_%28Brauer%29" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Breslauer Geheimen Kommerzienrats Haase<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> gefolgt. Das Kurorchester und das Moltke-Regimentsorchester spielten Musikstücke. Den Abschluss des Tages bildete ein Feuerwerk in den Kuranlagen. Am Ende erstrahlte ein großes Herz mit der Inschrift „Bad Altheide heilt’s Herz“.</p>



<p>Am darauffolgenden Tag um 11 Uhr vormittags startete das Luftschiff, um weiter nach Bad Kudowa zu fliegen. Wegen des starken Gegenwindes musste der Chauffeur jedoch im nahen Höllental umkehren und landete eine halbe Stunde nach dem Start bereits wieder am Ankerplatz. Nachdem am Nachmittag ein Gewitter niedergegangen war, herrschte Windstille und Parseval V konnte um 18:15 Uhr die Fahrt antreten. Diesmal waren außer Hauptmann Dinglinger und dem Monteur Leutnant Straßhausen aus Glatz, Rittergutsbesitzer Bittner aus Oberschwedeldorf und Fabrikbesitzer Mielert in der Gondel. Nach dem Flug an Reinerz vorbei (Sichtung um 18:30 Uhr) landete Parseval V unter den Augen von tausenden Zuschauern auf einer windgeschützten Wiese zwischen Tscherbeney und Kudowa in der Nähe des Kurparks. </p>



<p>Am Morgen des 16. Juli landete der Ballon wieder auf dem Glatzer Exerzierplatz Puhuberg. Da die Witterung sich erneut verschlechterte, wurde der Ballon zerlegt und trat die Rückreise nach Breslau per Bahn an. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Luftschiffe_Dresden.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="768" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Luftschiffe_Dresden-300x192.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="655" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Luftschiffe_Dresden-1024x655.jpg" alt="Postkarte mit verschiedenen Luftschiffen über Dresden" class="wp-image-6338" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Luftschiffe_Dresden-1024x655.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Luftschiffe_Dresden-300x192.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Luftschiffe_Dresden-768x492.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Luftschiffe_Dresden.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Postkarte mit verschiedenen Luftschiffen über Dresden. Rechts ein Parseval Lenkballon.</figcaption></figure>
</div>


<p>Quellen:</p>



<p>Georg Wenzel: „Parseval V“ über der Grafschaft Glatz! In: Grofschoaftersch Häämtebärnla – Jahrbuch 2002 der Grafschaft Glatz S. 92f. (Gleicher Wortlaut in: <a href="https://www.grafschaft-glatz.de/literat/althwb06.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Altheider Weihnachtsbrief 2002<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>, S. 43ff.)</p>



<p><a href="https://bibliotekacyfrowa.pl/Content/102128/PDF/GSL_P_31061_IV_1910_42014_055.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Landecker Stadtblatt vom 16. Juli 1910<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></p>



<p><a href="https://bibliotekacyfrowa.pl/Content/60126/PDF/directory.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Der Gebirgsbote vom 15. Juli 1910<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>, Nr. 56, 1</p>



<p><a href="https://bibliotekacyfrowa.pl/Content/60127/PDF/directory.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Der Gebirgsbote vom 19. Juli 1910<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>, Nr. 57, 2</p>



<p><a href="https://bibliotekacyfrowa.pl/Content/60128/PDF/directory.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Der Gebirgsbote vom 22. Juli 1910<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>, Nr. 58, 1</p>



<p></p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/parseval-v-in-bad-altheide/" data-wpel-link="internal">Parseval V in Bad Altheide</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Glatzer Notgeldschein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2026 06:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Damals]]></category>
		<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[1921]]></category>
		<category><![CDATA[Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Notgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Schneider]]></category>
		<category><![CDATA[Volkslied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein „Glatzer Volksliedlein“ im Kleinformat für 100 Pfennige.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein2.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="808" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein2-300x202.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="689" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein2-1024x689.jpg" alt="Notgeldschein von Glatz über 100 Pfennig" class="wp-image-6325" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein2-1024x689.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein2-300x202.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein2-768x517.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein2.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Notgeldschein: Gutschein über 100 Pfennig der Stadt Glatz, gültig bis zum 31. Dezember 1921</figcaption></figure>
</div>


<p>Mit Beginn des 1. Weltkrieges 1914 wurden Metalle für die Produktion kriegswichtiger Güter benötigt (z. B. Waffen und Fahrzeuge). Daher verschwand recht schnell das Münzgeld aus dem Zahlungsverkehr. Weil die lokale Wirtschaft aber zu einem überwiegenden Teil mit „Kleingeld“ funktionierte, musste ein Ersatz gefunden werden.</p>



<p>Unternehmen begannen, Gutscheine mit Beträgen von meist bis zu einer Mark auszugeben. Diese kleinen Zettelchen wurden zunächst von Hand auf Pappe und Papier ausgestellt, gestempelt oder auch gedruckt. Man verwendete aber auch andere verfügbare Materialien, wie Stoff, Leder, Alufolie, Kohle, usw. Bald brachten die Ortschaften ebenfalls Ersatzgeld in Umlauf.</p>



<p>Anfangs waren die Notgeldscheine noch recht schlicht gestaltet. Da sie sich aber bald zu einem beliebten Sammelobjekt entwickelten und oft nicht mehr von den Kunden zum Ende der Gültigkeit eingelöst wurden, gestaltete man die Scheine bald aufwändiger, mit farbigen Motiven und gab ganze Serien heraus. Neben Werbung für Produkte, Unternehmen oder Orte konnte man auch Zeugnisse regionaler Kultur und Geschichte darauf finden.</p>



<p>Der oben gezeigte Glatzer Notgeldschein ist Teil einer Serie von 4 Scheinen mit unterschiedlicher Färbung und den Werten von 25 (blau und schwarz), 50 (grün und schwarz), 75 (gelb und schwarz) und 100 Pfennig (rot und schwarz). &nbsp;&nbsp;</p>



<p>Auf der Rückseite ist jeweils ein „Glatzer Volksliedlein“ in Mundart mit Noten und passenden Motiven abgebildet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein1.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="817" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein1-300x204.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="697" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein1-1024x697.jpg" alt="Rückseite des Notgeldscheins" class="wp-image-6324" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein1-1024x697.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein1-300x204.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein1-768x523.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Notgeld_Glatz_Volksliedlein1.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gutschein über 100 Pfennig der Stadt Glatz, Rückseite mit einem Spottlied auf das Schneidergewerbe.</figcaption></figure>
</div>


<p>Dreiza, värza Schneider, die wieja fufza Pfond,<br>on wenn se doas nie wieja, do senn se nie gesond.</p>



<p>&#8220;Übersetzung&#8221;:<br>Deizehn, vierzehn Schneider, die wiegen fünfzehn Pfund,<br>und wenn sie das nicht wiegen, dann sind sie nicht gesund.</p>



<p>Schneider wurden früher gern als schwach und unmännlich verspottet. Im Gegensatz zu beispielsweise Bauern, Schmieden und Schreinern verrichteten Schneider eine körperlich wenig herausfordernde Arbeit und waren daher nicht so muskulös. Da sie wenig Geld verdienten, waren sie auch nicht einflussreich und infolge schmalerer Kost körperlich eher schlank. Darüber hinaus wurde das Schneiderhandwerk als Frauenarbeit angesehen. So bildeten sie eine ideale Zielscheibe für Spottlieder und -geschichten. Das bekannteste Beispiel ist das Märchen vom „Tapferen Schneiderlein“, in dem der Held der Geschichte durch Selbstüberschätzung und Gewitztheit erfolgreich Abenteuer besteht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schneiderlein.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="394" data-lbwps-height="442" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schneiderlein-267x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="394" height="442" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schneiderlein.jpg" alt="Das tapfere Schneiderlein von Ludwig Richter" class="wp-image-6327" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schneiderlein.jpg 394w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schneiderlein-267x300.jpg 267w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8220;Vom tapfern Schneiderlein&#8221; im Deutschen Märchenbuch von Ludwig Bechstein, Illustration von Ludwig Richter</figcaption></figure>
</div>


<p>Gedruckt wurde der Notgeldschein von L. Schirmer in Glatz. Dort wurde z. B. ebenfalls das „Neuroder Kreis-Blatt“ und der „Guda Obend“-Heimatkalender hergestellt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/LSchirmerGlatz.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="652" data-lbwps-height="304" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/LSchirmerGlatz-300x140.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="652" height="304" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/LSchirmerGlatz.jpg" alt="Adresse der Buchdruckerei Schirmer" class="wp-image-6326" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/LSchirmerGlatz.jpg 652w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/LSchirmerGlatz-300x140.jpg 300w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eintragung im: Handbuch für die Provinz Schlesien, 56. Ausgabe, Verlag von Wilh. Gottl. Korn, Breslau, 1898</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Quellen / Zum Weiterlesen:</strong></p>



<p>Jörg Marx: Grafschafter Notgeld vor 50 Jahren, Grafschaft Glatzer Buchring Band 33, Verlag für heimatliches Schrifttum, Leimen/Heidelberg, 1971, S. 12ff</p>



<p><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2024/08/Notgeld_GrafGlatz_Schlesien.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow" title="" data-wpel-link="internal">Grafschaft Glatzer Notgeld</a></p>



<p><a href="https://www.spata-bonn.de/agg14sch.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Werner H. Schmack: „Grafschaft Glatzer Notgeld 1914 – 1923“ in AGG Mitteilungen Nr. 14, S. 49ff<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/ein-glatzer-notgeldschein/" data-wpel-link="internal">Ein Glatzer Notgeldschein</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Scharfrichtertöchter in Glatz</title>
		<link>https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/scharfrichtertoechter-in-glatz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 06:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Altvater]]></category>
		<category><![CDATA[Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Militärkirchenbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Scharfrichter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal findet man seltene Berufe in den Kirchenbüchern.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/SpiezerChronikS401.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="719" data-lbwps-height="747" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/SpiezerChronikS401-289x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="719" height="747" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/SpiezerChronikS401.jpg" alt="Rädern, Enthauptung und Henken aus der Spiezer Chronik 1484 / 1485" class="wp-image-6311" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/SpiezerChronikS401.jpg 719w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/SpiezerChronikS401-289x300.jpg 289w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung verschiedener Hinrichtungsarten aus der Spiezer Chronik des Chronisten Diebold Schilling, Bern, Handschrift 1484/85, Seite 401</figcaption></figure>
</div>


<p>Beim Erfassen von Taufen, Eheschließungen, Dimittierungen und Beerdigungen der Militärkirchenbücher von Glatz stößt man auch auf Überraschungen. Manchmal sind es bekannte Namen aus den Geschichtsbüchern, manchmal aber auch besondere Berufe.</p>



<p>Ein seltener Fund sind Personen aus der Berufsgruppe der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scharfrichter" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Scharfrichter<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>. Lange Zeit war der Beruf des Scharfrichters, Henkers, Stockmanns oder Nachrichters ein unehrliches Gewerbe. Die Nachkommen des Henkers konnten fast immer nur in andere Scharfrichterfamilien einheiraten und dasselbe Gewerbe ausüben. Es gab ganze Scharfrichter-Dynastien. In dem hier betrachteten Zeitrahmen wurden einerseits immer weniger Scharfrichter benötigt, andererseits lebten die Familien aber auch nicht mehr am Rande der Gesellschaft wie früher.</p>



<p>Wenzel Altvater hatte über viele Jahre den Scharfrichter-Posten in Glatz inne. Mehrere seiner Töchter finden sich in den Militärkirchenbüchern:</p>



<p>Im ersten Eintrag heiratet die Tochter Beate einen in Glatz stationierten Soldaten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BeateAltvater.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="133" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BeateAltvater-300x33.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="113" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BeateAltvater-1024x113.jpg" alt="Ausschnitt Militärkirchenbuch Glatz" class="wp-image-6315" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BeateAltvater-1024x113.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BeateAltvater-300x33.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BeateAltvater-768x85.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BeateAltvater.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Am 7. Oktober 1787 heiratet die Tochter Beate in der Pfarrkirche Glatz den Füsilier Michael Kannacker von der Leibcompagnie.</figcaption></figure>
</div>


<p>Ihre Schwester Caroline wird fast zwei Jahre später als Taufpatin aufgeführt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1800" data-lbwps-height="389" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater-300x65.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="221" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater-1024x221.jpg" alt="Ausschnitt Militärkirchenbuch Glatz" class="wp-image-6310" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater-1024x221.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater-300x65.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater-768x166.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater-1536x332.jpg 1536w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater-1200x259.jpg 1200w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolineAltvater.jpg 1800w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Caroline Altvater ist Taufpatin Nr. 3 am 4. Juni 1789</figcaption></figure>
</div>


<p>Vermutlich handelt es sich um dieselbe Tochter, die nun ebenfalls einen Soldaten heiratet. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1722" data-lbwps-height="691" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2-300x120.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="411" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2-1024x411.jpg" alt="Ausschnitt Militärkirchenbuch Glatz" class="wp-image-6309" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2-1024x411.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2-300x120.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2-768x308.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2-1536x616.jpg 1536w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2-1200x482.jpg 1200w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/CarolinaAltvater2.jpg 1722w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Tochter des Scharfrichters und Bürgers Wenzel Altvater Carolina, heiratet am 2. Oktober 1792 den Mousquetier Jacob Ringel. Carolina ist das 5. Kind ihres Vaters und 21 Jahre alt.</figcaption></figure>
</div>


<p>Wenzel hat also mindestens 5 Kinder. Im nächsten Eintrag wird die &#8220;mittelste Tochter&#8221; Barbara genannt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BarbaraAltvater.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1123" data-lbwps-height="407" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BarbaraAltvater-300x109.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="371" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BarbaraAltvater-1024x371.jpg" alt="Ausschnitt Militärkirchenbuch Glatz" class="wp-image-6308" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BarbaraAltvater-1024x371.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BarbaraAltvater-300x109.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BarbaraAltvater-768x278.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BarbaraAltvater.jpg 1123w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Am 30. April 1794 unter Nr. 2 ist Barbara Altvater, die mittelste Tochter des Scharfrichters aufgeführt.</figcaption></figure>
</div>


<p>Im bisher letzten Eintrag heiratet Tekla und wir erfahren den Namen von Wenzels Ehefrau: Beate geb. Winter.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/TeklaAltvater.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="240" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/TeklaAltvater-300x60.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="205" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/TeklaAltvater-1024x205.jpg" alt="Ausschnitt aus dem Militärkirchenbuch" class="wp-image-6312" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/TeklaAltvater-1024x205.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/TeklaAltvater-300x60.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/TeklaAltvater-768x154.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/TeklaAltvater.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eintrag Nr. 115 / 24. Juli 1796: Musquetier Johan Besel von der Leibcompagnie heiratet Tekla, die Tochter des Scharfrichters aus Glatz Wenzel Altvater und dessen Gattin Beate geb. Winter. Die Brautleute sind beide katholisch.</figcaption></figure>
</div>


<p>Am 21. Oktober 1800 findet sich die Frau des hiesigen Scharfrichters Mariane Kubisch als Taufzeugin. Wenzel Altvater arbeitet also möglicherweise nicht mehr in seinem Beruf.</p>



<p>Scharfrichter waren nicht nur mit Folterungen und Hinrichtungen betraut. Zu ihren Aufgaben gehörte auch die Straßenreinigung, die Abdeckerei und Ordnungsdienste bei Veranstaltungen. Durch ihre Tätigkeit hatten sie gute Kenntnisse der Anatomie und sie behandelten daher Knochenbrüche und ausgerenkte Gelenke. Dazu kamen immer wieder Sonderaufgaben. </p>



<p>In der „Schlesischen privilegirten Zeitung“ vom Sonnabend den 3. October 1767 sind die Scharfrichter und Stockmeister aufgeführt, die Tollwürmer von Hunden schneiden konnten. „Tollwürmer“ sind kleine Gewebeverdickungen unter der Zungenspitze von Fleischfressern. Sie wurden zur damaligen Zeit fälschlicherweise als Ursache der Tollwut angesehen und mussten daher entfernt werden.</p>



<p>In der Bekanntmachung findet sich gleich dreimal der Name &#8220;Altvater&#8221;:</p>



<p><strong>Glatz:</strong> Wenzel Altvater<br><strong>Habelschwerdt:</strong> Joseph Altvater<br><strong>Landeck:</strong> Anton Lux<br><strong>Lewin:</strong> Joseph Blofelck<br><strong>Mittelwalde:</strong> George Knoblich und dessen Sohn<br><strong>Neurode:</strong> Franz Bergmann<br><strong>Reinerz:</strong> Melchior Bergmann und dessen Gehilfe Anton Bergmann<br><strong>Albendorf:</strong> Franz Altvater</p>



<p></p>



<p>Quellen:</p>



<p><a href="https://des.genealogy.net/KBGlatz/search" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Militärkirchenbücher von Glatz<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></p>



<p>Abbildung: <a href="https://www.e-codices.ch/de/list/one/bbb/Mss-hh-I0016" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="nofollow external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">e-codices – Virtuelle Handschriftenbibliothek der Schweiz<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></p>



<p><a href="https://bibliotekacyfrowa.pl/Content/60818/PDF/directory.pdf" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="nofollow external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Schlesische privilegirte Zeitungen. 1767 [Jg.26]<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/scharfrichtertoechter-in-glatz/" data-wpel-link="internal">Scharfrichtertöchter in Glatz</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Der neue Blitzableiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 06:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Damals]]></category>
		<category><![CDATA[Schlesien]]></category>
		<category><![CDATA[Blitzableiter]]></category>
		<category><![CDATA[Felbiger]]></category>
		<category><![CDATA[Habelschwerdt]]></category>
		<category><![CDATA[Kynast]]></category>
		<category><![CDATA[Sagan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heftige Gewitter bargen früher die große Gefahr von Blitzeinschlägen in Gebäude.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p></p>



<p>Bekanntermaßen schlagen Blitze bevorzugt in die höchsten Punkte der Umgebung ein, wie zum Beispiel Türme, hohe Bäume oder Berggipfel.</p>



<p>Während eines Unwetters im Jahr 1675 traf ein Blitzschlag die auf einem 627 Meter hohen Granitfelsen gelegene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Chojnik" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Burg Kynast<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> bei Hirschberg im Riesengebirge. Sie brannte völlig aus und wurde nicht mehr aufgebaut.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BurgruineKynast.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="911" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BurgruineKynast-300x228.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="777" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BurgruineKynast-1024x777.jpg" alt="Burgruine Kynast bei Hirschberg" class="wp-image-6296" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BurgruineKynast-1024x777.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BurgruineKynast-300x228.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BurgruineKynast-768x583.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/BurgruineKynast.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Burgruine Kynast bei Hirschberg im Riesengebirge, Sammlung Duncker</figcaption></figure>
</div>


<p>Heftige Gewitter mit zahlreichen Blitzen, besonders in den Sommermonaten von Ende Mai bis Ende August, waren und sind in der Grafschaft Glatz keine Seltenheit.</p>



<p>In der Silhouette der „Bergstadt“ Habelschwerdt fallen besonders die hoch aufragenden Türme der katholischen Stadtpfarrkirche St. Michael und des Rathauses auf dem Ring auf. In der Chronik der Stadt finden sich einige Einträge für Blitzschläge, hier nur einige Beispiele: </p>



<p>Im August 1505 schlug der Blitz während der Predigt durch den Turm in die Kirche ein. Mehrere Menschen starben, viele wurden verletzt. Im Juli 1570 wiederholte sich dies, drei Menschen wurden getötet, 14 Personen erlitten Brandwunden. Nur einen Monat danach wurde erneut die Stadtpfarrkirche getroffen. Fast 20 Jahre später schlug der Blitz diesmal in den Rathausturm ein und tötete das Mädchen Justina Lichtensteiner, des Stadtpfeiffers Tochter, in der Turmwächterstube. Im Mai 1667 wurde erneut der Ratsturm getroffen, diesmal brannte er bis zum Kranz ab. Im Juli 1671 war erneut der Kirchturm betroffen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Blitzschlag_Kirche_KI.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="800" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Blitzschlag_Kirche_KI-200x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Blitzschlag_Kirche_KI-683x1024.jpg" alt="Unwetter mit Blitzeinschlag in einen Kirchturm" class="wp-image-6300" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Blitzschlag_Kirche_KI-683x1024.jpg 683w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Blitzschlag_Kirche_KI-200x300.jpg 200w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Blitzschlag_Kirche_KI-768x1152.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Blitzschlag_Kirche_KI.jpg 800w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Blitz schlägt in einen Kirchturm ein (KI-generiert)</figcaption></figure>
</div>


<p>Bevor der Amerikaner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Franklin" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Benjamin Franklin<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> (1706 &#8211; 1790) im Jahr 1752 nachweisen konnte, dass es sich bei den Blitzen um eine massive elektrische Entladung handelte, versuchte man sich vorwiegend durch Wetterläuten vor der Gefahr eines Einschlages zu schützen. Von der Gemeinde beauftragte Einwohner hatten bei einem aufziehenden Unwetter die Glocken der Kirche zu läuten, wofür sie eine Entschädigung, meist in Naturalien, erhielten. Man glaubte, der Klang der geweihten Glocken würde überall dort Blitze fernhalten, wo man das Läuten hören konnte. Das Wetterläuten war aber nicht ungefährlich, denn bekanntermaßen haben Metalle eine exzellente Leitfähigkeit und die räumliche Nähe zu massiven Kirchenglocken ist während eines Gewitters keine gute Idee.</p>



<p>Nach seinem Nachweis installierte Franklin an seinem Haus und der von ihm gegründeten Akademie von Philadelphia frühe Blitzschutzeinrichtungen, stellte 1753 der Öffentlichkeit die Wirkungsweise des Verfahrens zum Gebäudeschutz vor einem Blitzschlag vor und verbesserte sie schrittweise in den folgenden Jahren.</p>



<p>Seine Erfindung erregte großes Aufsehen, stellte doch ein Gewitter in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine permanente Gefährdung vor allem für Kirchtürme und Pulvermagazine dar.</p>



<p>Ein Kuriosum dabei ist der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blitzableiter_in_der_franz%C3%B6sischen_Mode" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Einfluss auf die französische Mode der 1770er Jahre<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>. Es wurden Blitzableiterhüte für Damen angeboten. Ein aus Metallfäden gewobenes Band war in die breite Krempe eingearbeitet und mit einer Silberkette verbunden, die über den Rücken der seidenen Bekleidung bis zum Boden reichte, wo bei einem Blitzschlag die Elektrizität abgeleitet werden sollte. Für den Herrn gab es Regenschirme mit einer vergleichbaren Konstruktion.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schirm_Blitzableiter.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="243" data-lbwps-height="385" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schirm_Blitzableiter-189x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="243" height="385" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schirm_Blitzableiter.jpg" alt="Regenschirm-Blitzableiter um 1770" class="wp-image-6299" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schirm_Blitzableiter.jpg 243w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Schirm_Blitzableiter-189x300.jpg 189w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Parapluie-paratonnerre (Regenschirm-Blitzableiter) um 1770 in Paris</figcaption></figure>
</div>


<p>In Schlesien gilt der Pädagoge und Naturforscher <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Ignaz_von_Felbiger" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Johann Ignaz von Felbiger (1724−1788)<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> als Reformer des katholischen Schulwesens und Verfasser von Büchern für den Gebrauch im Schulunterricht. Er war von 1758 bis 1778 Abt des Saganer Chorherrenstifts. Auf dem Dach der Stadtpfarrkirche ließ Felbiger 1770 einen Blitzableiter anbringen – den ersten in Schlesien. Dies erregte großes Aufsehen, zahlreiche Bedenken wurden geäußert und die Konstruktion als „Teufelswerk“ angesehen. Dadurch fühlte sich Felbiger veranlasst, eine aufklärende Abhandlung über Blitzableiter zu verfassen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Felbiger_Blitzableiter_1771.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="722" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Felbiger_Blitzableiter_1771-181x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="616" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Felbiger_Blitzableiter_1771-616x1024.jpg" alt="Veröffentlichung über Blitzableiter 1771" class="wp-image-6297" style="width:400px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Felbiger_Blitzableiter_1771-616x1024.jpg 616w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Felbiger_Blitzableiter_1771-181x300.jpg 181w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Felbiger_Blitzableiter_1771.jpg 722w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Kunst Thürme oder andere Gebäude vor den schädlichen Wirkungen des Blitzes durch Ableitungen zu bewahren, angebracht an dem Thurm der Saganischen Stifts- und Pfarrkirche / von dem Abt dieses Stifts Can. reg. Ord. S. Augustini, Congr. Later. Johann Ignaz von Felbiger. Plan gestochen von Johanna Dorothea Sysang. Breslau: Korn, 1771</figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Sysang_Blitzableiter_1771.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="940" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Sysang_Blitzableiter_1771-300x235.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="802" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Sysang_Blitzableiter_1771-1024x802.jpg" alt="Saganischen Stifts- und Pfarrkirche mit Blitzableiter" class="wp-image-6298" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Sysang_Blitzableiter_1771-1024x802.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Sysang_Blitzableiter_1771-300x235.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Sysang_Blitzableiter_1771-768x602.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/02/Sysang_Blitzableiter_1771.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a></figure>
</div>


<p>Nach und nach folgten andere Bauwerke dem Saganer Beispiel. Die Kirche von Eckersdorf erhielt 1791 einen Blitzableiter, damals noch immer eine Seltenheit in der Grafschaft Glatz. 1805 bekam auch der Rathausturm in Habelschwerdt seinen Blitzableiter. Die Berichte von großen Schäden an Gebäuden wurden wohl immer seltener, aber hin und wieder findet man doch Berichte über besondere Vorkommnisse.</p>



<p>Im August 1845 schlug ein Blitzstrahl eines Nachts den kupfernen Knopf des Glatzer Torturms in Habelschwerdt herunter und im Jahr 1883 wurde die Pfarrkirche St. Nikolaus in Reyersdorf durch einen Einschlag zerstört und musste anschließend wieder aufgebaut werden.</p>



<p>Quellen:</p>



<p>Tost, Alfred: Blitzableiter, „ein Eingriff in die Allmacht Gottes“. Jahrbuch der Schlesier 2007, 29. Jahrgang, Helmut Preußler Verlag, Nürnberg, Seite 101f.</p>



<p>Wikipedia</p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/der-neue-blitzableiter/" data-wpel-link="internal">Der neue Blitzableiter</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Die Zwergenhochzeit im Florianiberge</title>
		<link>https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/die-zwergenhochzeit-im-florianiberge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 06:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Damals]]></category>
		<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Habelschwerdt]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Habelschwerdt]]></category>
		<category><![CDATA[Invaliden]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Sage]]></category>
		<category><![CDATA[Unterirdische Gänge]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf-Schmiede]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/?p=6279</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Sage aus Habelschwerdt mit einem wahren Kern.</p>
<p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/die-zwergenhochzeit-im-florianiberge/" data-wpel-link="internal">Die Zwergenhochzeit im Florianiberge</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1548" data-lbwps-height="773" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit-300x150.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="511" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit-1024x511.jpg" alt="Holzschnitt Zwergenhochzeit" class="wp-image-6278" style="aspect-ratio:2.0039923284668677;width:579px;height:auto" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit-1024x511.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit-300x150.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit-768x384.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit-1536x767.jpg 1536w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit-1200x599.jpg 1200w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Zwergenhochzeit.jpg 1548w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch. Verlag von Georg Wiegand, Leipzig. (1853), Teile eines Holzschnitts nach einer Zeichnung von A. Ehrhardt. Seite 526</figcaption></figure>
</div>


<p>In mehreren alten Sagen-Büchern findet man die folgende Geschichte:</p>



<p><em>Zwei alte Männer, die bei der Invalidenkompagnie in Habelschwerdt standen, wussten, dass von der ehemaligen Vogtei nach dem gegenüberliegenden Florianiberge ein unterirdischer Gang führte. Sie beschlossen, ihn heimlich zu untersuchen und hofften darauf, dort Schätze zu finden.</em></p>



<p><em>So schlichen sie in das Innere der Erde. Das Fortkommen war sehr mühselig, denn Teile des Ganges waren eingestürzt. Sie mussten Felsbrocken beiseite räumen und manchmal auf Händen und Knien weiter kriechen. Als sie schon weit in den Berg vorgedrungen waren, da hörten sie eine liebliche Musik.</em></p>



<p><em>Der Gang öffnete sich zu einem großen Saal. Die beiden Männer erblickten die Musikanten, ein Zwergenbrautpaar und eine große Schaar Hochzeitsgäste. Ein hochbetagtes Männlein schien gerade die Trauung vorzunehmen. Die Gäste trugen goldene Grubenlampen, deren flackernder Schein die Wände des Saales funkeln und glitzern ließ, als seien sie aus Diamanten erbaut.</em></p>



<p><em>Plötzlich hallte ein gewaltiges „Hatschi!“ durch die unterirdische Halle – Einer der beiden Invaliden hatte geniest. „Menschen! Menschen!“ schrien die erschrockenen Zwerge durcheinander, bliesen die Lichter in ihren Laternen aus und huschten davon. Auch die Laternen der beiden Männer waren erloschen und sie mussten den Rückweg bei völliger Dunkelheit zurückfinden.</em></p>



<p><em>Heute gibt es keine Zwerge mehr im Florianiberg, sie haben sich weit ins Gebirge zurückgezogen.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Malerwinkel_HBS1-1024x683.jpg" alt="Malerwinkel Habelschwerdt" class="wp-image-6280" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Malerwinkel_HBS1-1024x683.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Malerwinkel_HBS1-300x200.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Malerwinkel_HBS1-768x512.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Malerwinkel_HBS1.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /><figcaption class="wp-element-caption">Malerwinkel Habelschwerdt (KI generierte Zeichnung)</figcaption></figure>
</div>


<p>Ab 1742 waren tatsächlich Invaliden der Preußischen Armee in Habelschwerdt stationiert. Bis 1806 war es die 4. Kompagnie des Schlesischen Invaliden-Korps (Altpreußische Armee) und von 1808 bis 1819 Teile der 11. Invaliden-Kompagnie (1. Schles.) der Neupreußischen Armee.</p>



<p>Auch die &#8220;Habelscherdter Unterwelt&#8221; existiert und wurde ca. 2000 wiederentdeckt. In der ursprünglich vor dem 30jährigen Krieg erbauten Wolf-Schmiede auf der Glatzer Straße (früher Nr. 20 heute Ul. Stefana Okrzei Nr. 45) befinden sich laut den Erzählungen ehemaliger Bewohner mehrere Kellergewölbe.</p>



<p>Auch im Nachbarhaus in Richtung Ring existierten drei oder vier Keller untereinander. Der Zugang wurde wegen der Kinder verschlossen bzw. zugeschüttet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerBibl_HBS1.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="797" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerBibl_HBS1-300x199.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerBibl_HBS1-1024x680.jpg" alt="Keller" class="wp-image-6286" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerBibl_HBS1-1024x680.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerBibl_HBS1-300x199.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerBibl_HBS1-768x510.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerBibl_HBS1.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Keller in der Bibliothek Ul. Okrzei (Glatzer Str.)</figcaption></figure>
</div>


<p>Die heutige Stadtbibliothek befindet sich ebenfalls in der derselben Straße. Die dort gelegenen mehrstöckigen Kellerräume wurden in den letzten Jahren wieder hergerichtet, genauso wie die großen Keller hinter dem unteren Ring und der Stadtmauer, die zu der ehemaligen Brauerei&nbsp;Kastner gehören, bzw. die bis in die 1960er Jahre als Stadtgefängnis genutzt wurden. Diese „unterirdische Touristenroute“ kann heute besichtigt werden. Von Gängen ist dort allerdings nichts bekannt, bisher wurden nur Keller entdeckt.</p>


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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS3.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="900" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS3-225x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS3-768x1024.jpg" alt="Ehemaliges Stadtgefängnis Habelschwerdt" class="wp-image-6289" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS3-768x1024.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS3-225x300.jpg 225w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS3.jpg 900w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Gang des ehemaligen Stadtgefängnisses mit den Gittertüren zu den Zellen.</figcaption></figure>
</div>

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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS2.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="900" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS2-225x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS2-768x1024.jpg" alt="Blick in eine Zelle im ehemaligen Stadtgefängnis" class="wp-image-6288" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS2-768x1024.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS2-225x300.jpg 225w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS2.jpg 900w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick in eine Zelle des ehemaligen Habelschwerdter Stadtgefängnisses.</figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS1.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="900" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS1-225x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS1-768x1024.jpg" alt="Felsboden in einem der Kellerräume" class="wp-image-6287" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS1-768x1024.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS1-225x300.jpg 225w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/KellerGefaeng_HBS1.jpg 900w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Felsboden in einem der Kellerräume im ehemaligen Gefängnis zwischen dem unteren Ring und der Stadtmauer.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS2jpg-768x1024.jpg" alt="Ehem. Brauereikeller neben Stadtgefängnis" class="wp-image-6285" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS2jpg-768x1024.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS2jpg-225x300.jpg 225w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS2jpg.jpg 900w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehem. Brauereikeller neben dem Stadtgefängnis.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS1.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="900" data-lbwps-height="1200" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS1-225x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS1-768x1024.jpg" alt="Ehem. Brauereikeller" class="wp-image-6284" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS1-768x1024.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS1-225x300.jpg 225w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Brauereikeller_HBS1.jpg 900w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Im ehemaligen Brauereikeller</figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausstellung_WolfSchmiede.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="900" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausstellung_WolfSchmiede-300x225.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausstellung_WolfSchmiede-1024x768.jpg" alt="Ausstellung Wolf-Schmiede Ul. Okrzei (Glatzer Str.)" class="wp-image-6283" style="width:600px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausstellung_WolfSchmiede-1024x768.jpg 1024w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausstellung_WolfSchmiede-300x225.jpg 300w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausstellung_WolfSchmiede-768x576.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausstellung_WolfSchmiede.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ausstellung über die Wolf-Schmiede Ul. Okrzei (Glatzer Str.) in einem der Räume. </figcaption></figure>
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<p>Unter dem Haus Ring 16, dem ehemaligen Hotel „Deutsches Haus“ und im Nachbarhaus Nr. 17 gab es umfangreiche Kellergewölbe, aber die Nachfahren der früheren Eigentümer erzählten, es gäbe aus alter Zeit Gänge zur Vogtei und vom Pfarrhof zum Ring und zum Florianberg außerhalb der Stadtmauern. </p>



<p>Kinder, die früher im Haus Ring 25 lebten, berichteten von einem Gang, der im Keller seinen Anfang nahm und so lang war, dass er wahrscheinlich bis vor die Stadt führte. Zu zweit erkundeten die beiden Jungen ca. 1925 den langen Tunnel bis zu der Stelle, an der die Wände eingestürzt waren. Einmal glaubten sie, rauschendes Wasser zu hören und dachten, sie würden unter der Neisse hindurchgehen. Im Gang fanden sie ein Holzpferdchen, dass sehr alt aussah. Als der Vater von ihren heimlichen Expeditionen in die Unterwelt erfuhr, ließ er den Eingang versperren. 1945/46 versteckten sich dort die Frauen des Hauses während der nächtlichen Plünderungen.</p>



<p>Wir danken Herrn Heribert Wolf von der Heimatgruppe Habelschwerdt für die interessanten Informationen, sowie die Bereitstellung der Fotos und die freundliche Genehmigung, diese zeigen zu dürfen. </p>



<p>An dieser Stelle sei auch auf den sehr lesenswerten Beitrag zur Geschichte der Habelschwerdter Wolf-Schmiede in den online verfügbaren <a href="https://www.spata-bonn.de/agg17all.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">AGG Mitteilungen 2018<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> hingewiesen (ab Seite 49).</p>



<p><strong>Quellen:</strong></p>



<p><a href="https://books.google.de/books?id=Ba7YAAAAMAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Eichblatts Deutscher Sagenschatz, Band 4: Sagen aus Schlesien<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> (Mit Einschluß Österreich-Schlesiens), gesammelt und herausgegeben von Prof. Dr. Richard Kühnau, 2. Auflage, Hermann Eichblatt Verlag Leipzig (1925), Seite 86 ff.</p>



<p><a href="https://books.google.de/books?id=7zoAAAAAcAAJ" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>. Verlag von Georg Wiegand, Leipzig. (1853), Teile eines Holzschnitts nach einer Zeichnung von A. Ehrhardt. Seite 526</p>



<p>Werner Taubitz: Habelschwerdt und die Habelschwerdter im 20. Jahrhundert – Chronik einer schlesischen Kreisstadt. Verlag Zentralstelle Grafschaft Glatz/Schlesien e. V. (1995), Seite 27 f.</p>



<p><a href="https://blog.grafschaft-glatz.de/Archive/6187" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="nofollow external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Eröffnung der Ausstellung „Wolf-Schmiede” in der Habelschwerdter Unterwelt « Grafschaft Glatz (Schlesien)<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></p>



<p><a href="https://pl.wikipedia.org/wiki/Podziemna_Trasa_Turystyczna_w_Bystrzycy_K%C5%82odzkiej" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Podziemna Trasa Turystyczna w Bystrzycy Kłodzkiej – Wikipedia, wolna encyklopedia<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> abgerufen am 27.01.2026</p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Yr9Qv98lCJo" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Podziemna Trasa Turystyczna w Bystrzycy Kłodzkiej już otwarta<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> (Youtube-Video, polnisch)</p>



<p>Auskünfte von ehemaligen Einwohnern</p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/die-zwergenhochzeit-im-florianiberge/" data-wpel-link="internal">Die Zwergenhochzeit im Florianiberge</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ludwig Brieger</title>
		<link>https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/ludwig-brieger/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[AstridKreuz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 06:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Damals]]></category>
		<category><![CDATA[Grafschaft Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Glatz]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Brieger]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Toxin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Glatzer Ludwig Brieger leistete bedeutende Beiträge auf dem Gebiet der medizinischen Forschung.</p>
<p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/ludwig-brieger/" data-wpel-link="internal">Ludwig Brieger</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger1901.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1000" data-lbwps-height="1144" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger1901-262x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="895" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger1901-895x1024.jpg" alt="Portrait von Prof. Dr. Ludwig Brieger" class="wp-image-6262" style="aspect-ratio:0.8740333566636508;object-fit:cover;width:500px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger1901-895x1024.jpg 895w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger1901-262x300.jpg 262w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger1901-768x879.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger1901.jpg 1000w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a></figure>
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<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Brieger" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Ludwig Briege<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>r war ein bedeutender Arzt, Medizinschriftsteller und Forscher auf den Gebieten der Pharmakologie, Infektiologie, Immunologie, Bakteriologie und Physiotherapie.</p>



<p>Seine Forschungsergebnisse legten den Grundstein für die Toxikologie, indem er die chemische Natur bakterieller Gifte aufklärte und sie unterstützten indirekt die Entwicklung von Impfstoffen und Seren gegen Krankheiten wie Diphtherie und Typhus.</p>



<p>Ludwig Brieger wurde am 26. Juli 1849 in Glatz geboren. Seine Eltern waren Salomon Brieger und Caroline geb. Rowack. Die Familie gehörte zur jüdischen Gemeinde.</p>



<p>Nach dem Besuch des Gymnasiums in seiner Geburtsstadt nahm er 1868 in Breslau das Studium der Medizin und der Chemie auf. Im Jahr 1875 promovierte Brieger in Straßburg zum Doktor der Medizin mit seiner Dissertation „&nbsp;<em>Beiträge zum Lungenbrand“</em>. Darin untersuchte er den Infektionsprozess und die Aspekte der chemischen Pathologie des Lungenmilzbrands.&nbsp;</p>



<p>Nach kürzeren Assistenten-Tätigkeiten und postgradualen Studien in Wien, Berlin, Breslau und Bern arbeitete er ab 1878 sehr erfolgreich in Berlin, wo man ihn bereits 1879 zum Assistenzarzt an der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Charit%C3%A9" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Charité<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> ernannte.</p>



<p>Ludwig Brieger war Assistent führender Persönlichkeiten wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Friedrich_Cohnheim" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Julius Cohnheim<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Irenaeus_Quincke" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Heinrich Quincke<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Theodor_von_Frerichs" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Friedrich von Frerichs<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Leyden" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Ernst von Leyden<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Virchow" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Rudolf Virchows<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> Nachfolger <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Jaff%C3%A9_(Mediziner,_1841)" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Max Jaffé<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> (ebenfalls ein Schlesier) tätig war, bevor er an der Friedrich-Wilhelms-Universität 1881 Privatdozent, 1887 Titularprofessor, 1890 außerordentlichen Professor für spezielle Pathologie und Therapie und 1899 ordentlicher Professor für Innere Medizin und Allgemeine Therapie wurde.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Anekdote.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="635" data-lbwps-height="943" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Anekdote-202x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="635" height="943" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Anekdote.jpg" alt="Anekdote zu Ludwig Brieger" class="wp-image-6259" style="width:450px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Anekdote.jpg 635w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Anekdote-202x300.jpg 202w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Anekdote aus der Spangenberger Zeitung, 19. Februar 1950 </figcaption></figure>
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<p>Zusätzlich zu seinen akademischen Aufgaben leitete Brieger ab 1891 die Universitätsambulanz für Infektionskrankheiten und erhielt 1900 für seine Verdienste um die Medizin den Titel Geheimer Medizinalrath.</p>



<p>Er galt in den jedem der Forschungsbereiche Pharmakologie, pharmazeutische Chemie, Bakteriologie, Pathologie und Therapeutik als Autorität. Unter anderem erforschte er Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten (z. B. Tuberkulose und Diphterie) und Bakteriengifte. Bekannt wurde er vor allem durch seine Pionierarbeiten zu bakteriellen Toxinen und Toxalbuminen (giftige Pflanzenproteine). 1888 prägte er den Begriff „Toxin“ (vom griechischen „Toxikon“ für Gift) zur Beschreibung giftiger, von Bakterien abgesonderter Substanzen. </p>



<p>Außerdem beschäftigte er sich mit der Zusammensetzung und Wirkungsweise von Giften, die in kolonialen Kontexten vorkamen, besonders Pfeilgifte, Schlangengifte und Pflanzengifte aus afrikanischen Regionen (Kamerun und Gabun). Unter anderem arbeitete Ludwig Brieger mit dem Entdecker des ersten Antibiotikums <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Ehrlich" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Paul Ehrlich<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> (noch ein Schlesier), <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Koch" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Robert Koch<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> und mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Fraenkel" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Carl Fraenkel<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_von_Behring" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Emil von Behring<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kitasato_Shibasabur%C5%8D" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Shibasaburo Kitasato<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> zusammen. Seine Forschungsergebnisse veröffentlichte er in zahlreichen Büchern und in medizinischen Fachzeitschriften. Er genoss in Ärztekreisen international hohes Ansehen.</p>



<p>Briegers Vorlesungen betonten die Integration pathologischer Erkenntnisse in die klinische Praxis, insbesondere die Anwendung chemischer Analysen in der Diagnostik und die Rolle von Therapeutika (Heilmitteln) bei der Behandlung innerer Erkrankungen.&nbsp;Die Betreuung und Förderung von Medizinstudenten, Assistenzärzten und Assistenten in ihrer praktischen Ausbildung war ihm ein besonderes Anliegen.</p>



<p>Prof. Dr. Ludwig Brieger starb am 18.10.1919, nur wenige Wochen nach seinem 70. Geburtstag in Berlin.</p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Trauer.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="617" data-lbwps-height="519" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Trauer-300x252.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="617" height="519" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Trauer.jpg" alt="Todesanzeige von Ludwig Brieger" class="wp-image-6261" style="width:500px" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Trauer.jpg 617w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_Trauer-300x252.jpg 300w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Todesanzeige aus dem Berliner Tageblatt, 21.10.1919, Morgenausgabe</figcaption></figure>
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<p>Die Hinterbliebenen waren:</p>



<p>Seine Ehefrau Adele Brieger geb. Pacully.</p>



<p>Der Sohn Dr. phil Walter Georg Brieger, geboren am 15. September 1891 in Berlin (StA Berlin Nr. 4224/1891). </p>



<p>Die Tochter Kät(h)e Lina Schlesinger geb. Brieger, geboren am 18. Januar 1885 in Berlin (StA Berlin Nr. 231/1885).</p>



<p>Deren Ehemann Lothar Max Louis Egon Schlesinger, geboren am 15. Mai 1880 in Ratibor, Oberschlesien, ebenfalls jüdischer Religion. Die beiden hatten am 8. April 1911 in Berlin geheiratet (StA Charlottenburg Nr. 218/1911).</p>



<p>Käte und ihr Mann lebten später in Porto Alegre, Brasilien.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_FAW1901.jpg" target="_blank" rel=" noreferrer noopener" data-lbwps-width="1200" data-lbwps-height="1211" data-lbwps-srcsmall="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_FAW1901-297x300.jpg" data-wpel-link="internal"><img loading="lazy" decoding="async" width="1015" height="1024" src="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_FAW1901-1015x1024.jpg" alt="Artikel über Ludwig Brieger von 1901" class="wp-image-6260" style="aspect-ratio:0.9912299382417284" srcset="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_FAW1901-1015x1024.jpg 1015w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_FAW1901-297x300.jpg 297w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_FAW1901-150x150.jpg 150w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_FAW1901-768x775.jpg 768w, https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/wp-content/uploads/2026/01/LudwigBrieger_FAW1901.jpg 1200w" sizes="auto, (min-width: 1280px) 378px, (min-width: 1220px) calc(33.33vw - 48px), (min-width: 700px) calc(50vw - 56px), calc(100vw - 40px)" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Artikel über Ludwig Brieger in der illustrierten Familien-Zeitschrift &#8220;Für alle Welt&#8221; von 1901 </figcaption></figure>
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<p><strong>Quellen:</strong></p>



<p><a href="https://grokipedia.com/page/ludwig_brieger" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Eintrag bei Grokipedia<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a> (AI)<br>Artikel in &#8220;Für alle Welt&#8221;, 1901<br><a href="https://www.archiv-spangenberg.de/archive/spangenberg/user_upload/19500219_08_sp_historisch_spbgzeitung.pdf" target="_blank" rel="noopener nofollow external noreferrer" title="" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Spangenberger Zeitung, 19. Februar 1950<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-6"></span></a></p>



<p><strong>Anm:</strong></p>



<p>In unterschiedlichen Quellen werden abweichende Jahreszahlen für Ernennungen genannt. <br></p><p>The post <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de/ludwig-brieger/" data-wpel-link="internal">Ludwig Brieger</a> first appeared on <a href="https://forschungsgruppe-grafschaft-glatz.de" data-wpel-link="internal">Gemeinsam forschen</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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